Brilon-Totallokal: Generalprobe! Die Kulisse ist noch lange nicht fertig und der Regisseur (Stefan Scharfenbaum) ist kurz vorm Hyperventilieren…
brilon-totallokal: 24 Stunden vor der Theaterpremiere von „Stress im Champusexpress“ – eine Zugfahrt mit exklusivem Champus-Angebot – und eine Panne reiht sich an die andere! Zwei Schauspieler sind erst gar nicht gekommen, die Kulisse ist noch lange nicht fertig und der Regisseur (Stefan Scharfenbaum) ist kurz vorm Hyperventilieren – sind seine Schauspieler doch nicht in der Lage, auf die Stichwörter zu reagieren! Und das alles bei der Generalprobe! So beginnt ein kurzweiliger, unterhaltsamer Theaterabend im Briloner Bürgerzentrum. Die Laienspielgruppe „Maul-Affen-Feil“, die seit ihrer Gründung im Jahr 2008 € 60.000,00 für caritative Zwecke spenden konnte, bot wieder einmal Unterhaltung vom Feinsten. Und diesmal mit einem Theaterstück, das ein wenig anders „gestrickt“ ist, wie man es sonst gewohnt ist. Beginnt es doch mit der bereits erwähnten Generalprobe und wagt dann einen Zeitsprung von 24 Stunden zur Premiere.
Premiere!
Und da nimmt die Geschichte ihren Fortgang. Hatte doch ein Räuberpärchen (Lars Flenner u. Verena Kleine) die Kasse im Bordbistro gestohlen und eine verwirrte Bedienungskraft namens Gertrud (Jörg Schlüter) zurückgelassen, die mit ihrer urdeutschen Aussprache von ausländischen Begriffen so manchen Lacher hervorruft. Für erheiternde Momente sorgt auch die Pathologin und gleichzeitig als Fleischerei-Fachverkäuferin ausgebildete Frau Piepenbrink (Anne-Marie Scharfenbaum), die ihrer verzweifelt nach ihrem Enkel Jeremy-Pascal suchenden Mitpassagierin Lieselotte (Christiane Stumpe) recht süffisant die Getränke und das Essen im Bistro mit pathologischen Begriffen beschreibt, was nicht gerade appetitlich „rüberkommt!“ Ein Versicherungsmakler (Reinhard Becker), der durch weibliche Reize leicht aus der Fassung zu bringende Schaffner Herr Bernd (Bernd Becker), die ständig nervös zuckende Zugchefin Frau Grube-Steckel (Birgit Bange), die Reinigungskraft Ilse (Stefanie Flenner) und die Radsportlerin (Melanie Hentschel) komplettieren die unterhaltsame Zuggemeinschaft, die alle auf der Suche nach den Tätern ist.
Auf dieser Fahrt von Hamburg nach Wien kann der Zwischenstopp am Wolfgangsee aufgrund einer „Störung im Betriebsablauf“ nicht stattfinden und dadurch geraten die leicht trotteligen Gauner in die Bredouille – wollten sie beim Zwischenhalt doch abhauen. Jetzt haben sie größte Mühe, ihre Geldbeute im Bordbistro zu verstecken, was zu den skurrilsten Situationen führt. Das Eintreffen von Hauptkommissar Axel Zöllner (Stefan Scharfenbaum) und seiner Kollegin (Stefanie Flenner), die stets mit dem Gebrauch polizeilich korrekter Begriffe kämpft, treibt den beiden Gesuchten noch einmal richtig den Angstschweiß auf die Stirn.
Wie die ganze Geschichte dann einen richtig überraschenden und überaus gelungenen Abschluss findet, zeigt das Stück „Stress im Champusexpress“, das am 4. 11.2016 seine Premiere im Bürgerhaus Brilon feierte. Die Aufführung, die mit viel Lokalkolorit gewürzt ist, sorgt auch mit den flotten Tanz- und Gesangseinlagen zu der „Im weißen Rössel am Wolfgangsee“ Melodie für ein begeistertes Publikum.
Weitere Aufführungstermine sind Freitag, der 11.11.2016 und Samstag, der 12.11.2016, jeweils um 20.00 Uhr.
Herzlicher Dank gebührt den Sponsoren: Martin Ledebur, Uwe Gödde, Tommys Restaurant, Manfred Sack, Burkhard Brauer, Munte Design, Julia Vössing und der Volksbank Brilon-Büren-Salzkotten eG.
Text und Bild: Ussula Schilling



