Peter Liese: Verbrennerverbot fällt jetzt endgültig: Einigung im Parlament / Gut für Automobilzulieferer und Stahlindustrie in unserer Region
Das Verbrennerverbot ist jetzt endgültig Geschichte, nachdem sich Deutschland und Frankreich am vergangenen Freitag auf einen Text für die Änderung der entsprechenden Richtlinie (CO2-Pkw), geeinigt haben, haben sich in der Nacht zu Dienstag auch die Unterhändler des Europäischen Parlaments auf einen Kompromiss verständigt. Dieser Text lehnt sich zwar an den deutsch-französischen Kompromiss an, bringt aber vor allem an einer Stelle eine entscheidende Verbesserung. Das Ziel ist nicht 90 Prozent, sondern 87,5 Prozent. Das ist eine weitere Erleichterung für die Autoindustrie. Im Gegenzug müssen die Unternehmen aber deutlich mehr grünen Stahl einsetzen als im deutsch-französischen Kompromiss vorgesehen, nämlich 7,5%. Nur 5% des Ziels werden ohne Kompensation erreicht.
„Wir haben den guten Text, den Deutschland und Frankreich ausgehandelt haben, nochmal verbessert. Der deutsch-französische Kompromiss enthielt zu wenig Anreize, klimafreundlichen Stahl. in Autos einzubauen. Dies ist wichtig für die Arbeitsplätze in der Stahlindustrie, auch in unserer Region, da die gesamte Lieferkette von Investitionen, zum Beispiel in Duisburg abhängt
Die Stahlindustrie braucht den Leitmarkt. Die Autoindustrie ist der wichtigste Kunde und deswegen ist diese Verbindung so entscheidend. Generell ist es gut, dass das Verbrennerverbot abgeschafft wird. Wir können die Klimaneutralität auch mit Technologieneutralität erreichen. In den nächsten Jahren können und müssen mehr klimafreundliche Kraftstoffe in den Mix aufgenommen werden. Dem Elektroauto gehört die Zukunft, aber es ist nicht wichtig, eine Technologie vorzuschreiben. Elektroautos mit Range Extender oder Hybride mit langer elektrischer Reichweite gehören auch in Zukunft zum Mix, insbesondere wenn sie mit klimafreundlichen Kraftstoffen gefahren werden. Es ist auch wichtig für die Arbeitsplätze in unserer Region, da viele mittelständische Zulieferbetriebe sowohl für die Elektromobilität als auch für Hybride und Range Extender arbeiten“, bekräftigte der südwestfälische CDU-Abgeordnete und klimapolitische Sprecher der größten Fraktion im Europäischen Parlament (EVP/CDU), Dr. Peter Liese, der an den Verhandlungen beteiligt war.
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- Quelle: Dr. Peter Liese
Fotocredit: Peter Liese / Europabüro für Südwestfalen, Meschede



