Winterberg: Erfolgreicher Generationenwechsel und gute Zusammenarbeit als Schlüssel für die Zukunft

Winterberg: Erfolgreicher Generationenwechsel und gute Zusammenarbeit als Schlüssel für die Zukunft – Mitgliederversammlung der Wintersport-Arena Sauerland blickt ins Jahr 2036

Wie sieht der Wintersport im Sauerland in zehn Jahren aus? Darum ging es bei der diesjährigen Mitgliederversammlung der Wintersport-Arena Sauerland im Rathaus Winterberg. In einem Diskussionsforum zum Thema Generationenwechsel schauten junge und erfahrene Stimmen aus dem Wintersport zurück auf das, was sich in der Region verändert hat, und nach vorn auf das Jahr 2036. Neuer Projektleiter der Wintersport-Arena ist Niklas Hinz, der nach 15 Jahren auf Julian Pape folgt.

Niklas Hinz ist begeisterter Skifahrer und kennt alle Skigebiete der Wintersport-Arena sehr gut. Bisher war er nebenberuflich im Wintersport aktiv, im Skiliftkarussell Winterberg und im Skigebiet Olpe-Fahlenscheid. 

Neue Aufgaben im digitalen Zeitalter

Der Wintersport steht heute vor anderen Anforderungen als früher, und die Rahmenbedingungen ändern sich weiter. Das gilt auch für die Wintersport-Arena Sauerland selbst. In ihren Anfängen war sie vor allem eine Präsentationsplattform für den Wintersport in der Region und kümmerte sich um Fördermittel für die Skigebiete. Inzwischen sind Marketing und Kommunikation zu einem weit größeren Aufgabenfeld geworden, vor allem durch die Digitalisierung. Und schon steht das nächste Thema an: Künstliche Intelligenz und die Frage, wie die Skigebiete in KI-gestützten Suchen gefunden werden.

Technische Beschneiung als Grundlage

Viel getan hat sich bei der Schneesicherheit. Den großen wirtschaftlichen Anschub brachte 2001 der Masterplan Wintersport-Arena mit dem Pilotprojekt auf der Postwiese. Nach diesem Erfolg setzten weitere Skigebiete auf technische Beschneiung. Seitdem können sich Gäste auf eine durchgehende Saison und gute Pisten verlassen und ihren Winterurlaub entsprechend planen. Neue Techniken sind hinzugekommen. Allwetterschneeerzeuger bleiben aber eine Randerscheinung: Sie sind bislang nur auf der 6 Kilometer langen Hauptachse in Winterberg im Einsatz.

Gemeinsam mehr bieten

Die Zusammenarbeit ist dabei so wichtig wie eh und je, wenn nicht sogar wichtiger. Ein gutes Beispiel sind die Ticketverbünde. Schon in den Anfangsjahren wurde die Wintersport-Arena Card geschaffen. Dazu gehören sieben Skigebiete in der gesamten Region. Hinzu kommt jetzt das Skiliftkarussell Winterberg. Unter dieser Dachmarke haben sich die Winterberger Liftgesellschaften zu einem Skigebiet zusammengeschlossen. Dazu gehört: Gäste wollen online buchen, selbst wenn es an der Kasse weiterhin Tickets gibt. Sie wollen ein Ticket für alle Bereiche und bequem von einem Ort zum nächsten kommen. Ein Skibus pendelt zwischen den Erlebnisbereichen. So bietet das Skigebiete seinen Gästen eine Vielfalt, die ein Betreiber allein nie bieten könnte, bis hin zu Nischenangeboten wie dem Funpark.

Hinter den Kulissen geht der Austausch ebenfalls weiter. Der Skiliftverband Sauerland wurde bereits im vergangenen Jahr aufgelöst, um Doppelstrukturen zu vermeiden und die Arbeit effizienter zu machen. Seine Aufgaben, Erfahrungsaustausch und Wissenstransfer unter den Betreibern, übernimmt nun die Wintersport-Arena. Neu ist ein Arbeitskreis Technik, der im September zum ersten Mal zusammenkam. Dort ging es unter anderem um die Schneeproduktion; ein Hersteller stellte dazu neue Technik vor.

Wünsche für das Jahr 2036

Im Diskussionsforum ging es um die Frage: Und wie soll der Wintersport in der Region 2036 aussehen? Dazu hatten die Teilnehmenden eigene Vorstellungen. „Mir ist wichtig, dass die kleineren Skigebiete erhalten bleiben. Auch die Gebiete, die als Verein betrieben werden, möchte ich stärker einbinden. Zudem müssen wir Marketing und Digitalisierung weiter voranbringen“, betonte der neue Projektleiter Niklas Hinz.

Die kleinen Skigebiete liegen auch Julian Pape am Herzen. In Neuastenberg übernimmt er nach seinem Vater die Geschäftsführung im Verkehrsverein und Aufgaben in der Liftgesellschaft, die die Lifte an der Postwiese im Skiliftkarussell Winterberg betreibt. Zudem arbeitet er am Aus- und Umbau des Westdeutschen Wintersportmuseums mit. Das Museum wird neu ausgerichtet und soll in ein bis zwei Jahren fertig sein, dann mit Klima und Beschneiung als zusätzlichen Themen. „Den Wintersport in der Region wird es auch 2036 weiterhin geben – die kleinen Skigebiete bestehen und die Tradition lebt weiter“, ist er überzeugt. 

Leonie Klante arbeitet im Familienbetrieb Klante im Skiliftkarussell Winterberg. Nach ihrem Tourismusstudium sammelte sie Erfahrung in einer Agentur für touristische Strategieberatung. „Ich hoffe, dass die Skigebiete noch weiter zusammenwachsen, auch wenn das Sich-Anfreunden Zeit braucht. Die Dachmarke Skiliftkarussell Winterberg soll wachsen, noch mehr Strahlkraft entwickeln und eine Marke sein, in der sich alle Beteiligten wiederfinden“, erklärte Leonie Klante.

Die Sicht des sportlichen Nachwuchses brachte Felix Körner aus Elleringhausen ein, der als Biathlet bei nationalen Nachwuchsrennen startet. Er möchte, dass die Region ihre Tradition im nordischen Wintersport weiterträgt und in die Infrastruktur für junge Athletinnen und Athleten investiert.

Das Fazit fällt zuversichtlich aus: Dank guter Zusammenarbeit steht der Wintersport im Sauerland auf einer soliden Basis. Die Freude am Wintersport ist für die Diskussionsteilnehmer nach wie vor deutlich spürbar. Die Faszination Schnee ist groß, sie könnte sogar noch wachsen, auch durch technisch erzeugten Schnee.

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  • Quelle: Redaktionsbüro Susanne Schulten / Wintersport-Arena Sauerland
  • Bild: Fotocredit Wintersport-Arena Sauerland / von links nach rechts:

 

  • Michael Beckmann, Vorsitzender Wintersport-Arena Sauerland
  • Christoph Koch, stellvertretender Vorsitzender Wintersport-Arena Sauerland
  • Christoph Klante, Vorstandsmitglied
  • Julian Pape, ehemaliger Projektleiter
  • Niklas Hinz, neuer Projektleiter
  • Leonie Klante, Liftbetrieb Klante
  • Felix Körner, Biathlet
  • Stefan Küpper, Vorsitzender Nordicsport-Arena Sauerland

 

 

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