Bundesumweltminister Carsten Schneider zum Dialog in Bestwig: „Klimaschutz, Wirtschaft und Arbeit“

Bundesumweltminister Carsten Schneider zum Dialog in Bestwig: „Klimaschutz, Wirtschaft und Arbeit“

Ende Juni besuchte Carsten Schneider, Bundesminister für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, auf Einladung des heimischen Bundestagsabgeordneten Dirk Wiese Bestwig im Rahmen der Veranstaltungsreihe Hochsauerlandgespräch zum Thema „Klimaschutz, Wirtschaft und Arbeit – wie geht das pragmatisch zusammen?“, ausgerichtet von der Friedrich-Ebert-Stiftung. Minister Carsten Schneider diskutierte dabei mit Bettina Kreutzmann vom NaturRanger e.V., sowie mit Christian Förster, Gründer und beratender Gesellschafter der RaiffeisenVolt GmbH aus Meschede.

In seinem Impulsvertrag machte Minister Schneider auf die dramatischen Folgen des Klimawandels aufmerksam.

Die anhaltenden Hitzewellen zeigen eindrücklich, dass uns die schleichenden klimatischen Veränderungen vor große Herausforderungen stellen. Im Laufe der Veranstaltung wurde klar, dass in der Folge Klimaschutz, Wirtschaft und Arbeit keine Gegensätze sind bzw. sein müssen, sondern unter den richtigen Rahmenbedingungen für eine positive Entwicklung der heimischen Industrie und Wirtschaft, sowie für sichere Arbeitsplätze für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sorgen können. Schon heute sind in der Kreislaufwirtschaft und im gesamten Bereich der Erneuerbaren Energien eine Vielzahl von Arbeitsplätzen neu entstanden. Minister Schneider erteilte zudem Forderungen nach einer Rückkehr zur Atomkraft eine klare Absage. Neben der Frage einer fehlenden Endlagerstätte für den atomaren Müll, ist es auch ökonomisch nicht sinnvoll. Der unfertige Bau eines neuen Atomkraftwerks in Großbritannien verschlingt mittlerweile über 50 Mrd. € und ist ein Fass ohne Boden und erzeugt zudem neue geookökomische Abhängigkeiten. Außerdem müssen im Sommer in Frankreich die Kernkraftwerke aufgrund der fehlenden Kühlung mittlerweile runtergefahren werden.

Bettina Kreutzmann betonte die Wichtigkeit der frühen Bildung für einen zukunftsfähigen Klima- und Umweltschutz, während Christian Förster mit Blick auf den steigenden Anteil der Solarenergie am Strommix im Verlauf der Veranstaltung die Stärkung der heimischen Solarindustrie forderte, um langfristig im Wettbewerb mit asiatischen Ländern zu bestehen. Zudem zeigte er sich besorgt über die aktuellen Gesetzentwürfe aus dem Hause von Bundesministerin Katharina Reiche, welche den Ausbau der Erneuerbaren Energien abbremsen könnten.

„Ich danke Carsten Schneider für seine Zeit und seinen Besuch im Sauerland. Vor allem aber danke ich aber Bettina Kreutzmann und Christian Förster für den spannenden Austausch und die guten Anregungen, sowie der Friedrich-Ebert-Stiftung für die Ausrichtung des Hochsauerlandgespräches“, so Wiese.

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Quelle: Büro Dirk Wiese
Fotocredit: Büro Dirk Wiese

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