Schülerprojekt dokumentiert den Stadtwandel Brilons

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Brilon-Totallokal: 3 Schüler der Heinrich-Lübke-Sekundarschule dokumentiert im Rahmen eines Schülerprojekt den Stadtwandel Brilons!

brilon-totallokal: „Der Zahn der Zeit nagt an Jedem“, ist ein Satz, der nicht nur für Menschen zutrifft.

Auch die architektonische Struktur einer Stadt wandelt sich im Laufe der Jahre. Dies stellten nun die Schüler Theo Kanand, Martin Ivanov und Jaron Kruse während eines dreiwöchigen Praktikums im Architekturbüro Lohmann von Rosenberg fest. Zusammen mit dem Museum Haus Hövener versuchten die Praktikanten einen digitalen Fingerabdruck der Stadt zu zeichnen. Dafür dokumentierten sie alle Häuser im Stadtkern Brilons, stellten eine fotografische Sammlung zusammen und ordneten sie nach Straßenzüge und Quartalen. Einen Bezug zu dem Projekt hatten die Schüler schon. Sie besuchen die Heinrich-Lübke-Sekundarschule im ehemaligen Minoritenkloster der Stadt Brilon, verbringen ihren Schulalltag also in einem der schönsten Baudenkmäler der Stadt.

„Es war eine zeitintensive und manchmal auch anstrengende Arbeit“, so Martin Ivanov während des Praktikums. Über 500 Dateien mussten verwertet werden. Manchmal waren ganze Bildserien unbrauchbar und mussten wiederholt aufgenommen werden. Doch am Ende zählt das Ergebnis, mit dem nun nachhaltig gearbeitet werden soll. Das interaktive Stadtmodell im Museum Haus Hövener ist hier die Präsentationsplattform der Datensammlung. Im Laufe der Zeit soll auch das aktuelle, architektonische Bild Brilons eingefügt.

Die Praktiktanten verbanden mit ihrer Arbeit die Vergangenheit mit der Gegenwart, indem neben den historischen Hausansichten auch die heutige Erscheinung der Briloner Innenstadt verglichen werden kann. Manchmal wunderten sich die Schüler, wie sehr sich Brilons Gesicht verändert hat. An manchen Orten findet man noch die alten Hausfassaden und Straßenverläufe, an anderen Stellen der Stadt haben sich die Gebäude vollkommen verwandelt. Grund hierfür waren oft Stadtbrände, die verhinderten, dass die ältesten Häuser noch heute erhalten sind. Manchmal ist solch ein Neubaugebiet aber auch aufgrund der städtischen Bedürfnisse entstanden, wenn Gebäude für ihre jeweilige Nutzung nicht mehr ausreichten.

Am Ende des Praktikums stand für Theo, Martin und Jaron fest, dass die Architektur einer Stadt zugleich das Spiegelbild ihrer Bewohner ist.

Bildunterschrift: Die Praktikanten präsentieren die Ergebnisse ihrer Lehrerin und den Betreuern.

Text und Bild: Carsten Schlömer, Museum Haus Hövener

Bericht : brilon-totallokal.de - Ihr Nachrichtenmagazin aus Brilon

brilon-totallokal.de
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