Neue Literatur aus Sauerland und Masuren

Brilon-Totallokal: Bürgermeister Dr. Christroph Bartsch bgrüßte zur Lesung im Rathaus …

brilon-totallokal:  Seit 15 Jahren pflegt die Literarische Gesellschaft Sauerland auf Betreiben ihres ersten Vorsitzenden Hans Claßen und des Grafschafter Schriftstellers Herbert Somplatzki eine Partnerschaft mit Ermland-Masuren. Fünf polnische Schriftsteller waren eine Woche zu Gast, um mit hiesigen Autoren Lesungen zu halten und das Sauerland kennen zu lernen. Der Weg führte sie am Dienstagabend nach Brilon, wo sie von Bürgermeister Dr. Christroph Bartsch herzlich begrüßt wurden.

Im gut gefüllten Bürgersaal entführten die Autorinnen und Autoren die Gäste aus Raum und Zeit. Da zogen „sich Häuser verschlafen das Dach über den Kopf“, wie in den Gedichten von Barbara Kling oder man erfuhr von Christel Keiderling, warum „ein ostpreußischer Lachudder allemal einem westfälischen Schlitzohr das Wasser reichen kann“.

Gruseliges Kopfkino bot Thomasz Bialkowski, indem er einen Warschauer Journalisten in tiefste menschliche Abgründe schauen ließ, und von Veronika Kramer erfuhren die Zuhörer, warum sie das Allensteiner Gefängnis aufsuchte und was es mit den aufgeschnittenen Schuhen des kleinen Ewald auf sich hatte. Nüchterner, aber nicht weniger interessant berichtete Dr. Grzegorz Supady von einer Studie über eine Meinungsumfrage unter Studenten, in der es u. a. um Polen- und Deutschfreundlichkeit ging. Zum Schluss des von Alexandra Esser ansprechend moderierten Programms erfuhren die Zuhörer noch von Monika Schreckenberg, wie der heilige Franziskus eine Kirche davor rettete, zu einer Kletterhalle umgebaut zu werden.

Musikalisch umrahmten Eva Hülshoff und Karl-Ludwig Schulte das Programm mit drei jugendlich-frischen Songs aus der Feder der hervorragenden Sängerin.

 

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