Geoparkfoyer im Museum Haus Hövener eingerichtet

Der Geopark war finanziell und mit Software beteiligt

brilon-totallokal: Der Briloner Heimatbund – Semper Idem und das Museum Haus Hövener hatten zur Vorstellung des neuen Geoparkfoyer in das Museum am Marktplatz in Brilon eingeladen. Dieses Foyer ist ein Bildschirm, der bei jeweiliger Punktberührung ausführliche Informationen zu dem Objekt mitteilt. Weitere Teilnehmer dieser Veranstaltung waren Geopark-Projektleiter Dipl.-Ing. Norbert Panek Korbach, Leader Regionalmanager Christoph Hammerschmidt, Apollonia Held-Wiese Geoparkführerin, Horst Frese Arbeitskreisleiter der Heimatbünde im Altkreis Brilon, Friedel Schumacher Brilon natürlich, Carsten Schlömer, Winfried Dickel, und Dipl. Geologien Annette Bette Museum Haus Hövener.

 

Vor 12 Jahren fing alles an

2007 haben der Briloner Heimatbund-Semper Idem mit der Natur- und Umweltakademie Recklinghausen eine Regionalkonferenz zur touristischen Inwertsetzung (so die Bezeichnung durch Semper-Idem) unserer geologischen Region – Altkreis Brilon und Waldeck/Frankenberg veranstaltet. Die Konferenz war bewusst grenzüberschreitend angelegt. Sie umfasste 120 Teilnehmer. Das Ziel war die Akteure in der geologisch  abwechslungsreichen und landschaftlich reisvollen Mittelgebirgslandschaft im Grenzgebiet zwischen Nordhessen und Nordrhein-Westfalen sollten sich zusammenfinden, um die Natur und Kultur herauszustellen und touristisch aufzuwerten. Daraus entwickelten sich drei Ergebnisse:

  1. Gründung des Geopark Grenzwelten
  2. Die Heimat- und Geschichtsvereine des Altkreises Brilon schlossen sich zu einer Arbeitsgemeinschaft zusammen.
  3. Gemeinsam haben die Beteiligten dafür gesorgt, dass sich unsere Region an dem Leader-Prozess beteiligt.

 

In den Leader-Projekten wurden folgende Maßnahmen realisiert:

  1. Machbarkeitsstudie zu einer Bergbaustraße
  2. Altwegeforschung, die Heimatbünde erforschten und erwanderten gemeinsam historische Wege zwischen den Hansestädten Arnsberg, Meschede, Brilon und Marsberg, sowie Soest, Rüthen, Brilon, Medebach und Korbach.
  3. Ausbildung von zertifizierten Natur- und Landschaftsführern
  4. Ausbildung von Geoparkführern.

 

Insgesamt wurden in der ersten Leader-Periode 15 Maßnahmen durchgeführt.

 

Ausgeführt wurden zum Beispiel die Themenwege in Medebach, Marsberg, Giershagen und Brilon/Olsberg. Ausgebaut wurden die Besucherbergwerke in Marsberg und Olsberg.

 

Was und wo wurden Maßnahmen durchgeführt / in die Wege geleitet?

Der Bereich des Geopark GrenzWelten überschreitet bzw. führt an politische Grenzen (Hessen und Nordrhein-Westfalen) und an Glaubensgrenzen (protestantisches Waldeck und katholisches Sauerland). Jedoch sind die Landschaften des Sauerlandes und des Waldeck-Frankenberger Raumes durchaus Verwand. Der Schwerpunkt der Aktivitäten lag auf der Vernetzung, die durch mehrere Konferenzen nach Gründung in allen Teilen zum Erfolg führten. Einer dieser Erfolge ist die Gründung Geopark Region Hochsauerland „Zwischen Karst und Kahler Asten“. Ohne Teilnahme an dem Projekt Leader wäre vieles nicht machbar geworden. Denn auch hier gilt „ohne Moos nichts los“.  So konnte  mit der Leader Hilfe das Projekt Bergbaustraße von Bredelar nach Marsberg umgesetzt werden. Ebenso konnten weitere Wege erkundet und erwandert werden. Hieraus entstand das Projekt  der Natur- und Landschaftsführer, welches gemeinsam mit Hessen durchgeführt wurde. Weitere Objekte waren die Unterstützung bei dem Lampenhaus in Marsberg oder der Stollenbeleuchtung in Olsberg.

Dieses ist nur ein Teil der bisherigen Maßnahmen, weitere werden in der Zukunft in Angriff genommen. Es geht darum Werbung für historische Begebenheiten zu machen, sowohl auf der westfälschen als auch auf der hessischen Seite.

 

Nationaler Geopark GrenzWelten

Der Nationale Geopark GrenzWelten umfasst  die Naturparke Diemelsee, Rothaargebirge, Habichtswald und Kellerwald-Edersee in dem der Nationalpark eingegliedert ist. Im nördlichen Bereich geht er über Meerhof hinaus, östlich überschreitet er die Linie Zierenberg/Wabern, südlich deutlich über Todenhausen hinaus und westlich eine Linie Ramsbeck/Hatzfeld. Mittlerweile sind in diesem Gebiet, mit dem nun auch in Brilon vorhandenem, vier Geofoyers, 13 höchst unterschiedliche Museen, elf sonstige Infostellen, neun Besucherbergwerke, 30 GeoStationen, eine Geo-Erlebnisstation, neun Geotope (Auswahl), und zehn Aussichtspunkte. Darüber hinaus  sind in dem Gebiet 22 GeoPunkte markiert und  mit Zusatzangaben versehen. Die in diesem Absatz aufgeführten Punkte sind auf einer Übersichtskarte, mit ausführlichen Zusatzinformationen aufgeführt. Diese Karte können sie im Museum Haus Hövener erhalten bzw. anfordern. Darüber hinaus gibt es Einzelinformationen zu bestimmten Gebieten oder besonders interessanten Punkten, wie z. B. Die Bruchhauser Steine, oder die Ausstellungen Bergbauwelten.

 

BU.: Apollonia Held-Wiese, Nobert Panek, Annette Bette, Horst Frese und Winfried Dickel um rahmen den Bildschirm des gerade eingerichteten Geoparkfoyer im Museum Haus Hövener in Brilon.

Quelle: Peter Kasper

 

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