„BoDO“ geht in die Umsetzungsphase

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Brilon-Totallokal: Josefsheim Bigge – Bedarfsorientierte Angebote demnächst in drei Pilotorten…

brilon-totallokal:  Bigge.  Angebote und Dienstleistungen für Menschen mit Unterstützungsbedarf zu entwickeln, die sich an den Bedürfnissen dieser Menschen orientieren – darum geht es in Olsberg bei dem Projekt „BoDO“. Im Sommer gab es dazu eine Bedarfserhebung. Jetzt liegen die Ergebnisse vor. Darauf basierend sollen ab Anfang kommenden Jahres in drei Pilotorten Maßnahmen umgesetzt werden mit dem Ziel, die Lebensqualität älterer, pflege- und unterstützungsbedürftiger Menschen zu verbessern.

„BoDO“ ist die Abkürzung für „Bedarfsorientierte Dienstleistungen Olsberg“. An diesem vom Josefsheim Bigge koordinierten Projekt arbeiten auch die Stadt Olsberg, der Caritasverband Brilon, der Hochsauerlandkreis und das Gerontologischen Institut der Technischen Universität Dortmund mit. „BoDO“ wird im Rahmen des Projektes „ambulant vor stationär“ vom Hochsauerlandkreis finanziell unterstützt.

„Die Resonanz auf unsere Erhebung mittels Fragebögen hätte größer sein können. Aber aus den vorliegenden Daten können wir für drei Pilotorte konkrete Maßnahmen ableiten“, sagt Kerstin Leiße, Projektleiterin im Josefsheim. Rund zehn Prozent der 500 an ältere Menschen und unterstützende Angehörige verteilten Fragebögen kamen ausgefüllt zurück. „Es zeigt sich: Den größten Unterstützungsbedarf haben ältere Menschen, die noch keine Pflegestufe haben und keine Angehörigen, die in der Nähe leben und helfen können.“ Die Ergebnisse der Befragung machen aber auch deutlich: Hilfe innerhalb der Familie – wenn sie denn in der Nähe lebt – und in der Nachbarschaft funktioniert in Olsberg nach wie vor.

„Am häufigsten nachgefragt wurden gesellschaftliche Angebote vor Ort, Besuchsdienste und Begleitung im Alltag“, sagt Kerstin Leiße. „Wenn keine Angehörigen da sind, fehlt gerade in den Dörfern oft ein konkreter Anlaufpunkt, wenn ein Mensch Hilfe sucht.“ Dabei können sich die meisten der Befragten gut vorstellen, auch ehrenamtliche Unterstützung in Anspruch zu nehmen. Die Angehörigen äußerten vor allem den Wunsch nach mehr Beratung und Information. „In unserer Region gibt es eigentlich schon viele solcher Angebote“, sagt Regine Clement vom Hochsauerlandkreis. „Eine Schlussfolgerung kann sein, dass wir die vorhandenen Angebote bündeln und besser bekanntmachen müssen.“

Bei „BoDO“ soll es nun Anfang kommenden Jahres konkret werden. Bigge, Elleringhausen und Helmeringhausen wurden als Pilotorte für die Umsetzung konkreter Maßnahmen ausgewählt. „Damit sind ein Ort in der Kernstadt, ein großes und ein kleines Dorf vertreten“, erläutert Kerstin Leiße. Zunächst werden die Ergebnisse der Befragung in den drei Orten noch einmal detailliert vorgestellt. Anschließend wird es Workshops geben, in denen die Menschen in den Orten zusammen mit dem Projektteam Angebote entwickeln, die im nächsten Schritt umgesetzt werden. Die Moderation dieser Workshops übernimmt das Gerontologische Institut der Technischen Universität Dortmund. Die Maßnahmen sollen später auch auf andere Orte im Stadtgebiet Olsbergs und auf weitere Städte und Gemeinden im Hochsauerlandkreis übertragbar sein.


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Es sind oft kleine Hilfen im Alltag, die sich ältere und unterstützungsbedürftige Menschen wünschen. Das Projekt „BoDO“ will jetzt Maßnahmen in drei Pilotorten in Olsberg verwirklichen.

(Foto: Pedro Citoler)

Bericht : brilon-totallokal.de - Ihr Nachrichtenmagazin aus Brilon

brilon-totallokal.de
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