Brilon-Totallokal: Schwimmen in Steinbrüchen ist nicht nur verboten, sondern auch gefährlich.
brilon-totallokal: Wer trotzdem ins kühle Nass springt, muss mit einer Anzeige der Stadt Brilon bzw. des Eigentümers rechnen.
Immer häufiger berichten Medien von Jugendlichen, die besonders an warmen Sommertagen zur Abkühlung ins kühle Nass springen. Dass dieses Verhalten sehr leichtsinnig ist und schon vielen das Leben gekostet hat, wird von den Jugendlichen oft herunter gespielt. Sie suchen sich Steinbrüche zum Baden aus.
Nicht nur das Baden ist dem Eigentümer ein Dorn im Auge, auch die Vermüllung (Reste vom Grillen, leere Bierdosen, Schnapsflaschen und andere diverse Gegenstände) um den Baggersee wird seitens des Eigentümers und der Stadt Brilon nicht mehr hingenommen.
Am späten Nachmittag, aber auch gerne nachts schleichen sich überwiegend Jugendliche an das Gelände des Steinbruchs, zerstören Zäune und verschaffen sich so Zutritt. Dass das alles andere als ein Kavaliersdelikt ist, erklärt Reinhard Hillebrand von der örtlichen Ordnungsbehörde der Stadt Brilon: „Es besteht akute Steinschlaggefahr. Die Wände sind teilweise 100 Meter hoch. Da kann faustgroßes Gestein abbröckeln und jemanden schwer verletzen.“ Nicht ohne Grund sind Steinbruchmitarbeiter zu jeder Zeit mit einem Helm unterwegs. Eine weitere Gefahr stellt der eigentliche Grund des verbotenen Ausflugs dar: Das Wasser, genauer das Grundwasser.
Durch die Sonneneinstrahlung mag die Oberfläche angenehm warm erscheinen. Doch bereits einige Meter tiefer klettert die Temperatur nicht über 10 Grad Celsius. Und genau darin liegt die enorme Gefahr. Jeder springt mit aufgeheiztem Körper hinein und riskiert durch den enormen Temperaturunterschied einen Kreislaufkollaps. Oft folgt zudem nach den seichten Stellen die sogenannte Sohle, die bis zu 20 Meter abfallen kann. An einigen Stellen messen die Steinbrüche sogar noch tiefere Stellen.
Eigentümer, Ordnungsbehörde und Polizei patrouillieren
Aufgrund des Anstiegs illegaler Schwimmer wird ab sofort in regelmäßigen Abständen von der Polizei und der örtlichen Ordnungsbehörde der Stadt Brilon patrouilliert. Die wenigsten steigen über den Zaun, sondern schneiden ein Loch in die Umzäunung und verschaffen sich so Zutritt.
Wegen der enorm steigenden Zahl der ungebetenen Badegäste wird der Eigentümer jetzt Konsequenzen ziehen. Jeder Verstoß wird zur Strafanzeige gebracht.
Quelle: Das Team Öffentlichkeitsarbeit der Stadt Brilon



