Neue Heimat für den Kinderärztlichen Bereitschaftsdienst Arnsberg – Umzug vom Nebengebäude ins Karolinen-Hospital
Die Kinderärztliche Bereitschaftspraxis der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) in Arnsberg zieht um – aber nur wenige Meter: Seit Mittwoch (4. November) werden junge Patientinnen und Patienten mit akuten Beschwerden aus Arnsberg und Umgebung nicht mehr im Nebengebäude, sondern direkt im Karolinen-Hospital des Alexianer Klinikums Hochsauerland in Arnsberg-Hüsten, Stolte Ley 11, versorgt. Der Weg vom Haupteingang zur Bereitschaftspraxis ist mit einer gelben Linie mit magentafarbenen Pfeilen gekennzeichnet. Um Zeit und Wege sparen zu können, sollten sich Eltern zuvor an den Patientenservice 116 117 der KVWL wenden.
In den neu eingerichteten Räumlichkeiten sind weiterhin die niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte Ansprechpartner für Akutfälle, wenn die örtlichen Praxen geschlossen sind. Dr. med. Hans-Heiner Decker, Facharzt für Allgemeinmedizin in Arnsberg und Leiter der dortigen KVWL-Bezirksstelle, erläutert die Vorteile des neuen Standorts: „Die fachkundigen Mitarbeitenden entscheiden hier, ob die Behandlung der jungen Patientinnen und Patienten weiter ambulant durch den Kinderärztlichen Bereitschaftsdienst der KVWL, ambulant in der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin mit erweiterten Diagnostik-Leistungen oder aber stationär notwendig ist. Die ambulante Versorgung durch die niedergelassenen Kinderärztinnen und Kinderärzte der Bereitschaftspraxis und die weiterführenden diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten der Kinderklinik greifen so Hand in Hand – das kommt in erster Linie den jungen Patienten zugute.“
Dr. med. Bartholomäus Urgatz, Chefarzt der Klinik für Kinder und Jugendmedizin im Alexianer Klinikum Hochsauerland, ergänzt: „Mit dem Umzug der Kinderärztlichen Bereitschaftspraxis in das Karolinen-Hospital kommen wir dem Gedanken einer kinderärztlichen Portalpraxis einen wichtigen Schritt näher. Ziel ist es, unsere jungen Patientinnen und Patienten entsprechend ihrem medizinischen Behandlungsbedarf möglichst unmittelbar in die richtige Versorgung zu leiten. Eltern erhalten an einer Anlaufstelle Zugang zu unterschiedlichen Versorgungsangeboten. Das kann dazu beitragen Unsicherheiten, Wege und Wartezeiten zu reduzieren.“
Patientenservice 116 1117 bleibt wichtige Schnittschnelle
„Ob der Weg in die neue Kinderärztliche Bereitschaftspraxis aber überhaupt notwendig ist, sollte vorab mithilfe des Patienten-Navi auf www.116117.de oder durch einen Anruf bei der Service-Rufnummer 116 117 geklärt werden“, ergänzt Dr. Decker und erläutert: „Unter dieser kostenfrei erreichbaren Telefonnummer nimmt zunächst medizinisch geschultes Personal eine fundierte Ersteinschätzung vor. Die Mitarbeitenden können so die Behandlungsdringlichkeit und die Notwendigkeit einer Untersuchung in der KV-Bereitschaftspraxis ermitteln. In vielen Fällen kann der Besuch durch ein Gespräch mit einem Arzt per Videotelefonie ersetzt werden, das entlastet auch die Notaufnahme. Die Mitarbeitenden der 116 117 übernehmen die Koordination für eine solche Kinderärztliche Videosprechstunde.“ Alternativ ist die 116 117 auch via App erreichbar (siehe „INFO: Patientenservice 116 117“).
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INFO: Patientenservice 116 117 – der zentrale Wegweiser, online und telefonisch
Die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) ist für den ärztlichen Bereitschaftsdienst außerhalb der Praxisöffnungszeiten im Landesteil Westfalen-Lippe zuständig. Die niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte stehen bereit, um akute Beschwerden in insgesamt 90 Bereitschaftspraxen in Westfalen-Lippe zu behandeln. Hierzu zählen 60 allgemeine, 21 pädiatrische, fünf HNO- und vier augenärztliche Bereitschaftsdienstpraxen.
Wer online über das „Patienten-Navi“ unter www.116117.de oder telefonisch bei der Patientenservice-Hotline 116 117 (kostenfrei, ohne Vorwahl) Hilfe sucht, erhält rund um die Uhr eine schnelle medizinische Ersteinschätzung seiner Beschwerden. An der Hotline stellen die medizinisch geschulten Mitarbeitenden rund 20 gezielte, individuelle und strukturierte Fragen zum Beschwerdebild. Telefonisch wie online unterstützt die bundesweit genutzte Software „SmED“ („Strukturierte medizinische Ersteinschätzung in Deutschland“). Bei SmED handelt es sich um ein zertifiziertes Medizinprodukt. Das Programm ermittelt eine Empfehlung zur Behandlungsdringlichkeit und zum korrekten Behandlungsort: Haus- oder Facharzt-Praxis, Videosprechstunde, Bereitschaftspraxis oder Krankenhausambulanz. Für nicht mobile Patienten organisieren die Mitarbeitenden des Patientenservice 116117 im Bedarfsfall auch einen ärztlichen Hausbesuch. Für die Videosprechstunde gilt, dass das Beschwerdebild hierfür geeignet sein muss. Kommt die Videosprechstunde je nach Symptomatik und Dringlichkeit in Frage, leiten die Mitarbeitenden der KVWL Patientinnen und Patienten in das „virtuelle Wartezimmer“ weiter. Dazu erhalten diese per SMS oder E-Mail einen entsprechenden Zugangslink. Wichtig: Im Internet-Browser müssen sie der Nutzung von Kamera und Mikrofon zustimmen. Auch die Krankenversichertenkarte wird benötigt.
Typische Fälle für den Bereitschaftsdienst sind: Erkältungskrankheiten, grippale Infekte mit Fieber und Schmerzen, Infektionen von Hals, Nase, Ohren, Magen-Darm-Infekte mit Brechdurchfall, akute Bauchschmerzen, Migräne oder Hexenschuss.
Wichtig: Bitte wenden Sie sich in einer lebensbedrohlichen Notfallsituation umgehend an die Rettungsleitstelle unter der Telefonnummer 112. Weitere Informationen zu den ärztlichen Bereitschaftsdiensten und den Öffnungszeiten finden Bürgerinnen und Bürger unter www.kvwl.de/116117.
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Quelle: Richard Bornkeßel, Pressesprecher, Alexianer Klinikum Hochsauerland GmbH
Bildunterschrift: Eröffneten gemeinsam die Kinderärztliche Bereitschaftspraxis der KVWL im Karolinen-Hospital (von links nach rechts): Dr. Alexander Ranft, Ärztlicher Direktor Alexianer Klinikum Hochsauerland und Chefarzt der Klinik für Interventionelle Radiologie und Neuroradiologie, Dr. Frank Koslowski, Stv. Leiter der KVWL-Bezirksstelle Arnsberg, Dr. Silvia Rummel, Notdienstbeauftragte für Kinderheilkunde der Bereitschaftspraxis, Kerstin Niklas, koordinierende MFA der Bereitschaftspraxis, Dr. Bartholomäus Urgatz, Chefarzt der Klinik für Kinder und Jugendmedizin im Alexianer Klinikum Hochsauerland
Fotocredit: Alexianer Klinikum Hochsauerland, R. Bornkeßel



