Auf den Spuren der gemeinsamen Geschichte – Familie Löwenstein aus Denver (USA) besucht Brilon und entdeckt zusammen mit dem Briloner Heimatbund – Semper Idem e.V. und dem Museum Haus Hövener die eigene Familiengeschichte.
Geschichte kann über Generationen und auch Ländergrenzen hinweg verbinden. Das durfte die Familie Löwenstein aus Denver (USA) nun in Brilon erfahren. Paul Löwenstein, Chirurg aus den Vereinigten Staaten von Amerika, besuchte die Stadt zusammen mit seiner Ehefrau, seinem Sohn, seiner Schwiegertochter und seinen Enkelkindern. Das Besondere dabei ist die gemeinsame Geschichte, die die US-Amerikaner mit Brilon verbindet. Denn der Name Löwenstein war einst in Brilon allseits bekannt und ist bis heute unvergessen. Zusammen mit Carsten Schlömer, Museumsleiter aus dem Haus Hövener, machte man sich auf die Spurensuche der eigenen Vergangenheit. „Paul Löwenstein kontaktierte uns bereits vor längerer Zeit. Es ist uns eine Herzensangelegenheit, Gästen aus aller Welt die schönen und auch die dunklen Episoden der Geschichte nahezubringen“, kommentiert Carsten Schlömer.
Dass es sich um eine tragische Vergangenheit handelt, die die Familie Löwenstein nun erkundete, ist nicht zu bezweifeln.
Ihre Vorfahren mussten vor dem nationalsozialistischen Terror fliehen. Spuren haben sie dennoch hinterlassen. Die Stolpersteine, organisiert durch das Jugendparlament, die Mahnmale an der alten Synagoge und auch der jüdische Friedhof waren Etappen der gemeinsamen Tour. Noch während des Spaziergangs trat eine Bürgerin der Stadt auf die Gruppe zu und berichtete über die Erinnerungen ihrer Mutter an die schwere Zeit. Am Ende fasst es Paul Löwenstein folgendermaßen zusammen: „Während wir uns wieder in Denver einleben, erzählen wir unseren Freunden immer wieder von den wunderbaren Erlebnissen und Eindrücken unserer Reise. Ganz oben auf der Liste steht natürlich Ihre private Tour für meine Familie in Brilon. Obwohl ich schon viel über die Geschichte wusste, habe ich noch einiges dazugelernt.“ Fünf Stunden dauerte die Reise der Geschichte insgesamt.
Zuletzt bedankt sich das Museum Haus Hövener bei der Familie Löwenstein, die mit einer Spende von 500 US-Dollar die regionale Geschichtsvermittlung weiter unterstützt.
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Quelle: Museum Haus Hövener
Bildzeile: Familie Löwenstein aus Denver (USA) in Brilon
Fotocredit: Museum Haus Hövener



