Futuristisches Bahnhofsgebäude in Winterberg geplant

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Futuristisches Bahnhofsgebäude in Winterberg – mehr Attraktivität für das Eingangsportal der Stadt

brilon-totallokal:  Winterberg.   Ein modernes Gesicht werden die Gebäude zwischen Edeka und dem abgerissenen alten Bahnhofsgebäude erhalten: das neue Bahnhofsgebäude wird aus mehreren Modulen bestehen, ein geschwungenes Dach in Form der Sankt-Georg Schanze überspannt das Gebäudeensemble. Ein Symbol für einen freundlich und modern anmutenden Eintritt in die Sportstadt Winterberg. Außerdem wird ein zweistöckiges Geschäftsgebäude mit großer Glasfront und schräg abfallendem Dach entstehen. Dort solle Aldi angesiedelt werden und ein Schiesser-Outlet im Obergeschoss. Architektin und Investor kommen aus Medebach: das Ehepaar Helga Köster-Saure und Karl-Ulrich Saure. Diese planen in eigener Regie und vermieten die neu errichteten Gebäude mit wirtschaftlichem Risiko. Zwei Grundstücke hat ihnen die Stadt Winterberg verkauft.

Das neue Bahnhofsgebäude wird aus mehreren Modulen bestehen: einer hohen 130 Quadratmeter großen Bahnhofshalle, in der sich ein Servicepoint der Touristinformation befinden wird, wieder ein DB-Verkaufsschalter sowie ein Kiosk und Toiletten. Der rechte flache Teil des Gebäudes sei für Büros vorgesehen, hier könnten etwa die Volkshochschule Kurse abhalten und das Gesundheits- und Jugendamt Sprechstunden. Auf der linken Seite des Ortsausgangs solle „ein schickes italienisches Restaurant eröffnet werden“, so der Investor.

Zudem wird ein zweites Geschäftsgebäude errichtet, zweistöckig, mit großer Glasfront. Dort wird Aldi seine Verkaufsräume erhalten, sogar auf 1200 Quadratmeter Fläche vergrößern. Im Obergeschoss hätte der traditionelle Wäscheproduzent ein Outlet geplant, zudem solle ein Sportfachmarkt für Teamsportarten wie Fußball und Handball angesiedelt werden. Mit den neuen Bauten solle „das Eingangstor der Stadt Winterberg attraktiv gestaltet werden“ und die Einkaufsmöglichkeiten für Bürger und Touristen verbessert werden, erläuterte Bürgermeister Eickler die Pläne.

 

Ein Gutachten darüber, welche Geschäfte im ersten Stock des neuen Geschäftshauses erfolgversprechend für Winterberg seien, hat Rainer Schmidt-Illguth von der Kölner Unternehmensberatung BBE erstellt. Geschäfte mit Kleidung, Sportbekleidung und Schuhen seien ausreichend am Waltenberg und in der Altstadt vertreten. Dagegen böte ein Sportfachmarkt, der sein Sortiment auf den Schwerpunkt Teamsportarten (Fußball, Handball und Badminton) legen würde, gute Chancen am Markt. Das würde nur geringe Verluste für die örtlichen Anbieter (maximal 10 Prozent) bedeuten. Dagegen riet er davon ab, dort einen Elektromarkt anzusiedeln oder einen weiteren Drogeriemarkt. Als lukrativ sähe der Kölner Unternehmensberater dagegen das Schiesser-Outlet an. Der Wäsche- und Dessousproduzent Schiesser würde zunehmend Outletcenter in Touristenstandorten eröffnen, da dort mit einer wechselnden Kundschaft zu rechnen sei.

Architektin und Investor kommen aus Medebach. Helga Köster hat bereits ein Wohn- und Geschäftshaus an der Unteren Pforte architektonisch umgesetzt. Und wie ihr Ehemann Klaus Saure betonte, wolle er etwas gestalten was den Winterbergern zusage, „damit er noch ungestört in Medebach einkaufen könne.“. Es sei „ein Millionenprojekt“, so der Investor. Genauere Zahlenangaben ließen sich ihm derzeit nicht entlocken. Das Bahnhofsgabäude wird von ihm und seiner Ehefrau voraussichtlich in der Rechtsform der GBR (Gesellschaft bürgerlichen Rechtes) errichtet. Für den Bau des neuen Geschäftsgebäudes sei die Form der GmbH und KG (Gesellschaft mit beschränkter Haftung und Kommanditgesellschaft), gewählt worden.

Positiv äußerten sich die Bürger, die sich zu Wort gemeldet hatten, über die geplante Architektur. Bedenken bestanden darüber, ob ausreichende Parkplätze vorhanden seien sowie der Verkehr reibungslos fließen könne. Ein Einzelhändler äußerte sich besorgt darüber, dass Kaufkraft im Sportbereich aus der Innenstadt abgezogen würde und Verluste für den Einzelhandel mit sich bringen würden. Positiv gesehen hat ein Bürger, dass der Investor aus der Nachbarschaft käme.

Fotomontage: Architekturbüro Helga Köster in Medebach

Bericht : brilon-totallokal.de - Ihr Nachrichtenmagazin aus Brilon

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