Brilon-Totallokal: Spielend lernen im Kindergarten St. Andreas
brilon-totallokal: Doggi ist cool. Er ist stark und sanft zugleich. Auf die Begegnung mit Therapierpferd Doggi freuen sich die Kinder des Caritas-Kindergarten St. Andreas ganz besonders, denn Doggi kann das, wofür die Menschen mitunter viel Kraft und Worte brauchen: Einander ohne
Vorurteile zu begegnen. Aber genau das gehört zum Alltagsprogramm im Kombinierten Kindergarten St. Andreas, der von Kindern mit und ohne Behinderung besucht wird.
Zwei sogenannte Heilpädagogische und eine Regelgruppe gibt es in der als Bewegungskindergarten mit dem Pulspunkt Ernährung zertifizierten Kita an der Niederen Mauer direkt neben dem Alfred-Delp-Haus in Brilon.
Direkt im Haus während des Kindergartenalltags werden die Angebote für die Heilpädagogische Sprachförderung, Krankengymnastik, Ergo- und Logotherapie durchgeführt. „Zusätzliche Termine sind dadurch für die Eltern überflüssig geworden, somit bekommen Familien mehr Zeit geschenkt“, sagt Einrichtungsleiterin Birgit Kürmann mit Blick auf die steigende Berufstätigkeit beider Elternteile sowie bei Alleinerziehenden. Die Reittherapie findet ebenfalls während der Betreuungszeiten statt, das natürlich nicht im Haus, sondern in der Bewegungsreithalle Möhneburg. Dorthin geht es mit dem Bulli sowohl zum Heilpädagogischen Voltigieren als auch zum Projekt Reiten der Schulkinder der Regelgruppe im letzten Kindergartenjahr.
Für die Kinder der Heilpädagogischen Gruppen gibt es einen extra Fahrdienst, der sie jeden Tag zum Kindergartenbesuch und wieder nach Hause fährt.
Als Kombinierter Kindergarten, in dem Kinder mit und ohne Behinderung Seite an Seite spielen und lernen, legt das Team besonderen Wert auf Netzwerkarbeit. Die Erzieherinnen, Heilerziehungspfleger und Heilpädagoginnen arbeiten mit externen Einrichtungen wie Fachärzten und Kliniken, Therapeuten, Beratungsstellen und den Fachkräften des Sozialpädagogischen Zentrums Unna und Paderborn zusammen. „Dabei werden die Eltern und alle beteiligten Personen immer miteinbezogen“, betont Einrichtungsleiterin Kürmann. Die Elternarbeit endet nicht an der Kindergartentür, sondern auf Wunsch begleitet das St. Andreas Team auch den Übergang zur Schule, zu Ärzten und Beratungsstellen. Das letzte Kindergartenjahr bleibt durch eine Vielfalt besonderer Angebote in Erinnerung, mit einer Ferienfreizeit als gemeinsamen Höhepunkt. Den ersten Urlaub, fünf Tage ohne Eltern können sowohl Kinder mit als auch ohne Behinderung erleben. Zu den gemischten Gruppenangeboten während der Kindergartenzeit gehören Waldtage, Besuch der Polizei und Feuerwehr, Bewegungs- und Musikstunden und Familienfeste. „Nach der Kindergartenzeit geht es für alle Kinder in die Schule. Gemeinsam mit den Eltern und Lehrern wird die passende Schulform für die Kinder ausgesucht. Dabei stehen die individuellen Bedürfnisse von Kindern und Eltern und der aktuelle Entwicklungsstand der Kinder im Vordergrund. Die Tür steht den Kindern zu allen Schulformen offen, auch die der Grundschulen, die inklusives Lernen anbieten.
Info: Noch wenige Plätze frei
Weitere Informationen über den Kindergarten St. Andreas gibt Einrichtungsleiterin Birgit Kürmann unter der Nummer (02961) 1580. „In den Heilpädagogischen Gruppen sind noch wenige Plätze frei“, sagt Kürmann.
Bildunterschrift: Auf Therapiepferd Doggi lernen die Kinder aus dem Kindergarten St. Andreas für das Leben. „Gleichgewicht, Konzentration, Vertrauen und vieles andere“, sagt Einrichtungsleiterin Birgit Kürmann (Foto).
Foto: Caritas Brilon / Wamers



