70 Jahre Caritasverband Brilon: Dem Menschen dienen!

Brilon-Totallokal: 70 Jahre Caritasverband Brilon – Im Fokus stehen allerdings die Mitarbeiter, ohne deren Engagement der Caritasverband seine vielfältigen Aufgaben nicht erfüllen könnte!

brilon-totallokal:  „Jede Zeit ist Gottes Zeit! Und Gott braucht uns. Jetzt!“  Diese Zeilen aus dem Gründungsprotokoll des Caritasverbandes Brilon vom 20. Februar 1946 gelten damals wie heute. Heinz-Georg Eirund, Vorstand des Caritasverbandes Brilon, unterstrich in seiner Begrüßungsrede während des  offiziellen Festaktes  zum 70-jährigen Bestehen des Caritasverbandes  die Bedeutung seiner  Institution  als tragende Säule der Kirche. Neben Persönlichkeiten aus dem  kirchlichen Leben konnte Heinz-Georg Eirund u. a. auch Vertreter von Fachverbänden, der Kostenträger, aus dem Handwerk, der heimischen Wirtschaft, aus dem Bankenbereich und  der Politik begrüßen. Die große Anzahl der hochkarätigen Gäste, die sich am 4.11.2016 im Hubertussaal  der Briloner Schützenhalle eingefunden hatten,  zeigt, wie umfangreich  die Vernetzung und Zusammenarbeit mit den verschiedensten Stellen ist. Im Fokus stehen allerdings die Mitarbeiter, ohne deren Engagement der Caritasverband seine vielfältigen Aufgaben nicht erfüllen könnte – sei es die Senioren-, die Krankenpflege , die Suchtberatung, die Betreuung von Menschen mit Behinderung, die Beratung bei Familien- und Erziehungsproblemen – um nur einige zu nennen.  „Menschen, die mit dem Herzen sehen!“  Über 1100 ehrenamtlich und 900 hauptamtlich Beschäftigte helfen, hören und trösten! Anne Bartholome, Leiterin des Regionalverbandes Bigge-Medebach der Caritaskonferenzen, betonte beim „Talk in der Runde“,  wie sehr man auch in der Zukunft auf die Mitarbeit von Ehrenamtlichen baue. „ Ohne die  Mithilfe von beherzten Frauen hätte man die caritativen Aufgaben, die grade in der großen Not nach dem zweiten Weltkrieg zu bewältigen waren, nicht erfüllen können“,  erinnerte Josef Hesse, ehrenamtliches Vorstandsmitglied des Caritasverbandes von 1968 bis 2004.

Christliche Nächstenliebe

Ursula Beckmann, stellvertr. Landrätin des Hochsauerlandkreises, betonte u. a. die ökonomischen und gesellschaftlichen Herausforderungen, die die heutige schnelllebige Zeit  beherrschen. Hier sei Solidarität mit hilfsbedürftigen Menschen gefragt und jeder müsse persönlich in die Pflicht genommen werden.  In  den Grußworten von Dechant Michael Kleineidam und dem Diözesan Caritasdirektor Josef Lüttig klang auch  die große Wertschätzung gegenüber der Arbeit des Caritasverbandes durch, die als tätiges Zeugnis der Christen von Dechant Kleineidam  bezeichnet wurde.  Josef Lüttig beschreibt den  Caritasverband vor allem als eine  glaubwürdige Institution, die „christliche Nächstenliebe erfahrbar macht“.

„Den Sprachlosen eine  Stimme geben!“

Für Monsignore Ullrich Auffenberg, Referent des Diözesancaritasverbandes Paderborn, der die Festrede hielt, ist die Caritas der „Anwalt der Menschen, die auf der Schattenseite des Lebens stehen.“ Die „Caritaspioniere“  haben seinerzeit in der von großer Not geprägten Nachkriegszeit ein „Pflänzchen der Liebe“ gepflanzt und daraus ist im Laufe der Zeit ein „ riesiger Baum“ entstanden. „ Das Reich Gottes ist  ein Netz der Liebe und Gott blitzt  jeden Tag in der caritativen Arbeit auf!“

„Hier hilft die Caritas“!

Der Paderborner Kabarettist Erwin Grosche lockerte mit seinem Auftritt die doch teils ernsten Vorträge der vorherigen Redner auf und gab amüsante Anekdoten zum Besten.  Mit seinem launigen Gedicht „ Hier hilft die Caritas“ gab er augenzwinkernd einen Einblick in die Arbeit des Caritasverbandes.

Nicht nur Erwin Grosche sorgte für die erheiternden Momente. Der Tanz der in den Werkstätten St. Martin Beschäftigten  und der Gesangsauftritt der „ Hohlweg-Lerchen“,  der Chor aus dem Seniorenzentrum St. Engelbert, begeisterten  zu Recht das Publikum. Mit viel Herzblut war auch die Band „Cariba“, bei der Menschen mit und ohne Behinderung Seite an Seite spielen, dabei.

Durch das Programm begleiteten humorvoll und souverän das Moderatorenduo Silke Otte und Pastor Stefan Tausch vom Bildungs- und Exerzitienhaus St. Bonifatius.

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