Diskussion um Bleimunition: Wichtige Erfolge für Schützen erzielt. Peter Liese: Vogelschießen bleibt geschützt / Königspatronen vom Verbot ausgenommen / Einsatz der Schützen hat sich gelohnt
„Dies ist eine gute Nachricht für die Schützen in Südwestfalen und weit darüber hinaus. Nach jahrelangen Diskussionen hat die Europäische Kommission zentrale Anliegen der Schützen berücksichtigt“, erklärte der südwestfälische CDU-Europaabgeordnete Dr. Peter Liese nach der heutigen Entscheidung im REACH-Ausschuss der Mitgliedstaaten.
Ursprünglich stand ein weitgehendes Verbot bleihaltiger Munition im Raum. Gemeinsam mit der Europäischen Gemeinschaft Historischer Schützen, zahlreichen Schützenvereinen vor Ort sowie vielen Unterstützern aus Bundes- und Landespolitik hatte sich Liese seit 2023 dafür eingesetzt, dass das traditionelle Schützenwesen nicht unverhältnismäßig eingeschränkt wird.
„Besonders wichtig war für uns immer das Vogelschießen. Dieses ist ein fester Bestandteil unserer Heimat, unserer Kultur und unseres gesellschaftlichen Lebens. Deshalb habe ich mich gemeinsam mit vielen engagierten Schützen, und insbesondere auch der Europäischen Gemeinschaft Historischer Schützen, dafür eingesetzt, dass die Besonderheiten des traditionellen Schützenwesens berücksichtigt werden“, so Liese.
Der nun vorliegende Kompromiss sieht vor, dass klassische Kugelmunition nicht mehr vom Verbot erfasst wird. Darüber hinaus werden auch die für viele traditionelle Schützenfeste relevanten Flintenlaufgeschosse, die sogenannten Königspatronen, ausdrücklich vom Anwendungsbereich der Beschränkung ausgenommen. „Genau dieser Punkt hatte in den vergangenen Monaten noch einmal für große Verunsicherung gesorgt. Umso wichtiger ist es, dass jetzt Klarheit besteht. Das Vogelschießen bleibt möglich“, betonte Liese.
Auch für die Sportschützen enthält der Vorschlag Verbesserungen gegenüber früheren Entwürfen. Die ursprünglich vorgesehenen Fristen wurden verlängert und die Nutzung von Bleischrot für das Sportschießen bleibt grundsätzlich weiterhin möglich.
Liese dankte ausdrücklich allen Beteiligten, die sich in den vergangenen Jahren konstruktiv eingebracht haben, insbesondere den Bundestagsabgeordneten Friedrich Merz, Carsten Linnemann und Florian Müller: „Dieser Erfolg ist das Ergebnis eines gemeinsamen Kraftakts. Die Vertreter der Schützen haben frühzeitig auf Probleme hingewiesen und konkrete Lösungsvorschläge gemacht. Gemeinsam konnten wir die Europäische Kommission überzeugen, dass Tradition, Brauchtum und Umweltschutz miteinander vereinbar sind.“
Der Europaabgeordnete verwies zugleich darauf, dass das Verfahren noch nicht vollständig abgeschlossen ist. Nach der Entscheidung der Mitgliedstaaten folgt nun die Prüfphase durch Rat und Europäisches Parlament. „Wir werden den weiteren Prozess aufmerksam begleiten. Entscheidend ist, dass die jetzt erzielten Verbesserungen am Ende auch rechtssicher und dauerhaft Bestand haben. Die heutige Entscheidung ist dafür ein sehr wichtiger Schritt“, so Liese abschließend.
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Quelle: Dieter Berger
Fotocredit: Foto: Europabüro



