Gelungene Infoveranstaltung zum Weltdiabetestag im Maria-Hilf Krankenhaus

Brilon-Totallokal: Krankenhaus Maria-Hilf in Brilon informiert über die im Volksmund bezeichnete „Zuckerkrankheit“

brilon-totallokal:   Zum Weltdiabetestag am 6. November lud das Krankenhaus Maria-Hilf in Brilon alle Interessierten dazu ein, sich über die im Volksmund auch als „Zuckerkrankheit“ bezeichnete Störung der Insulin-Produktion ausführlich zu informieren. Im weitläufigen Foyer konnten die Gäste an verschiedenen Info-Stationen u.a. ihren Blutzucker messen, eine Körperfettanalyse vornehmen oder ein persönliches Ernährungsprotokoll erstellen lassen. Auch Birgit Schrowange hat als prominente Schirmherrin der Veranstaltung die Gelegenheit genutzt, nach einem Klassentreffen am Vorabend persönlich in das Krankenhaus ihrer Geburtsstadt zu kommen und in spontaner Moderation über die Entstehung und Vermeidung von Diabetes aufzuklären.

In einem Gespräch mit dem Chefarzt der Abteilung Inneren Medizin, Dr. med. Heinrich Kerkhoff, wurden zunächst die Hintergründe der „Volkskrankheit“ Diabetes mellitus sowie ihre verschiedenen Erscheinungs-Typen besprochen. Insgesamt vier Diabetes-Typen unterscheidet die Medizin, von denen Typ 2 der weitaus häufigste ist: Durch einen „relativen Insulinmangel“ produziert die Bauchspeicheldrüse zwar Insulin, die Körperzellen verlieren jedoch ihre Empfindlichkeit für das Hormon oder die Ausschüttung aus den Zellen der Bauchspeicheldrüse ist gestört – die Folge ist eine Überproduktion.

Eine wichtige Botschaft zu dieser oft erst spät erkannten Erkrankung ist jedoch, dass sie sich (rechtzeitig diagnostiziert) allein mit einer Ernährungsumstellung oder auch in Kombination mit Medikamenten erfolgreich behandeln lässt. Auf diese Weise lassen sich schwerwiegende Folgeerkrankungen wie Blindheit vermeiden. Zu den vorbeugenden Maßnahmen zähle neben gesunder Ernährung natürlich auch ausreichende Bewegung, so Dr. Kerkhoff, der selbst Ausdauersportarten wie Radfahren, Nordic Walking oder – in der kommenden Winterzeit – Ski fahren empfiehlt. Ausdauersport unterstütze die Fettverbrennung, anders als extreme Fitnessübungen, bei der es um Muskelaufbau und Leistungssteigerung gehe. Übergewicht als einer der Haupt-Risikofaktoren lasse sich auf diese Weise langfristig reduzieren.

Hilfreiche Tipps für den Alltag konnte auch die Ernährungsberaterin des Krankenhauses, Silvia Borggrebe, geben: Um den Stoffwechsel morgens in Schwung zu bringen brauche es vor allem ein Frühstück reich an Ballaststoffen und Eiweiß; zu einem ausgewogenen Mittagessen gehöre Gemüse und z.B. Geflügel. Auf Kohlenhydrate am Abend solle man hingegen verzichten – da stehen Salat, Fisch oder Hülsenfrüchte auf dem Speiseplan. Darüber hinaus wies Borggrebe auf den weit verbreiteten Irrtum hin, Säfte seien gesund und somit gut für unseren Körper – die Fructose, die in den meisten Industrieprodukten in hohem Anteil enthalten ist, „überschwemme“ uns regelrecht mit Zucker. Eine erste Kostprobe, wie lecker speziell für Diabetiker zubereitete Gerichte schmecken können, gab es in der Krankenhaus-Cafeteria, in der u.a. ein Gemüse-Couscous angeboten wurde.

Zur abschließenden Tombola, bei der es attraktive Preise zu gewinnen gab, wurde auch ein Kochabend für acht Personen verlost, um in gemeinsamer Runde neue Rezepte auszuprobieren. Zu den Preisen zählten auch Gutscheine für ein Essen in der Cafeteria und leckere Weihnachtsstollen für Diabetiker. Den Gutschein für neue Schuhe hätte Frau Schrowange auch gern gewonnen, verriet die Moderatorin mit einem Schmunzeln, die sich über den Erfolg des Informationstages zur Diabetes-Krankheit freute.

Foto 1: Silvia Borggrebe (Diabetes-Ernährungsberaterin), Birgit Schrowange (Schirmherrin), Ludger Weber (Geschäftsführer Maria-Hilf Krankenhaus), Dr. med. Heinrich Kerkhoff (Chefarzt Innere Medizin) und Brilons Bürgermeister Dr. Christof Bartsch.

Text + Bild: Sarah Hannig

 

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