EU setzt auf Klimaschutz im Gebäudesektor Einbau von Thermostatventilen wird in Europa Pflicht

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Brilon-Totallokal: Gute Nachricht für die Umwelt

brilon-totallokal: In dieser Woche hat auch der Rat grünes Licht für die neue EU-Gebäudeenergieeffizienzrichtlinie gegeben. Damit ist die letzte Hürde des Gesetzgebungsverfahrens überwunden. Das Parlament hatte der Richtlinie schon im April zugestimmt.

„Im Gebäudesektor haben wir besonders viel Potenzial zur Reduzierung von Treibhausgasen. 40 Prozent der Energie der EU wird in Gebäuden verbraucht“, erklärt der heimische Europaabgeordnete Peter Liese, der auch umweltpolitischer Sprecher der größten Fraktion im Europäischen Parlament (EVP-Christdemokraten) ist. „Verbesserungen im Bereich der Energieeffizienz könnten nicht nur die CO2-Emissionen senken, sondern die neuen Regeln werden auch erhebliche Mengen Heizenergie einsparen. Dies dient dem Klimaschutz und vor allem auch dem Geldbeutel.“

Die Richtlinie ist vor allem für Südwestfalen positiv, denn viele heimische Unternehmen bieten Technologien und Dienstleistungen zum Energiesparen an. „Ich freue mich besonders darüber, dass der Einbau von Thermostatventilen in Zukunft in ganz Europa Pflicht wird. Vier von zehn Heizungen in Europa sind noch mit Einfachventilen ausgestattet, wodurch viel Energie verschwendet wird“, so Liese. Der südwestfälische Abgeordnete hatte einen Antrag eingereicht um die Austauschpflicht der veralteten Technologie zu fordern. Durch den Beschluss, der nach und nach dazu führt, dass alte Einfachventile gegen Thermostatventile ausgetauscht werden, ist eine CO2-Einsparung von ca. 30 Millionen Tonnen möglich. Dies entspricht dem CO2-Ausstoß von 15-20 Millionen Autos oder der Energieproduktion von ca. 25.000 modernen Windrädern.

Die Gebäudeenergieeffizienzrichtlinie verpflichten die EU-Mitgliedsstaaten auch langfristige Renovierungsstrategien zu entwickeln. „Wir müssen dringend die Renovierungsrate ankurbeln. Die EU-Renovierungsrate beträgt derzeit nur rund 1 % pro Jahr, so werden wir unsere langfristigen Klimaziele nicht erreichen“, so Liese. Bei Beibehaltung der derzeitigen Renovierungsquote würde es ungefähr 100 Jahre dauern, bis wir einen emissionsarmen Gebäudebestand erhalten.

Quelle: Dieter Berger

Bericht : brilon-totallokal.de - Ihr Nachrichtenmagazin aus Brilon

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