Änderung des Flächennutzungsplans “Wohnen und Ferienwohnen” /Bebauungsplan Brilon-Wald Nr. 4 “Sondergebiet Wohnen und Ferienwohnen”. Ablehnung durch die CDU-Fraktion gegen den klaren Willen der Bürgerschaft
Mit dem Bebauungsplan „Brilon-Wald Nr. 4 “Sondergebiet Wohnen und Ferienwohnen” liegt ein ausgewogener und breit getragener Konzeptentwurf zur zukünftigen Entwicklung des Ortes vor. Ziel ist es, Brilon-Wald als lebendigen Wohnort zu erhalten und zugleich eine begrenzte, verantwortungsvolle touristische Nutzung zu ermöglichen.
Kern des Bebauungsplans ist eine verbindliche 50/50-Regelung:
In jedem Gebäude im Plangebiet sollen mindestens 50 Prozent der Nutzung dauerhaftem Wohnen dienen. Bis zu 50 Prozent dürfen für touristische Zwecke, etwa als Ferienwohnungen, genutzt werden – mehr jedoch nicht. Dabei ist ausdrücklich vorgesehen, dass die dauerhafte Nutzung flexibel gestaltet werden kann: durch Eigennutzung, durch feste Vermietung, durch gewerbliche Nutzung oder andere Formen dauerhafter Präsenz. Entscheidend ist allein, dass die Häuser überwiegend dem dauerhaften Leben im Ort dienen. So soll auch den jungen Brilon-Waldern die Möglichkeit gegeben werden im Ort zu bleiben. In den letzten 20 Jahren mussten viele junge Familien den Ort verlassen, da kein Wohnraum zur Verfügung stand.
Ein Teilbereich zwischen dem Schlosshotel und dem Lindenhof, der bereits heute touristisch geprägt ist, wird bewusst ausgenommen. In diesem Bereich soll auch künftig eine ausschließlich touristische Entwicklung möglich bleiben. Damit wird bestehenden Strukturen Rechnung getragen. Ebenso bleibt das Landhotel Menke von dieser Regelung unberührt.
Besonders hervorzuheben ist der demokratische Entstehungsprozess dieses Bebauungsplans. In zwei zuvor angekündigten Bürgerversammlungen wurde das Konzept ausführlich vorgestellt, diskutiert und weiterentwickelt. Die anwesenden Bürgerinnen und Bürger sprachen sich dabei mit nahezu einhelliger Mehrheit für die vorgeschlagene Regelung aus. Der Wunsch nach klaren Leitplanken für die Entwicklung des Ortes und nach dem Schutz des dauerhaften Wohnens war unüberhörbar.
Umso größer ist nun die Irritation vieler Dorfbewohner über die Ablehnung des Konzeptentwurfs durch die CDU- Fraktion.
Aus Sicht zahlreicher Einwohner stellt diese Entscheidung ein bewusstes Ignorieren des klar geäußerten Bürgerwillens dar. Statt die Ergebnisse eines transparenten Beteiligungsverfahrens zu respektieren, wird ein Konzeptentwurf blockiert, der breite Zustimmung im Ort gefunden hat.
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Quelle: SPD-Fraktionsgeschäftsführerin Carla Herrmann / Ariane Drilling / Hubertus Weber
Fotocredit: Symbolbild, Firefly, Gemini Flash, Ferienwohnungen, Änderung des Flächennutzung, 151135 / Brisystem KI



