Frauen blicken auf ihre Welt – und reden darüber. Beim Frauenbrunch der Stadt Winterberg diskutieren …

Winterberg: Frauen blicken auf ihre Welt – und reden darüber – Beim Frauenbrunch der Stadt Winterberg diskutieren 20 Teilnehmerinnen Naturveränderungen, Klimaschutz und die Kraft weiblicher Perspektiven

Winterberg: Was verändert sich in der Natur, was sehen wir in unseren Gärten, was beobachten wir im Wald? Beim Frauenbrunch der Stadt Winterberg am 28.05.2026 im Hotel Engemann brachten 20 Frauen diese Fragen auf den Tisch und füllten dabei so viele Notizzettel, dass allein die Menge der Klebezettel eine deutliche Antwort gab: Die Veränderungen in Umwelt und Natur sind spürbar, und zwar für viele. Der Austausch zeigte, dass der weibliche Blick auf Natur und Gesellschaft eine eigene Qualität hat und gehört werden muss.

Beobachtungen aus dem Alltag, gesammelt auf Klebezetteln

Den Auftakt bildete eine Vorstellungsrunde beim gemeinsamen Brunch – locker, offen, neugierig. Dann wurden Notizzettel verteilt: Was nehmen die Frauen in der Natur wahr? Was hat sich verändert? Die Antworten kamen aus dem gelebten Alltag: das Wetter, das sich anders anfühlt als früher. Tiere und Pflanzen, die auftauchen oder verschwinden. Der eigene Garten, der andere Signale sendet. Ökosysteme wie der Wald, die sichtbar unter Druck stehen. Die vielen beschrifteten Zettel machten eines klar: Diese Veränderungen werden wahrgenommen. Und zwar breit und konkret.

Prof. Dr. Jasmin Mantilla-Contreras, die Leiterin der Biologischen Station des Kreises Siegen-Wittgenstein, führte die Teilnehmerinnen anschließend durch die gesammelten Beobachtungen. Sie erläuterte die einzelnen Themen, ordnete sie ein und legte schließlich die Zusammenhänge offen: wie Wetterextreme, Artenvielfalt, Bodenzustand und Wasserkreislauf miteinander verknüpft sind und warum lokale Wahrnehmungen Teil des großen Bildes sind.

Lösungen statt Lähmung trotz echter Sorgen

Die Diskussion drehte sich nicht im Kreis der Probleme. Gemeinsam wurden Ideen und Handlungsansätze besprochen: Was kann die Einzelne tun, was muss die Gesellschaft leisten? Dabei kamen auch Themen auf den Tisch, die über den unmittelbaren Naturschutz hinausgehen. Der Ausbau erneuerbarer Energien, die Sorge um Wasserqualität und -verfügbarkeit sowie die Frage, wie junge Menschen stärker in diese Themen eingebunden werden können. Die Grundhaltung der Teilnehmerinnen war lösungsorientiert und hoffnungsvoll, aber auch realistisch und von echter Betroffenheit geprägt, so Kim Peis, die Klimamanagerin de Städte Hallenberg, Medebach und Winterberg

Weibliche Perspektiven als gesellschaftliche Ressource

„Der 2. Frauen-Brunch hat gezeigt, wie wertvoll der direkte Austausch ist. Die Teilnehmerinnen haben zahlreiche Anregungen eingebracht und wichtige Perspektiven aufgezeigt – gerade auch zu den Themen Umwelt, Natur und Lebensqualität. Solche Impulse bereichern unsere Arbeit und helfen dabei, Winterberg gemeinsam weiterzuentwickeln. Mein Dank gilt allen, die sich aktiv an den Gesprächen beteiligt haben“, sagt Michael Beckmann, Bürgermeister der Stadt Winterberg.

Der Frauenbrunch der Stadt Winterberg steht für ein Verständnis von Bürgerbeteiligung, das auf Zuhören setzt. Die Veranstaltung schuf einen Raum, in dem Alltagsbeobachtungen auf Expertenwissen trafen und in dem deutlich wurde: Wer die Umwelt schützen will, muss die Menschen befragen, die sie täglich erleben.

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Quelle: Stadt Winterberg, Öffentlichkeitsarbeit – V.i.S.d.P. Rabea Kappen
Fotocredit: Stadt Winterberg

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