Kreis Paderborn fördert die Anpflanzung von Obstbäumen, Hecken und heimischen Laubbäumen in der freien Landschaft

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Wirksamer Schutz vor Bodenerosion und sind darüber hinaus ein wertvoller Lebensraum für viele Tier- und Pflanzenarten

 

Kreis Paderborn (krpb). Hecken und Feldgehölze sind ein wichtiger Bestandteil unserer Kulturlandschaft. Sie gliedern und bereichern das Landschaftsbild, regulieren das Mikroklima, reduzieren die Windgeschwindigkeit, bieten einen wirksamen Schutz vor Bodenerosion und sind darüber hinaus ein wertvoller Lebensraum für viele Tier- und Pflanzenarten. Die Baumhöhlen alter Obstbäume dienen Steinkauz, Star und Wendehals als Brutstätte und auch zahlreiche Kleinsäuger wie Haselmaus und Siebenschläfer finden hier ihr Zuhause. „Und auch Streuobstwiesen sind Hotspots der Biodiversität. Sie bieten rund 5.000 Tier- und Pflanzenarten einen Lebensraum“, erklärt Tanja Hochwald vom Amt für Umwelt, Natur und Klimaschutz des Kreises Paderborn. Doch all diese Biotopelemente verschwinden mehr und mehr im Landschaftsbild und der Bestand vieler heimischer Vogel- und Insektenarten ist stark bedroht.

 

Der Kreis Paderborn möchte gegensteuern und hat deshalb bereits im vergangenen Jahr die Anpflanzungen von Hecken und Obstbäumen in der freien Landschaft durch Privatpersonen gefördert. „Das Projekt stieß wortwörtlich auf fruchtbaren Boden“, freut sich Hochwald. Insgesamt wurden rund 220 Bäume und 1.200 Heckenpflanzen gepflanzt. Weshalb dieser Anreiz auch in diesem Jahr gerne wiederholt werde.

 

Wer plant, hochstämmige Obstbäume, artenreiche Wildhecken oder einzelne großkronige, heimische Laubbäume in der freien Landschaft zu pflanzen, kann sich beim Kreis Paderborn melden und erhält somit die Chance auf finanzielle Unterstützung. „Wichtig dabei ist, dass nur heimische Gehölzarten gepflanzt werden dürfen, um eine Florenverfälschung zu verhindern“, erklärt Hochwald. Für die Anlage oder Ergänzung von Streuobstwiesen sollten bevorzugt alte und regionale Kultursorten verwendet werden, wie zum Beispiel das Paderborner Seidenhemdchen oder der Bürener Zitronenapfel. Zu beachten ist, dass bei Neuanlage einer Streuobstwiese mindestens zehn Obstbäume gepflanzt werden müssen und sich die Obstwiese außerhalb der bebauten Ortsbereiche befinden muss. Ergänzungspflanzungen in bestehenden Streuobstwiesen sind auch bei geringerer Anzahl möglich.

 

Es werden keine Anpflanzungen finanziert, für die es bereits anderweitige Verpflichtungen, z.B. im Rahmen von Kompensationsmaßnahmen, gibt.

 

Der richtige Zeitpunkt, um Gehölze zu pflanzen, ist im Herbst und im zeitigen Frühjahr. Der Kreis Paderborn stellt die finanziellen Mittel zur Verfügung, Pflanzung und Pflegemaßnahmen müssen eigenständig erfolgen.

 

Auskünfte zur Förderung und Beratung zum Thema Obstbäume, Hecken und Laubbäume erteilen Tanja Hochwald (Tel.: 05251 308-6656, E-Mail: [email protected]) und Hanna Schmitz (Tel.: 05251 308-6659, E-Mail: [email protected]) vom Amt für Umwelt, Natur und Klimaschutz des Kreises Paderborn.

 

 

Bildunterzeile: Der Kreis Paderborn fördert die Anpflanzungen von Hecken und Obstbäumen in der freien Landschaft durch Privatpersonen

Quelle: Frau Laven, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Paderborn

Fotocredits: © Tanja Hochwald

 

 

 

 

 

 

Bericht : brilon-totallokal.de - Ihr Nachrichtenmagazin aus Brilon

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