Begrüßungsabend im Haus Hövener – Cartellverband „CV“ Brilon feiert sein 135-jähriges Bestehen
Brilon. Am vergangenen Wochenende (11.09.-13.09.2026) feierte der CV Brilon als Altherrenzirkel des Cartellverbandes der katholischen deutschen Studentenverbindungen sein 135-jähriges Bestehen. Als der Zirkel im Jahr 1891 gegründet wurde, gab es gerade einmal 20 von heute 126 CV-Verbindungen mit insgesamt über 25.000 Mitgliedern in ganz Deutschland. Dementsprechend gehört der CV Brilon zu einem der ältesten CV-Zirkeln im gesamten Cartellverband. Er blickt damit auf eine lange und wechselhafte Geschichte in Brilon zurück, die über die Generationen sehr prägend war. Dabei sind die vier Prinzipien des CV scientia (lat.: Wissenschaft), religio (lat.: Glaube), amicitia (lat.: Freundschaft) und patria (lat.: Vaterland) immer von besonderer Bedeutung gewesen. Der CV Brilon hat in all den Jahren seit 1891 diese vier Prinzipien nicht als Schild und abgrenzend vorangetragen, sondern sie als Lebensinhalt der Bundes- und Cartellbrüder unaufgeregt, aber mit Selbstbewusstsein, Standhaftigkeit und immerwährenden Geistes- und Weltoffenheit – auch in besonders schweren Zeiten – gelebt und geprägt.

Nach einem ausgelassenen Begrüßungsabend am Freitag im Haus Hövener, der die Geschichte Brilons und des CV Brilons facettenreich aufleben ließ und miteinander verband, feierten die über einhundert anwesenden Gäste aus Brilon, aber auch aus ganz Deutschland kommend am Samstagmorgen einen beeindruckenden Festgottesdienst in der Propsteikirche unter der Leitung von Herrn Stadtkaplan Pastor Tobias Kiene, selbst CVer. Anschließend zog die Festgemeinde von dort aus und „Gaudeamus igitur“ singend zu den Rathaustreppen, an denen bereits Bürgermeister Herr Dr. Bartsch und sein allgemeiner Vertreter Herr Bange warteten. Der Vorsitzende des CV Brilon, Herr Tobias Borys, nutzte die Gelegenheit der offiziellen Begrüßung, um darauf hinzuweisen, dass der Wahlspruch des Cartellverbandes „Im Notwendigen herrsche Einmütigkeit, im Zweifelhaften Freiheit, in allem Nächstenliebe“ aktueller denn je eine besondere Wichtigkeit für eine funktionierende Demokratie darstelle und alle Mitglieder des CV immer wieder auffordere, danach zu handeln.
Bürgermeister Bartsch griff in seiner Begrüßung diesen Gedanken auf und zitierte Thomas Morus mit den Worten „Tradition ist nicht das Halten der Asche, sondern das Weitergeben der Flamme“.
Bartsch unterstrich dabei, dass der CV Brilon in dieser Tradition stehe und dementsprechend den Blick und das Handeln gleichermaßen in die Zukunft richte. Die Ansprachen während des Festaktes am Nachmittag auf Lohmanns Hütte hielten Herr Dr. Antoine Capucci und Herr Yash Uppal, ebenfalls CVer. Capucci, aus Syrien und Uppal aus Indien stammend, schilderten ihren beeindruckenden Weg aus ihrer Heimat nach Deutschland und ihr jetziges Leben als Augenarzt bzw. angehender Ingenieur in Münster und Lippstadt. Beide stellten für sich fest, eine neue zweite Heimat in Deutschland gefunden zu haben. Nach dem Festakt wurde bei zünftiger Blasmusik und kühlen Getränken das traditionelle Kartoffelfeuer entzündet und bis spät in die Nacht gesungen und gefeiert.
Damit hat der CV Brilon in seinem Jubiläumsjahr eindrucksvoll gezeigt, dass er sehr aktiv seit 1891 immer wieder Generationen verbindet und mit seinen Prinzipen gesellschaftsprägend für Brilon ist.
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- Quelle: Fabian Borys
- Text: Fabian Borys, Kehlscheidweg 10, 57392 Schmallenberg
- Fotos: Neele Borys, Kehlscheidweg 10, 57392 Schmallenberg




