Brilon-Totallokal: Die Ausstellung „Journey in Abstract Art“
brilon-totallokal: Die Ausstellung „Journey in Abstract Art“, die am 6. April 2017 in der Sparkasse Hochsauerland eröffnet wurde, nimmt den Zuschauer mit auf eine Reise in eine besondere Kunstwelt, die eine Nähe zum abstrakten Expressionismus aufweist.
Georg Witteler und sein Schaffen
Der Künstler Georg Witteler, 1962 in Brilon geboren, begann seine künstlerische Laufbahn mit in Öl gemalten Werken. Er beschäftigte sich dann zusehends mit autodidaktischen Studien in Grafik und Bildhauerei. 1999 legte er eine kreative Pause ein und änderte seine bisher traditionelle Arbeitsweise. Eine digitale Kamera, ein Scanner und ein Computer sind nun die Mittel, mit denen Georg Witteler seine Bilder erstellt. Bei Spaziergängen in der Stadt sucht er Motive, die ihm als Rohmaterial dienen. Bis zu zwölf Bilder schichtet er am Computer übereinander und mittels eines von ihm entwickelten Verfahrens findet ein Zusammenwirken der verschiedenen Fotos statt. So entsteht ein Bild, das jeden realen Bezug vergessen lässt und einen Dialog mit den Betrachtenden, der sich keiner Interpretationsvorlage „unterwerfen“ muss, eingehen kann.
Laudatio von Bernd Jünger
Ein Dialog zwischen Laudator und dem Geehrten war auch die Art der Laudatio, die Bernd Jünger, WDR Köln, auf den Künstler hielt. Er bewundert dessen Sinn für das Schöne – sei es in der Musik und in der Kunst. Und natürlich sein künstlerisches Schaffen, das er mit viel Herzblut vorantreibt. Schon während des Schulunterrichts, so Georg Witteler, habe er meistens vor sich hin „gekrackelt“ – scheinbar schon damals Ausdruck seines inneren Triebes, der ihn zu einem viel beachteten Künstler werden ließ. Für ihn ist es immer wichtig, seine eigenen Ausdrucksmittel zu finden, um den gewünschten Effekt zu erzielen. Die Zuschauer sollen mit einem naiven, offenen Auge seine Werke betrachten, die vom Ursprung her digitale Bilder sind, aber durch den Druckvorgang den virtuellen Raum verlassen haben. Die Empfindungen der Seele werden nicht nur in der abstrakten Kunst verinnerlicht, sondern finden ihren Weg auch in der Musik.
Eine musikalische Reise mit Schirin Partowi und Marcus Schinkel
So trug die musikalische Umrahmung des Abends durch die Vorträge der in Brilon geborenen Sängerin Schirin Partowi und des Bonner Pianisten Marcus Schinkel zu einer besonderen Atmosphäre bei. Die teils gefühlvollen, teils dramatisch anmutenden Lieder stammten aus verschiedenen Kulturkreisen. Den Abschluss bildete Beethovens Meisterwerk „Freude schöner Götterfunken…Alle Menschen werden Brüder!“ Und so wird der Bogen gespannt zu der Verwendung des Erlöses, der dem Förderverein „Nationales Jugendblasorchester des Irak e.V.“ zugute kommt. Die Sparkasse Hochsauerland stockte die Spende noch mit einem Scheck von 1.500,00 € auf.
Die Ausstellung ist vom 06.04. bis 30.06.2017 während der Öffnungszeiten der Sparkasse
Hochsauerland geöffnet: montags-donnerstags von 8.30-17.30 Uhr / freitags von 8.30-15.30 Uhr / samstags von 8.30-12.30 Uhr
Quelle: Ursula Schilling



