Bürgermeister Dr. Christof Bartsch: Wohnraum für Auszubildende in Pflegeberufen in Brilon gesucht !
Schon seit Jahren zeichnet sich ab, dass bezahlbarer Wohnraum für Auszubildende in Brilon knapp ist. Das begehrte Wohnheim des Krankenhauses Maria-Hilf hat eine lange Warteliste und eine Entspannung der Situation ist nicht in Sicht. Erfreulicherweise steigt aktuell das Interesse an der hochwertigen Pflegeausbildung in Deutschland und somit die Bewerberzahlen. Viele Bewerbungen kommen inzwischen von international Interessierten, die den mutigen Schritt wagen, fern ihrer Heimat ein neues Leben aufzubauen. Gerade diese jungen Menschen benötigen zu Beginn Unterstützung – insbesondere bei der Wohnungssuche und der Integration vor Ort. Dies ist kein alleiniges Problem des Krankenhauses, als einer der größten Ausbildungsbetriebe in Brilon. Auch zahlreiche Pflegeeinrichtungen und Unternehmen in Brilon blicken mit Sorge in die Zukunft, weil dringend benötigte Fachkräfte fehlen.
Im Bildungszentrum für Gesundheitsberufe (BfG) des Krankenhauses lernen Auszubildende verschiedener Einrichtungen aus Brilon und Umgebung – darunter Einrichtungen der Caritas, des DRK oder Seniorenresidenz. Eines haben alle gemeinsam, sie könnten mehr Auszubildende einstellen, wenn genug Wohnraum da wäre. Ein echtes Dilemma, da natürlich jede einzelne Pflegefachkraft, egal bei welchem Träger in und um Brilon (Krankenhaus, Pflegeheim oder ambulante Pflege) dringend benötigt wird.
Alle Bewerber durchlaufen ein strukturiertes Bewerbungsverfahren, indem sie persönlich überzeugen, Schulabschlüsse bzw. Berufszeugnisse vorlegen, einen Sprachnachweis auf B2 Niveau nachweisen und einen Strafregisterauszug des Heimatlandes vorlegen müssen.
„Wir können hier für Brilon engagierte und motivierte Fachkräfte gewinnen, die wir herzlich willkommen heißen sollten und für alle einen Gewinn darstellen. Wenn wir weiter untätig bleiben, wird sich der bereits bestehende Personalmangel in den Pflegeeinrichtungen weiter verschärfen.“ lautet unisono der Appell der Schulleiterin des BfG gemeinsam mit der Krankenhausleitung Herrn Thiemann und dem Bürgermeister Herrn Dr. Bartsch.
Dr. Bartsch: „Aus meiner Zeit an einer Hochschule im ebenfalls ländlichen Münsterland kenne ich die erfolgreiche Praxis, dass ungenutzte Räume in privaten Wohnhäusern gegen Entgelt für die Unterbringung einzelner Studierender bereitgestellt werden. Das kann zu einem Win-Win-Modell werden, wenn die jungen Menschen gleichzeitig in kleinere Aufgaben rund um Haus & Garten eingebunden werden, die vom Hauseigentümer nicht mehr geleistet werden können. Vielleicht kann das ja auch ein Erfolgsmodell für Brilon werden, mit dem ein wichtiger Baustein zur Sicherung der pflegerischen Versorgung gesetzt würde und Integration von jedem einzelnen unterstützt werden kann.“
Weitere Informationen erhalten Sie gerne direkt im Bildungszentrum unter Tel.: 02961/780-1447 oder Mail: [email protected]. Auch ihre Ideen zur Verbesserung der Wohnsituation für Auszubildende sind uns wichtig und Ihre Bereitschaft zur Aufnahme einzelner Auszubildender können Sie unter den Kontaktdaten selbstverständlich ebenfalls übermitteln.
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Quelle: Bürgermeister der Stadt Brilon, Dr. Christof Bartsch
Video: Brilon-Totallokal.de / Ulrich Trommer


