Freisprechung bei den Dachdeckern im Hochsauerland

Brilon-Totallokal: 11 neue Gesellen wurden jetzt im Dachdecker-Handwerk im Rahmen einer feierlichen Stunde im kh-centrum der Kreishandwerkerschaft Hochsauerland in Meschede-Enste von den beiden Dachdecker-Innungen Arnsberg-Meschede und Brilon freigesprochen.

brilon-totallokal: Ulrich Bathen, Obermeister der Dachdecker-Innung Arnsberg-Meschede begrüßte zunächst alle anwesenden Gäste zu denen auch die beiden Ehrenobermeister, Hermann Josef Vogt (Dachdecker-Innung Arnsberg-Meschede) und Werner Menzel (Dachdecker-Innung Brilon) gehörten.

„Für jeden Menschen gibt es Stationen, die ihr späteres Leben prägen“, begann der stellvertretende Obermeister und Lehrlingswart der Dachdecker-Innung Brilon, Franz-Josef Dauber, seine Laudatio. „Für Sie, die neuen Gesellen des Dachdeckerhandwerks, ist heute ein solcher Tag. Ihr Champions-Day, wie man im Fußballjargon sagen könnte. Mit der Gesellenprüfung haben Sie eine für Ihre berufliche Zukunft wichtige Hürde genommen und die „Qualifikationsrunde“ bestanden, Ihre Ausbildung ist somit beendet. Auf diese Leistung können Sie stolz sein und darauf Ihre persönliche und berufliche Zukunft aufbauen. Der Erfolg und die Qualität Ihrer Arbeit hängen künftig zu einem großen Teil von Ihrem Können und Ihren Leistungen ab. Sie haben die Fachprüfung bestanden, hatten also einen guten ‚Saisonauftakt‘ – jetzt müssen Ihnen gute Spielzüge gelingen. Wer im Spiel bleiben und nicht auf der Ersatzbank wandern will, darf in seinen Anstrengungen nicht nachlassen. Ihre Ausbildung endet nicht mit der Aushändigung des Gesellenbriefes. Die Lust am Lernen bleibt vielmehr eine unabdingbare Voraussetzung auf dem Berufsweg. Auch im Zeitalter des demografischen Wandels werden Sie nie ohne Konkurrenz sein. Ihre Gegner, Ihre Konkurrenten werden immer da sein und ebenfalls um die Kunden kämpfen, um Aufträge, Umsätze und fähige Mitarbeiter. Dank Ihrer Ausbildung, dem Training, wurden bei Ihnen hervorragende Grundlagen geschaffen. Doch auf der Profibühne kann nur bestehen, wer seine ‚Spieltechnik‘ und das eigene Wissen und Können immer weiter entwickelt und diesen Lernprozess über das ganze Arbeitsleben weiter verfolgt. Dazu haben Sie alle als Dachdecker einen wunderbaren Beruf ausgewählt, dessen Ursprünge sich bis ins Mittelalter zurückverfolgen lassen. Bis heute wird die Tätigkeit im Dachdeckerhandwerk durch den Wandel der Baustile und Dachformen geprägt. Neue Werkstoffe und Techniken hielten Einzug in das Arbeitsgebiet des Dachdeckers. Unabhängig von den Herausforderungen sind die Erwartungen unseres Publikums, also unserer Kunden, sehr hoch. Und wie beim Fußball will es nicht nur zufriedengestellt, sondern vielmehr begeistert werden. Wer die Kunden begeistern will, muss selbst für seinen Beruf voller Begeisterung und Leidenschaft sein. Nehmen Sie diese Begeisterung vom heutigen Tage mit in Ihr nun anstehendes Gesellenleben, wo Sie tagtäglich Ihren Mann stehen müssen.

Zum Schluss lassen sei mich noch Ihren Ausbildern und Lehrern DANKE sagen, dass sie mit Engagement und Geduld bis zum Ende Ihrer Ausbildung begleitet haben. Ich wünsche Ihnen für die Zukunft alles Gute, beruflichen Erfolg, Zufriedenheit in Ihrem Betrieb und nette Kollegen.“

Den Gesellenbrief erhielten (in Klammern die Ausbildungsbetriebe):

Kevin Alberts, Sundern (Hubertus Wiegard, Arnsberg), Benjamin Becker, Brilon (Stefan Schmidt, Brilon), Amir Chargui, Arnsberg (Hermann Vogt GmbH & Co. KG, Arnsberg), Kevin Durau, Arnsberg (Hermann Aland GmbH & Co. KG, Arnsberg), Jan Lünsdorf, Brilon (Michael Schreckenberg, Brilon), Dennis Müller, Arnsberg ( Hermann Aland GmbH & Co. KG, Arnsberg), Eric Schmick, Brilon (Niggemeier Bedachungen GmbH, Brilon), Paul Schönfelder, Eslohe (Berens Dach GmbH, Eslohe), Michael Spancken, Meschede (Benedikt Rieger, Meschede), Tomas Kopecky, Willingen (Prange GmbH, Brilon) sowie Marco Schnier, Winterberg (Schmitte GmbH, Schmallenberg). Bereits im Winter 2017/18           erhielt Daniel Elsner, Eslohe (Berens Dach GmbH, Eslohe) seinen Gesellenbrief.

Quelle: Christiana Padberg, Kreishandwerkerschaft Hochsauerland

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