10. Briloner Unternehmerforum – Lokale Weiterbildungsangebote und MINT- Förderung im Fokus

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Brilon-Totallokal: 10. Briloner Unternehmerforum am 25.02.2016 

brilon-totallokal:  Arbeitsabläufe und- prozesse in Unternehmen unterliegen einer immer schneller werdenden Änderung und die Qualifizierung der Mitarbeiter ist so von entscheidender Bedeutung. Oliver Dülme, Wirtschaftsförderer BWT, und Eckhard Lohmann, 1. Vorsitzender Wirtschaftsclub Hochsauerland, haben am 25.2.2016 zum 10. Briloner Unternehmerforum eingeladen, um den heimischen Unternehmen drei Institutionen vorzustellen, die sie bei der Aus- und Weiterbildung ihrer Arbeitnehmer unterstützen können. Die lokalen Weiterbildungsangebote und die MINT (= Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft, Technik) – Förderung sind die zentralen Punkte.

Zdi Netzwerk – Bildungsregion Hochsauerlandkreis

Zdi steht für „Zukunft durch Innovation“. Das Netzwerk dient auf Initiative des NRW- Ministeriums für Wissenschaft, Innovation und Forschung zur Unterstützung des naturwissenschaftlichen und technischen Nachwuchses. Kinder und Jugendliche sollen individuell und praxisnah in MINT gefördert werden. Das zdi-Förderprogramm ist eindeutig mehr als ein Schnuppertag oder eine Betriebsbesichtigung, so Marion Valter, Koordinatorin des zdi Netzwerkes. Einige MINT – Ideen sind beispielsweise Projekttage in Unternehmen, regelmäßige Kurse (z.B. Werkzeugführerschein, Techniken für die Holzbearbeitung usw.) und die „Forscherwoche für Hochleister“. Die Leistungen des zdi Netzwerkes beinhalten u. a. Unterstützung in der Antragstellung für MINT Fördermittel in Bezug auf berufs- und studienorientierte Formate, Beratungen zur Entwicklung und Umsetzung eigener Konzepte, Presse und Öffentlichkeitsarbeit und die Schaffung einer Plattform, damit Firmen frühzeitig die Möglichkeit bekommen, talentierte Bewerber kennenzulernen. Die Briloner Unternehmen können so mithilfe der Landesgelder, die im HSK dieses Jahr 35.000,00 € betragen, eine qualifizierte Nachwuchsförderung aufbauen.

Ein wichtiger Kooperationspartner des zdi-Netzwerkes ist die Stadtbibliothek Brilon.

Seit ca. einem Jahr besteht die Partnerschaft zwischen der Briloner Bibliothek und dem zdi Netzwerk mit dem Ziel, die MINT-Fächer zu fördern. Die Bibliothek bietet ein aktuelles Angebot an Büchern, Zeitschriften, Filmen und anderen Medien, auch spezielle Lernmateralien für Schüler und Schülerinnen. Immer mehr wird auch die digitale Bibliothek genutzt. Die Briloner Bibliothek versteht sich als Ort der Leseförderung, der Medienerziehung, der Wissensvermittlung und als Begegnungsstelle.

Ute Hachmann, Bibliotheksleiterin, stellte in ihrem Referat zwei wichtige Projekte vor: „Kinderuni Brilon 2016“ und „Konstruktionstage“. Die Kinderuni spricht Schüler und Schülerinnen der Klassen 4 bis 6 an. Spannende Vorträge aus der Welt der Wissenschaft und Technik und interessante Einblicke in Briloner Unternehmen erwarten die Kinder. Am 19. Februar diesen Jahres ist die Kinderuni im Beisein von Armin Maiwald ( bekannt aus der „Sendung mit der Maus“) eröffnet worden. Dieses innovative Projekt verfolgt die Zielsetzungen: Lesen – Lernen – Wissen – Forschen – Tun!

Bei den Konstruktionstagen sind die „Macher am Werk“, so Ute Hachmann. Das Konstruieren und die Ideenentwicklung werden mit Unterstützung von Studenten der FH Südwestfalen gezielt gefördert. Die Bibliothek als Ort des „Machens“ soll etabliert und das Interesse an MINT geweckt werden.

VHS Brilon – Marsberg – Olsberg

Auch die VHS kann mit ihren Kursangeboten den heimischen Unternehmen Unterstützung anbieten. Michael Klaucke, Leiter der VHS, stellte u.a. Unterrichtseinheiten vor wie EDV Kurse, Finanzbuchhaltung mit Datev, Tabellenkalkulation EXCEL, Sprach- und Konversationskurse und Moderationstraining. Der zweite Schwerpunkt „Deutsch als Zweitsprache“ ist aktueller denn je – gilt es doch, Voraussetzungen zu schaffen, um Nichtheimischen den Zugang zum Arbeitsmarkt zu erleichtern. Eine Problematik stellt in diesem Zusammenhang der „Förderdschungel“ dar, betonte Michael Klaucke. Er hofft auf eine Zusammenarbeit mit Briloner Firmen, z.B. in Form einer Kooperation bei Sprachkursen, die mit einem Praktikum verbunden werden könnten und generell beim Ausbau von Kursangeboten.

„Jeder Euro, der eine frühe Förderung unterstützt, wird doppelt Frucht tragen“, davon ist Bürgermeister Dr. Christof Bartsch überzeugt. Die Wirtschaftsförderung ist ein zentrales Thema und unterstreicht die Bedeutung Brilons als Wirtschaftsstandort.

Text + Bild: Ursula Schilling

 

Bericht : brilon-totallokal.de - Ihr Nachrichtenmagazin aus Brilon

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