Peter Liese: „Wichtiger Schritt für den Schutz von Weidetieren“. Wolf „Milan“ darf entnommen werden …

Wolf „Milan“ darf entnommen werden – zahlreiche Nutztierrisse in unserer Region, insbesondere im Kreis Olpe. Peter Liese: „Wichtiger Schritt für den Schutz von Weidetieren“

Der Problemwolf „Milan“, der in den vergangenen Monaten für zahlreiche Nutztierrisse auch in unserer Region, vor allem im Kreis Olpe, verantwortlich gemacht wurde, darf entnommen werden. Die zuständigen Behörden haben die entsprechenden Voraussetzungen geschaffen. Für den südwestfälischen Europaabgeordneten Dr. Peter Liese ist dies eine wichtige Entscheidung, für die er sich seit Jahren eingesetzt hat.

Der Wolf „Milan“ mit der Kennung „GW1896m“ wird mit einer Vielzahl von Rissen im Kreis Olpe in Verbindung gebracht.

Zahlreiche Schafe und andere Nutztiere wurden getötet oder verletzt. Für die betroffenen Weidetierhalter bedeutet dies nicht nur wirtschaftliche Verluste, sondern oftmals auch eine erhebliche emotionale Belastung. Liese wurde von vielen Weidetierhaltern aus der Region auf die Problematik hingewiesen. „Der Wolf ist schon lange keine bedrohte Art mehr, sondern bedroht insbesondere Weidetiere. Wolfsrisse haben in den letzten Jahren stark zugenommen und unsere Landwirte mussten das bisher einfach hinnehmen, weil der Wolf in Deutschland nicht bejagt werden durfte. Es ist unser Ziel, diese naturnahe Form der Landwirtschaft zu erhalten.“ Viele Weidetierhalter investieren bereits große Summen und viel Arbeitszeit in Herdenschutzmaßnahmen. Dennoch lassen sich Angriffe nicht immer verhindern.

Liese hatte sich sowohl im Europäischen Parlament als auch gegenüber der Europäischen Kommission wiederholt für eine Anpassung der Wolfsregelungen eingesetzt. Hintergrund ist die starke Zunahme der Wolfspopulation. Während der Wolf vor einigen Jahrzehnten noch als stark gefährdet galt, haben sich die Bestände inzwischen deutlich erholt.

Wolf „Milan darf entnommen werden 1

„Die Europäische Kommission hat ihre Position längst geändert und anerkannt, dass die Wolfsbestände in vielen Regionen Europas ein Niveau erreicht haben, das ein differenzierteres Management erlaubt. Nun kommt es darauf an, diese Möglichkeiten auch konsequent zu nutzen“, so Liese.

Gerade für Südwestfalen hat das Thema eine besondere Bedeutung.

Die Region ist geprägt von Grünlandwirtschaft, Schafhaltung und zahlreichen Weidebetrieben. Diese Form der Landwirtschaft trägt wesentlich zum Erhalt der Kulturlandschaft, zur Artenvielfalt und zum Naturschutz bei. Viele wertvolle Biotope könnten ohne die Beweidung durch Schafe, Ziegen und andere Nutztiere nicht erhalten werden.

„Wenn Weidetierhalter aufgeben, verlieren wir nicht nur landwirtschaftliche Betriebe, sondern auch einen wichtigen Beitrag zum Natur- und Landschaftsschutz. Deshalb müssen wir die berechtigten Interessen der Tierhalter ernst nehmen“, betont Liese. Gleichzeitig spricht sich der Europaabgeordnete für einen ausgewogenen Umgang mit dem Wolf aus. Ziel sei nicht die Verdrängung der Art, sondern ein Management, das sowohl den Artenschutz als auch die Interessen der Menschen im ländlichen Raum berücksichtigt.

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Quelle: Dieter Berger, Europabüro Meschede

Bild: Auch die besten Schutzzäune reichen nicht, um die Weidetiere zu schützen, wenn die Wolfspopulation weiter zunimmt. Dies wurde dem heimischen Europaabgeordneten Dr. Peter Liese bei Besuchen landwirtschaftlicher Betriebe immer wieder deutlich gemacht.

Fotocredits:  Europabüro

 

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