Grünes Licht für Gaskraftwerke mit einer Leistung von 12 Gigawatt
Das BMWE (Bundeswirtschaftsministerium) hat mit der Europäischen Kommission eine Einigung für zukünftige Kraftwerke zur Stromerzeugung erzielt. Dringend notwendig sind Maßnahmen zur Absicherung der Stromversorgung in Deutschland wenn der Wind nicht weht und die Sonne nicht scheint. Diese neuen Kraftwerke müssen die stark schwankende Erzeugung der Erneuerbaren Energien ausgleichen, d.h. mal die Nennleistung und mal eine sehr niedrige Leistung erzeugen! Ein Beispiel für eine niedrige EE-Erzeugung sind die Tage 3., 4. und 5 Dezember 2025.
Die Einigung befasst sich mit der Strategie für den Zubau steuerbarer Kapazität und damit für die Absicherung der Grundversorgung mit Strom in Deutschland.
Bundesministerin Katherina Reiche:
„Die Verständigung zur Kraftwerksstrategie ist ein entscheidender Schritt für die Versorgungssicherheit in Deutschland. Die kurzfristigen Ausschreibungen über zwölf Gigawatt Leistung schaffen die Grundlage für eine gesicherte Stromversorgung in Deutschland und damit für die Wettbewerbsfähigkeit unserer Industrie. So sichern wir die Versorgungssicherheit und die Einhaltung unserer Klimaschutzziele gleichermaßen.“
(Auszug)
Im ersten Schritt werden in diesem Jahr 12 Gigawatt (GW) neue, steuerbare Kapazität ausgeschrieben. Aus Gründen der Vorsorgungssicherheit über einen längeren Zeitraum sollen z.B. – aber nichtig ausschließlich – moderne und hocheffiziente Gaskraftwerke spätestens im Jahr 2031 ihren Betrieb aufnehmen.
Sämtliche Kraftwerke, die im Rahmen der Kraftwerksstrategie gebaut werden, werden wasserstofffähig sein und spätestens bis zum Jahr 2045 die Erzeugung vollständig dekarbonisieren. Um den Kraftwerkspark gezielt weiter zu dekarbonisieren, sollen zusätzliche Maßnahmen einen vorzeitigen Umstieg auf Wasserstoff anreizen, so dass 2 GW Kraftwerksleistung bereits 2040 und weitere 2 GW Kraftwerksleistung bereits 2043 auf Wasserstoff umgestellt werden. Dazu wird Deutschland einen Rechtsrahmen schaffen, so dass ab 2027 auch Ausschreibungen für die vorzeitige Dekarbonisierung, die u.a. Differenzverträge für die zusätzlichen Brennstoffkosten bei einer vorzeitigen Umstellung auf Wasserstoff vorsehen. Zugleich soll das deutsche Ziel der Klimaneutralität in 2045 erreicht werden. Der gesetzlich verankerte Kohleausstieg bis spätestens 2038 soll abgesichert werden.
Das Beihilfeverfahren (Milliardenschwere staatliche Förderung) ist mit dieser Grundsatzeinigung zu den Eckpunkten noch nicht abgeschlossen. Die Kraftwerksstrategie muss nach Vorlage des Gesetzentwurfs noch abschließend von der Europäischen Kommission beihilferechtlich genehmigt werden. Hier besteht noch Diskussionsbedarf.
Da die Kraftwerke vor allen genutzt werden um Schwankungen auszugleichen, ist es schwer, sie profitabel zu führen. Auch der Bau diese neuen Kraftwerke ergibt wieder einen riesigen Flächen-, Energie- und Rohstoffverbrauch. Milliardenschwere Investitionen sind in der Zukunft notwendig.
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Quelle: Dieter Frigger, Brilon / Daten BMWE
Bild : Hochspannungsleitungen bei Brilon
Fotocredit: Dieter Frigger, Brilon
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Nachtrag; Seit 1905 ist die Stadt Brilon und sind die Bürger eng mit der Elektrizität verbunden.
- 1905 1. Elektrizitätswerk Brilon
- 1921/1950 Dominit Grubenlampen, Transformatoren und Kondensatoren
- 1927 Hoppecke Batterien
- 1980 IEB Stromversorgungen
- 2005 Dominit-Kondensatoren in Brilon-Wald
- und viele weitere Hersteller.



