Smoothies – Vitaminkick oder Zuckerbombe?

Print Friendly, PDF & Email

 

KKH: Auf die Zubereitung kommt es an

 

brilon-totallokal: Dezember 2019 – Schon seit Jahren gehören Smoothies zu den beliebten Vitaminlieferanten – gerade jetzt im Winter. Der pürierte Mix aus Früchten, Gemüsen oder Kräutern ist scheinbar genau das Richtige für alle Menschen, die aus Zeitnot und Stress ihren täglichen Vitaminbedarf decken wollen. Doch sind Smoothies wirklich so gesund? Dr. Anja Luci, Ernährungsexpertin der KKH Kaufmännische Krankenkasse, klärt im Interview auf.

 

Frau Dr. Luci, können Smoothies grundsätzlich frisches Obst oder Gemüse ersetzen?

Ja und Nein! Als Ergänzung für den täglichen Speisezettel oder auch mal als Alternative, wenn kein frisches Obst zur Hand ist: Ja. Aber als Ersatz auf Dauer keinesfalls. Denn nichts geht über die in Obst und Gemüse enthaltenen Ballaststoffe und sekundären Pflanzenstoffe, die zumindest in gekauften Smoothies in der Regel fehlen.

 

Was unterscheidet fertige Smoothies von selbstgemachten?

Bei einem Fertig-Smoothie wird die gesamte Frucht püriert, allerdings ohne Schale und Kerne. Um ihn trinkbarer und sämiger zu machen, wird meist zuckerhaltiger Fruchtsaft beigemischt. Außerdem gehen beim industriellen Verarbeitungsprozess wichtige Mineral- und Ballaststoffe sowie Vitamine verloren. Der selbstgemachte Smoothie dagegen enthält meist Schalen und Kerngehäuse und wird nicht erhitzt, sondern in der Regel sofort frisch getrunken.

 

Wenn es denn schon ein gekaufter Smoothie sein muss, worauf sollte man achten?

Hier lohnt sich immer ein Blick auf die Inhaltsangaben: Er sollte mindestens zu 50 Prozent aus der kompletten Frucht bestehen. Zugesetzter Zucker hat in einem Smoothie nichts zu suchen. Britische Wissenschaftler haben vor einigen Jahren in fertigen Smoothies mehr Zucker entdeckt als in einer Cola: 26 Gramm in 200 Millilitern. Das entspricht in etwa acht Zuckerwürfeln.

 

Also Smoothies nach Möglichkeit selber machen?

Unbedingt! Mit frischem Obst und Gemüse – aber auch Kräutern – lassen sich leckere und gesunde Mischungen herstellen, die zudem frei von Zusatzstoffen oder zu viel Zucker sind. Seien Sie mutig und kombinieren Sie bewusst verschiedene Gemüse mit Obstsorten, beispielsweise Rote Bete mit Brombeeren und Heidelbeeren, etwas Zitrone und Honig. Die Früchte dürfen auch tiefgekühlt sein. Eine Knolle Rote Bete enthält eine Menge Kalzium, Phosphor, Kalium, Magnesium, Eisen Vitamin B und C sowie Folsäure ‒ ideal, um Erkältung und Grippe keine Chance zu geben.

 

Foto KKH-Ernährungsexpertin Dr. Anja Luci

 

Quelle (Text & Bild): Patricia Denkmann – KKH Kaufmännische Krankenkasse

 

 

Bericht : brilon-totallokal.de - Ihr Nachrichtenmagazin aus Brilon

brilon-totallokal.de
Print Friendly, PDF & Email

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen