Große Ideen aus kleinem Mund: Bürgermeister Beckmann zu Gast im Schülerparlament der Grundschule Winterberg. Von Klettergerüsten bis Klassenraumgestaltung – die Schülerinnen und Schüler der Grundschule Winterberg wissen genau, was sie sich wünschen
Wer als Bürgermeister wissen will, was in seiner Stadt wirklich gebraucht wird, sollte manchmal einfach zuhören. Michael Beckmann hat genau das getan – und dabei festgestellt, dass die vielleicht ehrlichsten und direktesten Rückmeldungen nicht im Ratssaal kommen, sondern aus dem Schülerparlament der Grundschule Winterberg. Bei seinem Besuch im Februar hatten die Schülerinnen und Schüler eine ganze Tagesordnung parat: von den Auswirkungen der laufenden Baumaßnahmen über Zustände auf den Schultoiletten bis hin zu einer detaillierten Wunschliste für den Schulhof.
Baustelle auf dem Schulhof – und im Treppenhaus
Den Anfang machten die Schülerinnen und Schüler mit einem Thema, das ihren Alltag seit mittlerweile fast einem Jahr spürbar belastet auch wenn das Eine oder Andere mittlerweile erledigt ist: die laufenden Baumaßnahmen an der Schule. Das Gerüst im Treppenhaus hatte es enggemacht, berichteten die Kinder – es sei zu Rangeleien gekommen, weil der Platz fehle. Die Lautstärke auf dem Bau beeinträchtige den Unterricht oft erheblich und störe beim konzentrierten Arbeiten in den Klassen. Besonders schmerzlich: Die Außenspielflächen sind durch das Gerüst um die Schule stark eingeschränkt und das neu angeschaffte Klettergerüst ist wegen der Bauarbeiten nicht zugänglich.
Beckmann hörte aufmerksam zu und versprach, die Anmerkungen an die zuständigen Stellen weiterzuleiten. Die Baumaßnahmen seien notwendig, um die Schule langfristig zu verbessern – das haben die Kinder grundsätzlich auch verstanden. Aber ihr Alltag zähle dabei genauso.
Wünsche mit Hand und Fuß – und klarer Adresse
Besonders lebendig wurde die Sitzung beim nächsten Punkt: den Wünschen und Anregungen an den Bürgermeister. Die Liste der Schülerinnen und Schüler war lang und durchdacht – ein größeres Klettergerüst, ein Trampolin, Schaukeln und eine Wippe, ein Bolzplatz mit Kunstrasen, ein Basketballkorb, mehr Hüpfstangen oder eine Absperrung zum Spielbereich. Auch eine größere Spielehütte zur Aufbewahrung der Pausenspielgeräte sowie eine bessere akustische Kennzeichnung auf dem Schulhof standen auf der Liste.
Daneben sprachen die Kinder auch über die unbefriedigende Toilettensituation. Dieses betraf einerseits das Verhalten der Schülerinnen und Schüler auf den Schultoiletten. Aus Sicht des Schülerparlamentes müssen das die Schüler und Schülerinnen aber selbst und intern regeln. Das eingeführte Pausenknöllchen sei dabei ein wirksames Instrument. Andererseits beklagte sich das Schülerparlament auch über den Geruch auf und den Zustand der Toiletten insgesamt, hier wünschen sie sich eine bauliche Lösung durch den Schulträger.
„Ich freue mich immer, wenn ich in ein Schülerparlament eingeladen werde – und dieser Besuch war wieder ein Beleg dafür, warum. Mich beeindruckt, mit welcher Klarheit und Ernsthaftigkeit die Kinder ihre Anliegen formulieren. Ihre Perspektive ist für uns besonders wertvoll, denn sie sind es, die hier jeden Tag lernen, spielen und Gemeinschaft erleben. Deshalb nehme ich ihre Wünsche sehr ernst. Wir werden die angesprochenen Punkte sorgfältig prüfen und dort, wo es möglich ist, konkrete Verbesserungen auf den Weg bringen“, so Michael Beckmann, Bürgermeister der Stadt Winterberg
Das Schülerparlament der Grundschule Winterberg ist ein fester Bestandteil des Schullebens und gibt Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, aktiv an der Gestaltung ihrer Schule mitzuwirken. Die Stadt Winterberg unterstützt diese Form der frühen demokratischen Beteiligung ausdrücklich und geht einen Schritt weiter. Beim nächsten Mal nehmen dann gleich die Fach- und Betriebsleiter teil, die dann direkt auf die Fragen und Anregungen der Schülerinnen und Schüler eingehen können. „So übertragen wird das erfolgreiche Format der Dialoge vor Ort auf die Schülerparlamente an unseren Schulen,“ so Beckmann







