Willingen zieht positive Übernachtungsbilanz: fast 800.000 Übernachtungen bis August – Tourismus profitiert von starkem Winter – Touristiker sehen gute Signale für den Herbst
Willingen zieht zum Ende des Sommers eine positive Zwischenbilanz für das Tourismusjahr 2026. Von Januar bis August wurden rund 793.800 Übernachtungen registriert. Das sind rund 3,8 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Auch für den Herbst zeichnet sich anhand der bereits eingegangenen Meldungen für September und der Vorbuchungen für den Ferienmonat Oktober eine positive Entwicklung ab.
Besonders kräftig fiel der Jahresauftakt aus. Im Januar stiegen die Übernachtungen um 19,3 Prozent auf 110.232, im Februar um 33,0 Prozent auf 119.995. Zusammengenommen verbuchte Willingen in den beiden Wintermonaten rund 26 Prozent mehr Übernachtungen als im Vorjahr. Auch der Mai setzte mit einem Plus von 10,6 Prozent einen deutlichen Akzent. Im Juli wurden 101.126 Übernachtungen registriert, 9,5 Prozent mehr als im Juli 2025.
Erste Herbstzahlen geben Ausblick
Mit dem August endet die aktuelle Sommerbilanz, gleichzeitig zeichnet sich bereits die weitere Entwicklung ab. Für den September rechnen die Verantwortlichen mit rund 96.000 Übernachtungen; der Monat läge damit auf Vorjahresniveau. Ebenso optimistisch stimmt der Blick in Richtung Oktober: Vor allem durch die anstehenden Herbstferien zeigen die bisherigen Vorbuchungen ein deutliches Interesse an einem Aufenthalt in Willingen.
„Der Winter hat für einen ausgesprochen starken Jahresauftakt gesorgt. Gleichzeitig verzeichnen wir auch im Frühjahr und Sommer deutliche Wachstumsmonate. Das zeigt, dass Willingen über mehrere Saisonphasen hinweg Nachfrage erzeugt. Die aktuellen Buchungen für den Herbst knüpfen daran an“, sagt Tourismusdirektor Norbert Lopatta. „Entscheidend ist aber, dass das Plus nicht allein aus Januar und Februar kommt. Auch Mai und Juli lagen deutlich über dem Vorjahr, und für den Herbst sehen wir aktuell wieder anziehende Nachfrage. Eine solche Verteilung über mehrere Saisonphasen macht die touristische Entwicklung stabiler.“
In starken Monaten bleiben die Gäste länger
Positiv fällt zudem auf, dass sich in mehreren nachfragestarken Monaten auch die Aufenthaltsdauer erhöht hat. Im Januar stieg sie von 2,12 auf 2,20 Nächte, im Februar von 2,33 auf 2,49 Nächte. Im Juli zeigt sich der Effekt ebenfalls: Bei 9,5 Prozent mehr Übernachtungen nahm die Zahl der Ankünfte um 3,7 Prozent zu. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer stieg von 2,65 auf 2,79 Nächte.
AVS macht die Breite der Willinger Gastgeberstruktur sichtbar
Für die laufende Beobachtung der touristischen Entwicklung arbeitet die Tourist-Information mit dem AVS-Meldesystem. Über dieses digitale System melden die Gastgeber ihre Gäste an; zugleich werden darüber die für die Kurbeitragserhebung erforderlichen Daten erfasst. Aus den laufenden Meldungen lassen sich Ankünfte und Übernachtungen für Willingen aktuell auswerten.
Für das Meldescheinwesen und die Kurtaxabrechnung ist in der Tourist-Information Vera van Doorn zuständig. Sie ist zugleich zentrale Ansprechpartnerin der Gastgeber bei allen Fragen rund um die Kurtaxe.
„Für Willingen sind die AVS-Zahlen besonders aussagekräftig, weil darin auch die Übernachtungen der vielen kleineren Gastgeber mit weniger als zehn Betten enthalten sind“, erklärt van Doorn. „Gerade diese Betriebe gehören fest zu unserer Gastgeberstruktur. Die AVS-Auswertung gibt uns deshalb ein umfassenderes Bild davon, wie viele Übernachtungen tatsächlich im Ort stattfinden.“
Ilka Müller betreut schwerpunktmäßig die Gäste der Tourist-Information – persönlich vor Ort ebenso wie telefonisch und per E-Mail. „Die Anfragen und Buchungen ziehen zurzeit merklich an, jetzt schon erhalten wir viele Anfragen über den Herbst hinaus wie beispielsweise Winterwanderurlaub.“
Auslandsmärkte entwickeln sich überdurchschnittlich positiv
Besonders positiv entwickelten sich im ersten Halbjahr die Auslandsmärkte. Von Januar bis Juni stiegen die Ankünfte ausländischer Gäste um 27,4 Prozent auf 21.742, die Übernachtungen sogar um 33,3 Prozent auf 59.178. Auslandsgäste blieben im Durchschnitt 2,7 Nächte in Willingen und damit länger als deutsche Gäste mit rund 2,4 Nächten.
Auffällig stark fiel die Entwicklung im Februar, der Zeit der niederländischen Krokusferien aus:
Die Zahl der ausländischen Ankünfte stieg um 84,2 Prozent, die der Übernachtungen um 108,9 Prozent. Auch im Juni zeigt sich die längere Aufenthaltsdauer der Auslandsgäste deutlich: Obwohl die Ankünfte um vier Prozent zurückgingen, stiegen die Übernachtungen um 9,3 Prozent. Im Schnitt blieben ausländische Gäste in diesem Monat 3,1 Nächte.
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- Quelle: Redaktionsbüro Susanne Schulten / Tourist-Information Willingen
- Fotocredit: Tourist-Information Willingen / Jonas Dülberg



