Seitenwechsel: Handwerk statt Politik. Autotür lackieren oder eine Schweißnaht ziehen sind keine alltäglichen Übungen im Politikbetrieb

Landtagsabgeordnete und Ausbildungsbotschafter im Wettstreit – Auszubildende und Betriebe für ihr Engagement ausgezeichnet

Eine Autotür lackieren oder eine Schweißnaht ziehen – wenn auch „nur“ mit dem Simulator – sind keine alltäglichen Übungen im Politikbetrieb. Diesen und anderen Herausforderungen stellten sich jetzt vier Landtagsabgeordnete aus dem Kammerbezirk gemeinsam mit Ausbildungsbotschaftern im Rahmen einer Handwerks-Challenge im Berufsbildungszentrum der Handwerkskammer (HwK) Südwestfalen.

Bei der Veranstaltung wurden 40 Ausbildungsbotschafterinnen und Ausbildungsbotschafter, die durch ihre Arbeit in den Schulen zur Nachwuchsgewinnung und Sicherung von Fachkräften im Handwerk beitragen, geehrt.

Bei der Handwerks-Challenge traten die Landtagsabgeordneten Angela Freimuth (FDP, Märkischer Kreis), Matthias Kerkhoff (CDU, Hochsauerlandkreis), Christin-Marie Stamm (SPD, Kreis Olpe) sowie Anke Fuchs-Dreisbach (CDU, Siegen-Wittgenstein) in vier unterschiedlichen Disziplinen gegeneinander an. Sie konnten ihr handwerkliches Geschick jeweils etwa 20 Minuten lang am Lackiersimulator, beim Bau eines Vogelhauses, am Schweißsimulator und als Baggerfahrer unter Beweis stellen. Dabei wurden sie in ihrem Team von vier Ausbildungsbotschaftern unterstützt.

Hauptgeschäftsführer Hendrik Schmitt betonte bei der Siegerehrung, dass die Ausbildungsbotschafter für ihn eine Herzensangelegenheit seien: „Wenn Sie nicht in die Schulen gehen würden, wenn Sie nicht für das Handwerk werben würden, hätten wir ein Problem!“

Das Team um Landtagsabgeordnete Angela Freimuth gewann die Handwerks-Challenge und erhielt eine Ehrenurkunde sowie einen Scheck über 500 Euro für das Ehrenamt in der Region. Alle anderen Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Challenge bekamen eine Siegerurkunde und ein Präsent.

HwK-Vizepräsident Michael Neuhaus dankte den Anwesenden für ihre Teilnahme. Er betonte gegenüber den Ausbildungsbotschaftern und ihren Betrieben den besonderen Wert einer Ausbildung im Handwerk: „Mit einer Ausbildung stehst du niemals auf der Straße!“

In einer Talkrunde mit dem stellvertretenden HwK-Hauptgeschäftsführer Fabian Bräutigam sprachen die Politiker über die Bedeutung der Ausbildung im Handwerk. Angela Freimuth hob hervor, dass eine Ausbildung im Handwerk jungen Leuten eine sichere Perspektive biete und dass das Handwerk durch Künstliche Intelligenz sicher nicht ersetzt werde.

Matthias Kerkhoff betonte den Vorteil der Ausbildungsbotschafter, die Schülerinnen und Schülern auf Augenhöhe begegnen zu können. Anke Fuchs-Dreisbach, selbst gelernte Schornsteinfegerin, lobte das Engagement der Ausbildungsbotschafterinnen und -botschafter. Das Handwerk sei unverzichtbar, um die Herausforderungen der Zukunft meistern zu können. Christin-Marie Stamm, die besonders Spaß am Lackieren hatte, appellierte an die Ausbildungsbotschafter: „Hey, bleibt dran!“

90 Ausbildungsbotschafter werben zurzeit bei Schuleinsätzen und auf Messen für eine Ausbildung im Handwerk, 40 junge Frauen und Männer kamen zur Urkundenverleihung nach Arnsberg. Ihnen und ihren Ausbildungsbetrieben dankte die Handwerkskammer für ihr Engagement. Mit Erfolg verkünden sie auch weiterhin ihre Botschaft „Komm ins Handwerk“.

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Quelle: Thomas Sommer, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Fotocredits:©Handwerkskammer Südwestfalen

 

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