Bewegung hilft: Rund 140.800 Ausfalltage wegen Rückenschmerzen im Hochsauerlandkreis – AOK zum Tag der Rückengesundheit
Die Ausfalltage wegen Rückenbeschwerden sind im Hochsauerlandkreis weiterhin auf einem hohen Niveau. Das geht aus einer aktuellen Auswertung der AOK NordWest hervor. Danach verursachten Rückenschmerzen im Jahr 2025 allein bei den Versicherten der AOK NordWest im Hochsauerlandkreis insgesamt 140.784 Fehltage. „Rückenbeschwerden gehören zu den größten Gesundheitsproblemen. Sie schränken die Lebensqualität vieler Menschen stark ein. Um Rückenschmerzen vorzubeugen, hilft nachweislich regelmäßige körperliche Aktivität“, sagt AOK-Serviceregionsleiter Dirk Schneider anlässlich des bundesweiten Tages der Rückengesundheit am 15. März.
Mehr als ein Drittel der Bevölkerung in ärztlicher Behandlung
Etwa 91.600 Menschen im Hochsauerlandkreis befinden sich wegen Rückenschmerzen in ärztlicher Behandlung, das entspricht 34,5 Prozent und ist damit mehr als ein Drittel der Bevölkerung. Die Krankheitshäufigkeit steigt in Westfalen-Lippe mit zunehmendem Alter deutlich an. In fast allen Altersgruppen sind Frauen stärker betroffen als Männer.
Risikofaktoren für Rückenschmerzen
Neben dem Alter sind verschiedene Risikofaktoren für die Entstehung oder Chronifizierung von unspezifischen Rückenschmerzen bekannt. Dazu zählen nach den Ausführungen der ‚Nationalen VersorgungsLeitlinie (NVL) Nicht-spezifischer Kreuzschmerz‘ oft auch psychosoziale Faktoren wie Depressionen, Stress oder ausgeprägtes Schonverhalten bei Schmerzen. Aber auch arbeitsplatzbezogene Faktoren wie starke körperliche Belastung, einseitige Körperhaltung, Unzufriedenheit am Arbeitsplatz, Konflikte oder Mobbing gehören dazu. Weitere Risikofaktoren sind Rauchen, geringe körperliche Kondition, Alkoholkonsum und auch Übergewicht.
Mit Bewegung Rückenschmerzen vorbeugen
Langes Sitzen in gleicher Position und andere ungünstige Arbeitsplatzverhältnisse sowie dauerhaft schwere körperliche Belastungen beanspruchen den Rücken massiv. „Bei vielen Menschen besteht der erste Reflex bei Rückenschmerzen darin, sich ins Bett zu legen und darauf zu warten, dass es wieder besser wird. Doch eine derartige Schonung schwächt in vielen Fällen die Muskeln nur noch weiter und die Patientinnen und Patienten geraten leicht in einen Teufelskreis aus Schmerz, Verspannung und Schonhaltung“, so Schneider. Die beste und effektivste Präventionsmaßnahme gegen Rückenschmerzen ist deshalb regelmäßige körperliche Aktivität. Sie beugt nachweislich der Entstehung und Chronifizierung von Rückenschmerzen vor.
Niedrigschwellige Trainingskonzepte
Die AOK NordWest hilft im Rahmen ihrer Kampagne „Gesunder Rücken – stark fürs Leben“ mit dem ‚AOK-Rückentrainer‘. In einem sechswöchigen Programm mit jeweils zwei Trainingstagen je Woche werden Interessierten verschiedene Übungen per Video gezeigt, die sich einfach und ohne Hilfsmittel in den Alltag integrieren lassen. Die Trainingseinheiten stehen auch Nicht-Versicherten kostenlos im Internet unter aok.de/rueckentrainer zur Verfügung. Darüber hinaus unterstützt die AOK NordWest ihre Versicherten mit zahlreichen weiteren Angeboten wie die individuelle Bewegungsberatung und Kursangebote online oder in Präsenz vor Ort. Mehr Informationen dazu unter aok.de/pk/gesundheitskurse im Internet.
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Quelle: Birte Jansen, Spezialistin Presse Serviceregion, AOK NordWest. Die Gesundheitskasse.
Bild: Im Hochsauerlandkreis sind mehr als ein Drittel der Bevölkerung wegen Rückenschmerzen in ärztlicher Behandlung.
Fotocredit: AOK/Colourbox/hfr.



