Peter Liese: Mittel aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung unverzichtbar für die Entwicklung Südwestfalens

Peter Liese: Mittel aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung unverzichtbar für die Entwicklung SüdwestfalensDie gerade beendete Regionale 2025 zeigt, EU-Förderung bringt neue Perspektiven für die Region. 

Die Mittel aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) sind unverzichtbar für die wirtschaftliche und strukturelle Entwicklung unserer Region. Wie wichtig die europäische Unterstützung für Südwestfalen ist, hat die REGIONALE 2025 erneut eindrucksvoll gezeigt. Insgesamt flossen im Rahmen der REGIONALE 2025 rund 59 Millionen Euro an EU-Mitteln in Projekte unserer Region. Bei einem Besuch bei der Südwestfalen Agentur sprachen Peter Liese MdEP und sein Landtagskollege Jochen Ritter MdL mit der Programmleiterin der REGIONALE 2025, Dr. Stephanie Arens, und dem Geschäftsführer der Südwestfalen Agentur, Hubertus Winterberg, über die Bedeutung der europäischen Fördermittel für die Region.

Ein besonders eindrucksvolles Beispiel ist die „Green Factory“ in Kreuztal-Buschhütten, die mit 22.458.021 Euro gefördert wird. Auf dem Campus Buschhütten entsteht ein Leuchtturmprojekt für Kreislaufwirtschaft und nachhaltige Produktion. Dabei soll unter anderem gezeigt werden, wie bestehende Industriegebäude nachhaltig ertüchtigt und Produktionsprozesse so gestaltet werden können, dass Materialien möglichst lange im Kreislauf bleiben. Auch der Einsatz von Digitalisierung und neuen Technologien spielt eine zentrale Rolle.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der digitalen Ausbildung.

Das Projekt „Meisterstück DIGITAL“ der Hochschule Hamm-Lippstadt erhält eine Förderung von 1.440.000 Euro. Ziel ist die Entwicklung einer digitalen Lern- und Assistenzplattform für die Ausbildung im Metallbau. Berufsschule, Ausbildungsbetrieb und überbetriebliche Ausbildung sollen besser miteinander verknüpft werden. Mithilfe von Künstlicher Intelligenz, Augmented Reality und interaktiven 3D-Anwendungen sollen Auszubildende praxisnah lernen und Betriebe bei der Ausbildung unterstützt werden. Die im Metallbau erprobten Lösungen sollen später auch auf andere Gewerke übertragbar sein.

Auch beim nachhaltigen Bauen mit Holz setzt Südwestfalen auf europäische Unterstützung. Das Projekt „Kreislaufgerechtes Bauen mit Holz in Südwestfalen“ des Informations- und Demonstrationszentrum HOLZ e.V. in Olsberg erhält rund 472.691 Euro. Südwestfalen soll damit zu einer Modell- und Kompetenzregion für kreislaufgerechtes Bauen mit Holz werden. In einem Reallabor wird untersucht, wie Holzbauteile aus bestehenden Gebäuden möglichst lange genutzt, wiederverwendet oder recycelt werden können. Das Motto lautet: „Lernen aus dem Bestand für den Neubau.“ Damit sollen neue, nachhaltige Wertschöpfungsketten für die regionale Holz- und Baubranche entstehen.

Ein weiteres wichtiges Zukunftsthema ist die Pflegewirtschaft.

Das Projekt „Transformation in der Pflegewirtschaft“ der Wirtschaftsförderung Kreis Soest GmbH wird mit 721.677 Euro unterstützt. Es soll Pflegeeinrichtungen dabei helfen, die Chancen der Digitalisierung und neuer Technologien besser zu nutzen. Dazu werden Pflegeunternehmen individuell beraten, Mitarbeitende zu sogenannten Transformationspilotinnen und -piloten qualifiziert und Innovationsstandorte aufgebaut, an denen neue digitale Lösungen praktisch erprobt werden können. Gleichzeitig wird die Zusammenarbeit zwischen Pflegeeinrichtungen und Hochschulen in Südwestfalen gestärkt.

Im „Digitalen Facharzt- und Gesundheitszentrum Spieren“ (DFGZ) in Olpe werden mit dem Projekt „SelfDiag“ der Universität Siegen neue Wege erforscht, um die medizinische Versorgung im ländlichen Raum zukunftsfest zu machen. Mithilfe Künstlicher Intelligenz sollen Patientinnen und Patienten künftig Schritt für Schritt dabei unterstützt werden, Routineuntersuchungen wie beispielsweise ein EKG selbstständig durchzuführen. Das Projekt setzt dabei auf eine natürliche Kommunikation mit dem KI-System und wird mit 724.000 Euro unterstützt.

Südwestfalen soll als Standort für die Herstellung und Nutzung von grünem Wasserstoff weiter gestärkt werden. Einen wichtigen Beitrag dazu leistet das Kunststoff-Institut Lüdenscheid mit dem REGIONALE-2025-Projekt „3D-4-H2“. Ziel ist es, mithilfe des 3D-Drucks innovative Kunststoff-Komponenten für Wasserstoffanwendungen herzustellen und damit neue technologische und wirtschaftliche Perspektiven für die Region zu schaffen. Bei dem Projekt stehen Bauteile für Brennstoffzellen und Elektrolyseure im Mittelpunkt und erhält 1.921.457 Euro als Förderung.

„Die Projekte zeigen eindrucksvoll, dass europäische Fördermittel ganz konkret bei uns vor Ort ankommen. Sie schaffen Innovation und neue Arbeitsplätze“, erklärt der südwestfälische CDU-Europaabgeordnete Dr. Peter Liese.

Peter Liese will sich deshalb auch künftig dafür einsetzen, dass Südwestfalen von europäischen Förderprogrammen profitieren kann.

„Ich setze mich dafür ein, dass unsere Region auch in Zukunft durch europäische Mittel unterstützt wird. Das wird nicht einfach sein, da wir neue Prioritäten wie zum Beispiel Verteidigung und Grenzsicherung haben. Erfolgreiche Programme wie EFRE und LEADER müssen trotzdem weitergehen.“ Mit Blick auf die nächste EU-Förderperiode ab 2028 müsse darauf geachtet werden, dass die regionale Entwicklung weiterhin ausreichend unterstützt werde. „Wir brauchen Europa nicht nur in Brüssel, sondern auch in unseren Städten und Gemeinden. EFRE und LEADER sind hervorragende Beispiele dafür, wie europäische Politik vor Ort Wirkung entfaltet“, so Liese abschließend.

Hintergrundinformationen zu EFRE und LEADER

Der Europäische Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) ist eines der wichtigsten Instrumente der EU, um wirtschaftliche, soziale und regionale Unterschiede innerhalb Europas zu verringern. Gefördert werden unter anderem Innovation und Forschung, Digitalisierung, Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen, Klimaschutz, Kreislaufwirtschaft und nachhaltige regionale Entwicklung.

LEADER ist ein spezielles EU-Förderinstrument für die Entwicklung des ländlichen Raums. Es wird aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) finanziert. Das Besondere: Die Entwicklung soll möglichst von den Menschen vor Ort gestaltet werden. Lokale Aktionsgruppen (LAG) entwickeln regionale Strategien und entscheiden gemeinsam über die Förderung geeigneter Projekte.

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  • Quelle: Dieter Berger, Europabüro Meschede
  • Bild: v.l.: Hubertus Winterberg, Dr. Peter Liese MdEP, Jochen Ritter MdL und Dr. Stephanie Arens
  • Fotocredit: Europabüro

 

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