Brilon-Totallokal: Sparkasse Hochsauerland und Heimatbund Semper Idem unterstützen Angebot für Schulen und Kindergärten des Museums Haus Hövener
brilon-totallokal: „Die waren alle ganz lieb, so wie die Briloner heute,“ erklärte Winfried Dickel, Vorsitzender des Briloner Heimatbundes Semper Idem und Projektträger, das Wesen der 14 jungen Dinosaurier, die vor etwa 100 Millionen Jahren auf dem Gebiet des heutigen Brilon-Nehden lebten. „Sie waren reine Pflanzenfresser, so etwas wie die Kühe der Urzeit, wenn man so will.“
Eine Herde Jungdinosaurier auf Briloner Grund
Da staunten die Kinder des zweiten Jahrgangs der Geopark-Grundschule Bruchhausen nicht schlecht. Ein echter Dinosaurier zum Anfassen! Fast noch ein Dinosaurer-Baby, mit einem geschätzten Alter von fünf bis sechs Jahren sogar etwas jünger als sie selbst. Als Geopark-Schüler verfügten sie allerdings bereits über ein breites Vorwissen und konnten verschiedene Dinosaurerarten benennen und unterscheiden. „Iguanodonen heißen die Briloner Dinosaurier,“ erklärte Museumspädagogin und Geopark-Führerin Appolonia Held-Wiese. „Das kann man mit mit Leguan-Zahner übersetzen.“ Die Dinos hatten das gleiche Gebiss wie ein Leguan – nur größer. Ein ausgewachsener Iguanodon war bis zu 11 Meter lang und konnte vier bis fünf Tonnen wiegen. Wenn alles gut ging, wurde er bis zu 120 Jahre alt. „In Brilon wurden aber überwiegend Jungtiere gefunden, was allerdings schon an sich eine Besonderheit darstellt,“ machte Winfried Dickel deutlich.
Museumsbus und Eintritt frei
Mit dem Museumsbus waren die Kinder extra mit ihrer Lehrerin Kerstin Penno und zwei Elternteilen von Bruchhausen angereist. Auch Schulamtsdirektorin Martina Nolte war da, um sich über das Projekt „Museumsbus“ zu informieren. Das Verfahren ist denkbar einfach: Schulklassen oder Kindergartengruppen werden unter 02961 – 9639901 im Museum Haus Hövener angemeldet. Zum vereinbarten Termin reist die Gruppe mit öffentlichen Verkehrsmitteln an und die Kosten werden gegen Vorlage der Gruppenkarte an der Museumskasse erstattet. Und das ist noch nicht alles! Auch der Eintritt ins Museum Haus Hövener ist im Rahmen dieses Projekts frei. „Das ist nur durch die Unterstützung der Sparkasse Hochsauerland möglich,“ betonte Winfried Dickel, „die wir nun schon im fünften Jahr als Sponsor gewinnen konnten.“ Für die Besuchergruppe fällt lediglich ein Betrag von 20,- € als Unkostenbeitrag zur Museumspädagogik an. Teilnehmen können Schulklassen und Kindergartengruppen aus Brilon und den Briloner Dörfern. Außerdem richtet sich das Projekt auch an Gruppen aus den Städten Medebach, Hallenberg, Winterberg, Olsberg, Marsberg, Bestwig, Meschede und sogar aus der Gemeinde Willingen.
Schon früh Bezug zur Heimat stärken
„Ziel des Projektes ist es, die Kinder schon frühzeitig an die Historie und Geologie ihres Lebensumfelds heran zu führen und so den Bezug zu ihrer Heimat zu stärken,“ führte Bernhard Hohmann aus. Als Marketing-Leiter der Sparkasse Hochsauerland hat er allein in den letzten vier Wochen 580 Schülerinnen, Schülern und Kindergartenkindern die Anreise mit dem Museumsbus ermöglicht. „Dafür sind wir sehr dankbar,“ betonte Winfried Dickel. Auch weitere interessierte Sponsoren können sich gerne unter 02961 – 9639901 bei ihm melden. „Wirtschaft und Kultur gehören zusammen,“ so Dickel. „Die Kinder erkunden im Rahmen des Projekts selbständig mit ihren Betreuern den öffentlichen Raum, erlernen den Umgang mit öffentlichen Verkehrsmitteln und erfahren, dass zum Beispiel die Stadt Brilon gut mit dem Bus und Bahn zu erreichen ist.“
Schulklassen und Kindergartengruppen sind eingeladen
Das Museum Haus Hövener am Briloner Marktplatz ist dienstags bis sonntags von 11 Uhr bis 17.00 Uhr geöffnet. Sondertermine sind montags möglich. Schulklassen und Kindergartengruppen aus den teilnehmenden Städten und Gemeinden sind herzlich eingeladen, sich zum Projekt anzumelden. Weitere Informationen gibt es unter www.haus-hoevener.de.
BU.: Sprachen über das Projekt „Museumsbus“: die Kinder der Grundschule Bruchhausen mit v.l. Winfried Dickel, Kerstin Penno, Martina Nolte, Bernhard Hohmann und Appolonia Held-Wiese
Quelle: Jutta Maas



