Repair-Café des Seniorenbeirats holt den Westenergie-Preis „LokalStars“ . Stadt Winterberg und Westenergie würdigen ein Ehrenamtsprojekt, das Reparieren statt Wegwerfen möglich macht und Generationen zusammenbringt
Winterberg: Was nicht mehr funktioniert, muss nicht gleich in die Tonne. Nach diesem Prinzip arbeitet der Seniorenbeirat der Stadt Winterberg in seinem Repair-Café, und dafür erhält er in diesem Jahr den Engagement-Preis „LokalStars“ von Westenergie. Einmal im Monat setzen erfahrene Rentner dort ihr handwerkliches Können ein, um Gegenstände aus der Bevölkerung wieder flottzumachen. Die Stadt und das Energieunternehmen zeichnen damit ein Projekt aus, in dem Nachhaltigkeit, Ehrenamt und Gemeinschaft zusammenkommen.
Aus dem Klimaschutzpreis wurde „LokalStars“
Die Stadt beteiligt sich seit vielen Jahren an dem Wettbewerb von Westenergie. Lange war er als Klimaschutzpreis bekannt, heute heißt er „LokalStars“ und stellt neben nachhaltigen Projekten ausdrücklich das ehrenamtliche Engagement in den Mittelpunkt. Ausgezeichnet werden Vereine, Initiativen sowie Bürgerinnen und Bürger, die sich für das Gemeinwohl einsetzen und das Leben vor Ort positiv gestalten. Auch in diesem Jahr haben sich wieder engagierte Akteure aus Winterberg mit ihren Projekten beworben.
Reparieren statt Wegwerfen, einmal im Monat
Im Repair-Café landet auf dem Tisch, was zu Hause nicht mehr will: kleinere Alltagsgegenstände ebenso wie liebgewonnene Dinge, an denen Erinnerungen hängen. Das Ziel ist schlicht. Was sich reparieren lässt, soll weiter genutzt werden, statt im Müll zu landen. Das spart Geld und schont Ressourcen.
Das Repair-Café in der Kernstadt hilft seit April 2023 bei notwendigen Reparaturen an Kleingeräten. Den Anstoß gab der Seniorenbeirat der Stadt. Derzeit sind acht erfahrene Rentner im Einsatz. Gearbeitet wird in den Kurparkstuben Korn, die Reparaturen sind kostenlos.
Ein Treffpunkt für Jung und Alt
Mindestens so wichtig wie das reparierte Gerät ist das Gespräch am Werktisch. Das Repair-Café bringt Menschen zusammen, fördert den Austausch zwischen den Generationen und stärkt die Gemeinschaft in der Stadt. Die beteiligten Seniorinnen und Senioren geben ihre Erfahrung an andere weiter.
„Nachhaltigkeit braucht nicht immer große Programme. Sie beginnt dort, wo jemand einen kaputten Gegenstand nicht wegwirft, sondern repariert. Im Repair-Café stecken sehr viel Wissen, Zeit und Herzblut, und dafür danke ich dem Seniorenbeirat und dem Team vom Repair Cafè im Namen der Stadt ausdrücklich“, sagt Michael Beckmann, Bürgermeister der Stadt Winterberg. Im Repair-Café werde nicht nur geschraubt. Dort kommen Menschen ins Gespräch, und Jung und Alt lernen voneinander. Genau dieses Engagement mache Winterberg lebenswert. „Ich freue mich, dass wir es gemeinsam mit Westenergie erneut sichtbar machen können.“
Rückenwind durch das Recht auf Reparatur
Der Seniorenbeirat versteht das Repair-Café auch als Beitrag zu einem Umdenken im Alltag. „Das Repair-Café möchte auch zu einer Mentalitätsveränderung beitragen und damit das Gesetz ‚Recht auf Reparatur‘, das am 31. Juli 2026 in Deutschland in Kraft getreten ist, nochmals nachdrücklich untermauern“, sagt Walter Hoffmann, Vorsitzender des Seniorenbeirats der Stadt Winterberg. Die neuen Regeln sollen nach seinen Worten zu einem nachhaltigen Konsum anleiten. Besonders bedankt sich Hoffmann bei den ehrenamtlich tätigen Monteuren und bei Familie Korn, die den Werkstattraum kostenfrei überlässt.
Wer selbst einen defekten Gegenstand reparieren lassen oder mithelfen möchte, ist im Repair-Café willkommen. Geöffnet ist es jeden 1. Montag im Monat, das nächste Mal am 7. Dezember.
___________________________
- Quelle: Stadt Winterberg, Öffentlichkeitsarbeit – V.i.S.d.P. Rabea Kappen
- Bild: Stadt Winterberg und Westenergie würdigen ein Ehrenamtsprojekt, das Reparieren statt Wegwerfen möglich macht und Generationen zusammenbringt
- Fotocredit:©Stadt Winterberg



