Winterberg lädt zur Saisonentscheidung – Weltcup-Finale, Kristallkugel-Jagd und Werbung für Olympia in NRW

Winterberg lädt zur Saisonentscheidung – Weltcup-Finale, Kristallkugel-Jagd und Werbung für Olympia in NRW

Deutsche Raceboarder, Funktionäre sowie Vertreter der Stadt und Winterberg Touristik schwärmen bei der Pressekonferenz von der besonderen Atmosphäre in Winterberg

Winterberg. Elf Jahre nach der Geburtsstunde einer Erfolgsidee ist aus dem Wagnis eine ganz besondere Tradition geworden: Beim VISA FIS Snowboard-Weltcup presented by Würth Modyf am 21. und 22. März 2026 verwandelt sich der Poppenberg erneut zur Bühne der Weltspitze. Bei der Pressekonferenz am Freitag direkt am Poppenberghang im Skiliftkarussell Winterberg präsentierten Bürgermeister Michael Beckmann, Vertreterinnen und Vertreter der Winterberg Touristik und Wirtschaft GmbH, die deutschen Topstars Ramona Hofmeister und Stefan Baumeister sowie Snowboard Germany-Präsident Professor Michael Hölz das bevorstehende Finale. Alle schwärmten von der besonderen Atmosphäre und den idealen Bedingungen. 

Zudem nutzte Winterbergs Bürgermeister Michael Beckmann die Gelegenheit und sendete dabei ein deutliches Signal weit über den Sport hinaus: Winterberg will mit dem Heim-Weltcup kräftig für die aktuelle Olympia-Bewerbung Nordrhein-Westfalens für die olympischen Sommerspiele trommeln. Nur vier Wochen nach dem Ende der Winterspiele in Mailand und Cortina ist das Hochsauerland der letzte große Schauplatz der Weltcup-Saison 2025/26 – bei freiem Eintritt für alle Zuschauer.

Eine Idee, die trägt – seit 2015

Es war eine Idee, die angesichts des gewaltigen Aufwands im Jahr 2015 auch hätte scheitern können. Doch sie hat gehalten – und wie. „Wir erinnern uns gut an 2015, als wir die Idee hatten, etwas zu machen, was man dem deutschen Mittelgebirge nicht zugetraut hat: einen alpinen Weltcup zu veranstalten. Heute können wir sagen. Es hat super funktioniert. Mein Dank gilt allen, die an dieser Erfolgsgeschichte heute und in der Vergangenheit mitgeschrieben haben“, sagte Bürgermeister Michael Beckmann. „Wir freuen uns, dass der Weltcup-Zirkus mit Snowboard Germany an der Spitze immer wiederkommt. Dank der Unterstützung der WTW, der vielen freiwilligen Helfer und des Skiliftkarussells können wir einen guten Rahmen bieten.“ Was damals mit Überzeugung und einem langen Atem begann, ist heute ein fester Anker im internationalen Rennkalender – und ein Gemeinschaftsprojekt, das weit in die Bevölkerung hineinreicht.

Atmosphäre, Gastfreundschaft und ein Vermächtnis

Dass Winterberg im Weltcup-Zirkus nicht nur als Austragungsort, sondern als Lieblingsort gilt, betonte Professor Michael Hölz eindrücklich: „Hier fühlen sich alle Nationen sehr wohl. Es herrscht eine herzliche Atmosphäre mit toller Gastfreundschaft und einer guten sportlichen Perspektive.“ Die Piste biete dank der optimalen Vorbereitung insbesondere durch Florian Leber und sein Team optimale Voraussetzungen für Spitzensport, so Hölz weiter. Doch das Finale hat für sie noch eine zusätzliche Dimension: „Es ist ein besonderes Prädikat, das Finale hier in Winterberg als Heim-Weltcup auszurichten. Wir erfüllen dieses Prädikat jedes Jahr neu.“ Der Verbands-Präsident erinnerte in seinen Worten auch an die Winterberger Snowboard-Legende Rolf Dickel, die im vergangenen Jahr verstorben ist. „Wir werden ihn als Mensch und Motor des Weltcups nie vergessen.“ Ausdrücklich dankte Hölz den Medien für die gute Kooperation sowie allen Partnern, die das Event tragen. Beim Heim-Weltcup sei besonders die Präsentation der deutschen Topstars entscheidend: „Ramona und Stefan sind das Gesicht dieses Events – ihre Präsenz beim Heim-Weltcup ist enorm wichtig.“

Ramona Hofmeister

Die Stars schwärmen vom Poppenberg

Stefan Baumeister, einer der erfolgreichsten deutschen Snowboarder der Gegenwart, brachte seine Zuneigung für den Austragungsort auf den Punkt: „Jedes Jahr gibt es richtig guten Schnee und eine gute Organisation. Es macht einfach Spaß, die Rennen hier zu fahren.“ Die technischen Anforderungen der Strecke kennt er inzwischen bestens: „Durch den flachen Hang braucht es eine runde Linie und Gefühl für den Schnee. Normalerweise sind das gute Bedingungen für mich, obwohl meine Slalomform aktuell nicht so gut ist.“

Auch Ramona Hofmeister, die in Winterberg bereits mehrfach auf dem Treppchen stand, ließ keinen Zweifel daran, warum sie dieses Rennen besonders schätzt: „Das Engagement der Helfer merkt man definitiv. Die Erfolge habe ich immer im Hinterkopf. Ich komme immer gerne hierher, die Bedingungen sind top.“ Und ihr Blick auf das Wochenende? „Ich bin super gerne hier und will die Rennen genießen – und ein Podiumsplatz wäre sehr gut.“

Über 200 Helferinnen und Helfer im Einsatz

Hinter dem glänzenden Weltcup-Auftritt steckt harte, oft unsichtbare Arbeit. Marius Tampier, verantwortlich für die Event-Organisation, verdeutlichte das Ausmaß: „Über 200 Helferinnen und Helfer sind im Einsatz. Wir mussten schweren Herzens sogar Helfern absagen. Wir möchten keinen einzigen von ihnen verlieren – es ist toll, wenn es so eine Resonanz gibt.“ Wie bei jedem großen Event stelle auch die Organisation in diesem Jahr die Verantwortlichen wieder vor neue Herausforderungen. Dieses Jahr sorge das frühlingshaft milde Wetter für besondere Bedingungen. Die späten Rennen am Nachmittag stellen die Piste vor natürliche Grenzen: „Die Piste wird weich. Da werden die Helfer am Hang viel tun müssen.“

Winterberg als internationale Wintersportdestination

Das Weltcup-Finale ist für die Winterberg Touristik und Wirtschaft GmbH weit mehr als ein sportliches Highlight – es ist ein Schaufenster für die gesamte Region. Tourismusförderin Michaela Grötecke machte die strategische Bedeutung des Events deutlich: „Winterberg als Destination bekannt zu machen und ein internationales Publikum anzusprechen – das ist unser Ziel. Wir sind sehr stolz darauf, dass eine solche Infrastruktur und hervorragende Pistenverhältnisse im Hochsauerlandkreis möglich sind. Winterberg präsentiert sich wieder von seiner besten Seite als herausragende Wintersport-Destination.“ Ihr Dank galt allen Helferinnen und Helfern sowie jedem Beteiligten, der dazu beiträgt, dass dieses Event Jahr für Jahr gelingt.

 

Weltcup als Taktgeber für Olympia in NRW

Bürgermeister Michael Beckmann ließ im Rahmen der Pressekonferenz keinen Zweifel an der politischen Botschaft des Weltcup-Finales: „NRW will sich für die olympischen Somerspiel an Rhein und Ruhr bewerben. Wir wollen mit dem Weltcup dieser Bewerbung richtig Schwung geben. Sport ist die DNA in Nordrhein-Westfalen und Winterberg. Mit dem Weltcup werden wir kräftig die Trommel rühren für die aktuellen Bürgerentscheide in den potentiellen Austragungsorten an Rhein und Ruhr. Olympia in NRW – hier gehört es hin.“ Michael Hölz unterstrich diesen Anspruch: „NRW und Winterberg sind sehr sportaffin unterwegs. Wir nehmen jede Gelegenheit wahr, das zu zeigen.“

Einen Weltcup unmittelbar nach Olympia auszurichten, verschafft dem Event dabei maximale mediale Strahlkraft: Die frischgebackenen Olympia-Helden sind in Winterberg zum Greifen nah.

Das Programm am Weltcup-Wochenende

Am Samstag, 21. März, stehen die Einzelkonkurrenzen auf dem Programm. Die Qualifikation läuft von 10 bis 12 Uhr, die Finals folgen von 14.30 bis 15.45 Uhr. Danach verwandelt sich die Location in eine Party-Bühne mit den Top-Acts Fire Squad und DJ Domy Berger. Für den Sonntag, 22. März, steht ab 13 Uhr der Mixed-Teamwettbewerb auf dem Plan – mit Qualifikation und Finals am Stück sowie den Siegerehrungen direkt im Anschluss.

Kostenlose Shuttle-Busse pendeln ab Kirmesplatz Winterberg (via Bahnhof) zum Poppenberg

  • Samstag: Hinfahrten 9.30, 13.30, 16.15 und 19 Uhr – Rückfahrten 16.30, 19.15, 21 und 0.15 Uhr
  • Sonntag: Hinfahrten 13 und 14 Uhr – Rückfahrten 16.45 und 18 Uhr.

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Quelle: Redaktionsbüro Textzeit | Ralf Hermann | 59955 Winterberg |

Bild im Titel: Im Zielhang sowie an und „bei Möppi“ herrschte eine ausgezeichnete Stimmung beim VISA FIS Snowboard-Weltcup 2025. Dies wird auch in diesem Jahr beim Weltcup-Finale so sein.
Fotocredit: © stephanpetersdesign.de

Bild im Bericht: Hochkonzentriert glänzte Ramona Hofmeister beim VISA FIS Snowboard-Weltcup 2025 in Winterberg und kämpfte sich bis ins Finale. Am Ende stand ein fantastischer 2. Platz für die beste deutsche Raceboarderin, die auch in diesem Jahr das Podest anpeilen wird.
Fotocredit: © Miha Matavz/FIS

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