„Das Projekt ist ein Ass“. Gemeinschaft bewegt: Sport-Angebot des Rotary-Clubs findet an den drei Briloner Förderschulen großen Zuspruch

„Das Projekt ist ein Ass“. Gemeinschaft bewegt: Sport-Angebot des Rotary-Clubs findet an den drei Briloner Förderschulen großen Zuspruch

Brilon. Dietmar Aniol, Vorsitzender des TC 07 Brilon, bringt es im bekannten Tennis-Jargon auf den Punkt: „Das Projekt ist ein Ass!“ In der Tat: Mehr als 80 Mädchen und Jungen der drei Briloner Förderschulen haben im ersten Halbjahr an dem vom Rotary Club Brilon-Marsberg finanziell und von örtlichen Sportvereinen praktisch gestemmten Projekt „Gemeinschaft bewegt“ teilgenommen. Und auch im zweiten Halbjahr bereichern diese AGs den Schulalltag an Roman-Herzog-, Franziskus- und Georg-Friedrich-Daumer-Schule. Das ermöglichten in erster Linie der Erlös des Rotary-Weihnachtsmarkts im Gartencenter Meckelburg, eine großzügige Spende der Fa. Hoppecke und weitere über die Briloner Interessenvertretung für Menschen mit Behinderung (BIV) zweckgebundene Privatspenden. Damit das laufende Projekt weiterfinanziert werden kann . und gegebenenfalls sogar nach den Sommerferien fortgesetzt werden kann – haben die Rotarier bei der Volksbank Brilon ein Crowd-Funding gestartet, bei dem jeder einen kleinen Betrag beisteuern kann. 

Mit Crowd-Funding Projekt weiterhin ermöglichen

Das Angebot findet an den drei Schulen großen Zuspruch: „Es gibt viel mehr Anfragen für Kurse als wir möglich machen können“, so Björn Besting, Leiter der Franziskusschule. Vor allem Bogenschießen und Tennis seien an seiner Schule die Renner, denn: „Damit kommen unsere Schülerinnen und Schüler sonst ja eher nicht in Berührung.“ Für Ralf Krolla, Leiter der Georg-Friedrich-Daumer-Schule, wäre es wünschenswert, wenn sich bei ihm noch Vereine oder Trainer melden würden, die den Mädchen und Jungen im Grundschulalter Yoga oder Tanzen beibringen könnte, damit – so Krolla – auch „unsere Jüngsten von diesem großartigen Projekt profitieren können“.

Trainerin: Kinder verlieren Angst und öffnen sich

Die Projektpartner aus den örtlichen Vereinen sind von der Aktion ganz angetan. Für Jutta und Klaus Becker von den Sauerländer Bogenschützen, die sich für das Schulprojekt neue Spiele ausgedacht haben, war es Woche für Woche eine Freude, zu sehen, wie sich die Mädchen und Jungen beim Umgang mit Pfeil und Bogen „zunehmend entspannen, Angst verlieren und sich körperlich und mental öffnen.“

Bürgermeister Dr. Bartsch Schirmherr

Bei einem großen zweitägigen Sportfest hatte Brilons Bürgermeister Dr. Christof Bartsch als Schirmherr im Sommer den Startschuss für das Projekt gegeben. Neben dem Rotary-Club und seiner Schwesterorganisation Inner Wheel und der BIV waren in der ersten Projektphase zahlreiche Sponsoren aus der heimischen Wirtschaft mit im Boot – Gemeinschaft bewegt eben etwas. Neben Tennis und Bogenschießen können die Mädchen und Jungen zum Beispiel auch bei Judo, Yoga, Kickboxen oder HipHop-Dance reinschnuppern, und auch die Briloner Eselschule ist mit von der Partie.

Crowd-Funding läuft bis 9. März – Jeder Euro zählt

Für Claudia Artz ist das Engagement an den Förderschulen ein „Herzensprojekt“. Damit das Angebot fortgesetzt werden kann, bittet sie um Unterstützung über das Crowd-Funding. Für jede Spende bis zu einer Höhe von 25 Euro legt die Volksbank den gleichen Betrag dazu. Auf diese Weise sollen insgesamt 4000 Euro zusammenkommen. Das würde einen Teil der Projektkosten auffangen – und da muss noch was gehen! Die Zeit drängt dabei nämlich etwas. Denn das Spendenziel muss bis 9. März erreicht sein, ansonsten scheitert das Crowd-Funding und die Volksbank überweist den Spendern das Geld zurück und das Schulprojekt geht leer aus.

Sport, Spiel und Bewegung als „Lernmotor“

Das fänden alle Projektbeteiligten allerdings schade, denn: „Sport, Spiel und Bewegung wirken auch wie ein Lernmotor, der die motorische und kognitive Entwicklung der Kinder nachhaltig beeinflusst“, so die Schulleitungen der drei Förderschulen, zu denen neben Björn Besting und Ralf Krolla auch Kirsten Besting von der Roman-Herzog-Schule gehört: „Was wollen wir mehr, wenn die Schülerinnen und Schüler dann auch noch soviel Spaß bei der Sache haben?“

Infos zu dem Crowd-Funding-Projekt des Rotary-Clubs zugunsten der drei Förderschulen gibt es auf der Homepage www.viele-schaffen-mehr.de“ der Volksbank OWL

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Quelle: Jürgen Hendrichs / Rotary Club Brilon-Marsberg

Bildzeile zu Foto RC Brilon-Marsberg: Möchten das Sport-Projekt auch nach den Sommerferien fortsetzen: Mitglieder des Rotary-Vorstandes zogen mit den drei Schulleitungen jetzt Zwischenbilanz. Von links: vorne Claudia Artz und Kirsten Besting, hinten Ruven Meckelburg, RC-Präsident Dr. Jochen Schmidt, Björn Kersting und Ralf Krolla.

Fotocredit: RC

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