Stadt Winterberg sichert Unterricht trotz verzögertem Holzmodulbau – Hersteller kann Interimsbau am Geschwister-Scholl-Gymnasium nicht termingerecht übergeben

Stadt Winterberg sichert Unterricht trotz verzögertem Holzmodulbau – Der beauftragte Hersteller kann Interimsbau am Geschwister-Scholl-Gymnasium nicht termingerecht zum Schuljahresbeginn übergeben – für alle vier betroffenen Klassen stehen Ersatzräume bereit

Die vier 5er Klassen des Geschwister-Scholl-Gymnasiums Winterberg starten in ein Schuljahr, das anders beginnt als geplant. Der Holzmodulbau auf dem Parkplatz vor der Turnhalle, der zusätzliche Unterrichtsräume schaffen soll, ist zum Schuljahresbeginn nicht bezugsfertig. Der beauftragte Hersteller hat der Stadt Winterberg dafür einen neuen Termin genannt. Die Verwaltung hat daraufhin innerhalb weniger Tage Ersatzräume organisiert: Der Unterricht beginnt am Mittwoch, 2. September 2026 für alle Klassen des Gymnasiums planmäßig, dem betroffenen Jahrgang stehen ab dem ersten Schultag voll ausgestattete Schulklassen zur Verfügung.

Ersatzräume für alle betroffenen vier Klassen

Die Stadt Winterberg prüft derzeit zwei mögliche Alternativen, um die Fünftklässler vorübergehend angemessen unterzubringen. Fest steht bereits: Zwei Klassen können im Gymnasium selbst verbleiben. Für die beiden übrigen Klassen gibt es zwei mögliche Lösungen: Entweder werden sie in einem Schulcontainer vor dem Gymnasium untergebracht, oder sie ziehen in die Grundschule und Sekundarschule in der Kernstadt in Winterberg.

Favorisiert wird derzeit seitens der Schulleitung und der Stadt die Variante mit dem Schulcontainer. Die Stadt Winterberg hat hierfür bereits einen Bauantrag gestellt.

„Uns ist wichtig, dass die Schülerinnen und Schüler trotz der besonderen Situation einen guten Start in ihre weiterführende Schulzeit haben. Wir stehen im engen Austausch mit der Verwaltung, um schnell eine tragfähige Lösung zu finden, die für alle Beteiligten gut funktioniert“, erklärt Ulrich Cappel, Schulleiter des Gymnasiums.

„Für uns hat es höchste Priorität, den Start für die betroffenen Klassen reibungslos zu gestalten. Wir können bereits jetzt sagen, dass der Unterricht für alle Schülerinnen und Schüler zum Schuljahresbeginn sicher gewährleistet ist. Daran arbeiten meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Hochdruck“, ergänzt Michael Beckmann, Bürgermeister der Stadt Winterberg.

Hersteller nennt neuen Termin

Nach Angaben der beauftragten Firma ist der Holzmodulbau frühestens am 21. September 2026 so weit fertiggestellt, dass dort unterrichtet werden kann. Der Holzmodulbau befindet sich derzeit in der Fertigung.

Laut der Firma steht das Projekt kurz vor einem auch vor Ort sichtbaren Meilenstein. Die insgesamt 23 Raummodule befinden sich in der Endphase der Fertigung. Parallel dazu werden auf der Baustelle bereits alle Voraussetzungen für die Anlieferung und Montage geschaffen.

Die Raummodule werden, so die Firma, nahezu fertig ausgebaut nach Winterberg geliefert. Fenster und Außentüren sind bereits eingebaut, die Rohinstallationen der Elektro-, Heizungs-, Lüftungs- und Sanitärtechnik ausgeführt und die vollständigen Bodenaufbauten hergestellt. Darüber hinaus sind die Heizkörper, die Innenfensterbänke und die Teeküche bereits montiert beziehungsweise umfassend vorbereitet. Zahlreiche weitere Ausbauleistungen wurden ebenfalls bereits im Werk erbracht.

Auch auf der Baustelle greifen die einzelnen Arbeitsschritte ineinander: Die Tiefbauarbeiten sind abgeschlossen, die Fundamente befinden sich aktuell in der erforderlichen Aushärtephase. Gleichzeitig werden die Verbindungselemente zwischen den Fundamenten und den späteren Modulbauteilen hergestellt. In der kommenden Woche erfolgt die weitere Baustelleneinrichtung. Am 17. August 2026 wird, so die beauftragte Firma, der Mobilkran auf der Baustelle positioniert. Bereits ab dem 18. August sollen täglich rund acht Raummodule angeliefert und unmittelbar montiert werden. Damit wird das bislang überwiegend im Werk entstandene Gebäude innerhalb weniger Tage auch in Winterberg vollständig sichtbar.

Nach der Modulmontage werden die noch erforderlichen Verbindungs- und Anschlussarbeiten sowie die technische Inbetriebnahme und die notwendigen Abnahmen aufeinander abgestimmt. Für den gesamten Liefer- und Montageprozess besteht ein konkreter, hoch getakteter Ablaufplan. Alle Arbeiten laufen parallel und mit hoher Intensität, um das Gebäude zügig in die abschließende Projektphase zu überführen, so die beauftragte Firma.

Auftrag ging nach öffentlicher Ausschreibung an den wirtschaftlichsten Bieter

Den Auftrag für den Holzmodulbau hat die Stadt Winterberg öffentlich ausgeschrieben. Das Vergaberecht lässt keine freie Auswahl eines Unternehmens zu: Den Zuschlag erhält, wer die festgelegten Eignungs- und Vergabekriterien vollständig erfüllt und das wirtschaftlichste Angebot abgibt. Beides traf auf das beauftragte Unternehmen zu.

„Für die Familien zählt jetzt vor allem eines: Der Unterricht beginnt am ersten Schultag, und jede Klasse hat einen Raum. Das haben wir innerhalb weniger Tage organisiert.“, sagt Michael Beckmann, Bürgermeister der Stadt Winterberg.

Erweiterungsbau bleibt im Zeitplan

Der eigentliche Erweiterungsbau des Geschwister-Scholl-Gymnasiums ist von der Verzögerung nicht betroffen. Er soll wie geplant zum Schuljahr 2028/2029 fertiggestellt sein. Notwendig wird er durch den regionalen Schulkonsens der Städte Hallenberg, Medebach und Winterberg aus dem Jahr 2016 sowie durch die Rückkehr zum neunjährigen Gymnasium.

Nach der zuletzt von der Firma vorgelegten Terminplanung ist der Holzmodulbau voraussichtlich ab dem 21. September 2026 nutzbar. Ob dieser Termin eingehalten werden kann, wird kontinuierlich überprüft.

Die Eltern der betroffenen Schülerinnen und Schüler erhalten, abgestimmt mit dem Schulleiter Ulrich Cappel, einen Elternbrief der Schule. Darin stehen die Raumaufteilung und der Ablauf der ersten Schulwochen im Detail.

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Quelle: Stadt Winterberg, Öffentlichkeitsarbeit – V.i.S.d.P. Rabea Kappen
Fotocredit: Stadt Winterberg

 

 

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