Winterberg: Skigebiete investieren in Schneesicherheit und neue Angebote – Mittlerer einstelliger Millionenbereich – erster kleiner Liftbetrieb ab 27. November
In den Skigebieten der Wintersport-Arena Sauerland wächst die Vorfreude auf den kommenden Winter. Mit Investitionen im mittleren einstelligen Millionenbereich verbessern die Betreiber die Schneesicherheit, modernisieren ihre Anlagen und entwickeln ihre Angebote weiter. Dank Allwetter-Schneeerzeugern soll ab dem 27. November in Winterberg ein erstes kleines Wintersportangebot bereitstehen: für alle, die es kaum erwarten können, wieder auf den Skiern oder dem Snowboard zu stehen.
Was sich in den Skigebieten tut
Ein Schwerpunkt der Investitionen liegt auf der Schneesicherheit. In Winterberg werden dafür die Pumpstationen Büre und am Rauhen Busch aufwendig umgebaut. Zugleich wächst das Netz der klassisch beschneiten Pisten: Ab dieser Saison gehört auch die leichte Waldabfahrt 5c dazu. Sie beginnt an der Bergstation des 8er-Sessellifts Poppenberg und führt in einem Bogen durch den Wald zurück zur Talstation.
Auch in den anderen Skigebieten wird die Beschneiung weiterentwickelt. In Bödefeld-Hunau hat der Verein, der das Gebiet vor zwei Jahren übernommen hat, die Beschneiung im oberen Bereich und in der Liftspur verbessert. Altastenberg optimiert ebenfalls die Schneeproduktion. In Willingen und Neuastenberg setzen die Betreiber auf moderne Schneeerzeuger, die effizienter arbeiten als ihre Vorgänger: Am Ettelsberg werden fünf ältere Schneekanonen ausgetauscht, in Neuastenberg kommen zwei neue hinzu.
Gute Pistenpflege schafft die Grundlage für Spaß am Wintersport und hilft, den vorhandenen Schnee bestmöglich zu nutzen und zu erhalten. Dafür schaffen die Betreiber in Winterberg insgesamt vier neue Pistenwalzen an. Auch Neuastenberg ersetzt eine ältere Maschine durch eine neue und investiert darüber hinaus in die Lifttechnik: Zwei Schlepplifte erhalten neue Getriebe.
Im Skigebiet Hunau haben die Betreiber entlang des großen Liftes eine neue Flutlichtanlage gebaut. Für die Arbeiten im Skigebiet steht zudem ein neuer Motorschlitten bereit.
Auch rund um den Skitag gibt es Neuerungen. Im Winterberger Kerngebiet schafft der Rückbau eines Campingplatzes Raum für die Erweiterung des Skischulgeländes. Investiert wurde außerdem in die Gastronomie: An den Hütten am Rauhen Busch und am Poppenberg wurden die Terrassen erneuert, an der Hunau haben die Betreiber die Küche der Hütte renoviert.
Am Sternrodt in Olsberg-Bruchhausen sorgt ein neuer Mobilfunkmast für eine bessere Netzabdeckung. Damit sind Gäste und Betreiber ab dieser Saison im Telekom-Netz besser erreichbar.
Schonender Umgang mit Energie und Ressourcen
Neben der Modernisierung der Anlagen investieren die Betreiber auch in die eigene Stromerzeugung. An der Schneewittchen-Bergstation steht ein neues kleines Windrad, das erste auf einer Liftstation in der Wintersport-Arena Sauerland. Die Anlage hat eine Leistung von 6,5 Kilowatt und erzeugt ganzjährig Strom. Ihr jährlicher Ertrag wird auf etwa 7.500 bis 10.000 Kilowattstunden geschätzt.
Damit kommt ein weiterer Baustein zu den Maßnahmen hinzu, mit denen die Skigebiete ihren Betrieb immer klimafreundlicher gestalten. Die vier größten beziehen bereits seit Jahren ausschließlich Ökostrom und betreiben Photovoltaikanlagen. Auch bei der Pistenpflege und der Wärmeversorgung werden Ressourcen geschont: In den größeren Skigebieten fahren die Pistenwalzen seit 2023 ausschließlich mit dem klimafreundlichen Kraftstoff HVO100. Am Schneewittchenhaus wird zudem seit zwei Jahren die Abwärme der Allwetter-Schneeerzeuger genutzt, um Gastronomie und Skiverleih zu beheizen.
Skigebiete rücken zusammen
Nach einer Saison Probezeit wachsen die Winterberger Skigebiete dauerhaft unter der Dachmarke Skiliftkarussell Winterberg zusammen. Dazu gehören neben dem Winterberger Kerngebiet das Skiliftkarussell Altastenberg, bisher Skikarussell Altastenberg, und das Skiliftkarussell Postwiese, bisher Postwiesen Skidorf Neuastenberg, sowie die Pisten am Sahnehang und an der Ruhrquelle.
Für die Gäste bedeutet das viel Auswahl mit einem gemeinsamen Ticket: Mit einer Karte stehen ihnen bis zu 46 Lifte offen. Der Skibus verbindet die einzelnen Bereiche miteinander. Für Gäste sehr hilfreich: Informationen aus allen Bereichen gibt es gebündelt über eine gemeinsame Website, einen Newsletter und den zentralen Social-Media-Auftritt.
Die ersten Schwünge Ende November
Der erste Advent stimmt wunderbar auf den Winter ein. Und genau dazu passen gut die ersten Skitage. Am 27. November will das Skiliftkarussell Winterberg die ersten Lifte starten. Für den frühen Auftakt planen die Betreiber mit bis zu sechs Pistenkilometern. Die Grundlage dafür schaffen die Allwetter-Schneeerzeuger. Sie produzieren auch bei Plusgraden Schnee und machen den Saisonstart planbar.
Wie schnell nach diesem Auftakt weitere Pisten öffnen können, hängt vom Wetter ab. Sobald das Thermometer lange genug deutlich unter den Gefrierpunkt sinkt, bauen die Skigebiete mit klassischer Beschneiungstechnik eine tragfähige Grundlage auf. Auch ergiebiger Schneefall schafft die Voraussetzungen für weitere Öffnungen. Rund 30 Zentimeter Schnee brauchen die Teams, um eine Piste zu präparieren.
Langläufer warten zunächst auf Naturschnee
Auf Naturschnee warten die Langläufer, um ihre ersten Touren durch die verschneite Landschaft zu starten. Etwa 20 Zentimeter benötigen die Loipenbetreiber, um die ersten Strecken für den klassischen Langlauf und das Skating präparieren zu können. Das beschneite Skilanglaufzentrum Westfeld wird versuchen, mittels Beschneiungstechnik genügend Schnee aufzubauen, um möglichst in der Weihnachtszeit starten zu können.
Wintersport für unterschiedliche Budgets
Ob kleiner Familienhang oder großes Skigebiet: In der Wintersport-Arena Sauerland finden Gäste Angebote für unterschiedliche Ansprüche und Budgets. Gestiegene Lohnkosten und Energiepreise führen in dieser Saison zu moderaten Preiserhöhungen. In kleineren Skigebieten geht es für Erwachsene dennoch schon für weniger als 30 Euro einen ganzen Tag auf die Piste, Kinder sind für unter 20 Euro dabei. Wer die Auswahl aus bis zu 46 Liften im Skiliftkarussell Winterberg nutzen möchte, zahlt für das Tagesticket 53 Euro (Erwachsene) oder 30 Euro (Kinder). Zwischen diesen Angeboten gibt es viele weitere Möglichkeiten für einen Skitag in der Region.
Wer mehrere Tage bleibt und unterschiedliche Skigebiete kennenlernen möchte, kann mit der Wintersport-Arena Card zwischen Willingen, Winterberg und Schmallenberg-Bödefeld bis zu 66 Pistenkilometer nutzen. Für drei Tage kostet sie 136 Euro für Erwachsene und 77 Euro für Kinder. Erhältlich ist das Ticket in einem Gültigkeitszeitraum von bis zu 7 Tagen (247 Euro Erwachsene, 141 Euro Kinder)
Für alle, die in der Region wohnen oder viele freie Wochenenden auf der Piste verbringen, gibt es eine gute Nachricht: Die Wintersport-Arena-Saisonkarte kostet 430 Euro für Erwachsene und 255 Euro für Kinder. Damit liegt sie weiterhin unter dem Preis von vor zwei Jahren: Erwachsene zahlen 50 Euro weniger als im Winter 2024/25, Kinder sogar 70 Euro.

Im Skigebiet Willingen investieren die Betreiber am Ritzhagen in den Ganzjahresbetrieb: Dort ergänzt ein neuer Alpincoaster das Freizeitangebot. Die zweite Sommerrodelbahn in Willingen.
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- Quelle: Redaktionsbüro, Susanne Schulten / Wintersport-Arena Sauerland
- Im Bericht: Skigebiet Willingen, Sessellift am Köhlerhagen
Fotocredit: Skigebiet Willingen - Titel: Skiliftkarussell Postwiese, Sessellift an der oberen Postwiese
Fotocredit: Tourist-Information Winterberg



