Die Briloner Chronik ist seit Gestern erhältlich

Die Briloner Chronik dokumentiert das vielfaältige Geschehen in unserer Stadt auch das vor 100 Jahren

 

brilon-totallokal: Die Briloner Chronik 2020 ist ein besonderes Zeitdokument. Fast alle Veranstaltungen zu dem 800-jährigen Stadtjubiläum fallen aus. Der 40. Internationale Hansetag wird ersatzlos gestrichen. Der Schnadezug muss ausfallen.

  1. Unter den Datumsangaben berichtet die Briloner Chronik 2020 wie gewohnt Tag für Tag in Wort und Bild von den Ereignissen des Jahres.
  2. Immer wenn ein Bild des Stadtesels Huberta erscheint, werden  Hintergrundinformationen zu geschichtlichen Ereignissen gegeben. Es beginnt mit einem Rückblick auf Seuchen in früheren Jahren.
  3. Immer wenn ein Virus abgebildet ist, folgen besondere Informationen zur Pandemie.
  4. Wetterdiagramme machen im Vergleich zu früheren Jahren deutlich, dass der Klimawandel nicht zu leugnen ist.
  5. Der Rückblick auf das Jahr 1920 führt beispielhaft bestimmte Ereignisse des Jahres auf.

 

Ein ausgewählter Überblick zu den Notizen in der Chronik 2020 folgt:

 1. Januar Voller Erwartung schauen wir auf die kommenden Ereignisse, die dieses Jahr zu einem ganz besonderen Jahr in der 800-jährigen Stadtgeschichte machen werden.

Dazu wird es in diesem Jahr mehrere Veranstaltungen im Rahmen des 800-jährigen Stadtjubiläums geben. Wir freuen uns auf die Schnade, wie wir sie alle zwei Jahre mit unseren Freunden ziehen. Mit Begeisterung bereiten zahlreiche Frauen, Männer und Kinder sowie die Verantwortlichen der Stadt das größte Fest der Stadtgeschichte, die 40. Internationalen Hansetage, vor. Als Gäste erwarten wir vom 4. bis 7. Juni Delegationen aus über 120 Hansestädten Hollands, Englands, Russlands, Skandinaviens, des Baltikums und aus Deutschland. Über 120.000 Tagesgäste aus der näheren und weiteren Umgebung werden in die Stadt strömen und ein friedliches Europa auf engstem Raum erleben. Unsere kleine Stadt wird sich von der besten Seite präsentieren und eine gute Gastgeberin sein.

Nichts von alledem wird wahr.

Ein kleiner Feind, den man mit bloßem Auge nicht einmal sehen kann, das Coronavirus, macht alles zunichte. Wir denken uns nichts dabei, als Nachrichten aus der zentralchinesischen Millionenstadt Wuhan von einer besonderen Art Lungenentzündung berichten. China ist weit weg und Grippeerkrankungen habe es immer gegeben. Das Virus wird unser Leben in Brilon verändern und die gesamte Welt aus den Angeln heben.

 

  • Die Finanzen stimmen: Für das Jahr sind 26 Mio. Euro Gewerbesteuern eingeplant. Der Etat weist einen Jahresüberschuss von 300.000 Euro auf.
  • Die Bürger sind zuversichtlich. Sie stecken soviel Geld in die Spendendosen der Sternsinger wie selten zuvor.
  • Die Jugendlichen der Dörfer sammeln die Weihnachtsbäume für die Osterfeuer ein.

 

12. Januar Bei dem Neujahrsempfang, zu dem Bürgermeister Dr. Bartsch in die Schützenhalle einlädt, wird deutlich, dass wir ein tolles Jahr mit den zahlreichen „normalen Veranstaltungen” und insbesondere mit den Internationalen Hansetagen und den Veranstaltungen zu dem 800-jährigen Stadtjubiläum vor uns haben. Das Jahr wird in die Stadtgeschichte eingehen.

 

15. Januar Die Reise durch 800 Jahre Stadtgeschichte beginnt im Rathausfoyer. In dem ehemaligen Gildehaus haben das Museum Haus Hövener und der Briloner Heimatbund – Semper Idem Marktstände aufgebaut. Dazu lenkt Carsten Schlömer, Wissenschaftlicher Mitarbeiter des Museums, in einem spannenden Vortrag den Blick auf das 13. Jahrhundert mit der Stadtgründung durch Erzbischof Engelbert. Die Herz-Reliquien des Erzbischofs und eine Büste des Kirchenfürsten aus der Schatzkammer des Kölner Doms sind ausgestellt. Damit kehrt der Stadtgründer nach über 800 Jahren in unsere Stadt zurück. In jedem nachfolgenden Monat steht das nachfolgende Jahrhundert im Mittelpunkt.

19. Januar Nach der Ausstellung im Foyer des Rathauses zum 800-jährigen Stadtjubiläum folgt der zweite Höhepunkt des Jubiläumsjahres. 800 Jahre nach der Stadtgründung durch den Kölner Bischof Engelbert von Berg besucht uns dessen Nachfolger Rainer Maria Kardinal Woelki. In Konzelebration mit Propst Dr. Richter und Stadtkaplan Tobias Kiene feiert die kirchliche Eminenz die heilige Messe und trägt sich anschließend in das Goldene Buch der Stadt ein.

 

S. 30 Die Zahl der in Wuhan (China) mit dem Corona -Virus infizierten Personen steigt auf 830. Die 11- Millionen-Stadt wird komplett abgeriegelt. In den folgenden Tagen wird der Lockdown auf die gesamte Provinz Hubei ausgedehnt. Etliche Fabriken müssen schließen, darunter auch die Hoppecke-Tochterfirma mit rd. 500 Mitarbeitern.

S. 32 Der SV 20 Brilon feiert in der Schützenhalle mit zahlreichen Gästen sein 100-jähriges Bestehen. Zum Jubiläum legt der Verein eine Chronik vor.

S.33 Bisher war man der Meinung, dass sich das Coronavirus auf höchstens einen Menschen übertrage und sich  dann „totlaufe”. Die Lage ändert sich, als in Bayern der erste Corona-Kranke gemeldet und allen klar wird, dass das Virus keine Grenzen kennt und um die Welt reist.

S. 37 Die Bundeswehr holt deutsche Staatsbürger und ihre Angehörigen aus dem Corona – Epizentrum in Wuhan (China) zurück.

S. 38 Es ist das Ziel, dass sich 120 oder 130 Städte bei den Internationalen Hansetagen präsentieren.  81 Städte aus 13 Ländern haben sich bereits angemeldet. Neben den schon aktiven 170 Helfern werden weitere 130 Helfer für einen reibungslosen Ablauf der Großveranstaltung benötigt.

 

11. Februar Die neue Krankheit, die durch das tückische Coronavirus ausgelöst wird, erhält von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) den Namen Covid 19.  Der Name setzt sich aus „Co“ für Corona, „vi“ für Virus und „d“ für Disease (deutsch: Krankheit) sowie „19“ für das Jahr 2019 (der Entdeckung des Coronavirus) zusammen. Weil Coronaviren kugelförmig sind und ihre Oberflächen kleinen Kronen ähneln, heißt das Virus Corona (lat. Krone).

 

15. Februar In Gangelt (Kreis Heinsberg) wird Karneval gefeiert. Es ahnt niemand, dass ein Ehepaar mit dem Coronavirus infiziert ist.  Das Virus (Inkubationszeit bis zu zwei Wochen) breitet sich massiv in Nordrhein-Westfalen  aus. Ein Kreuzfahrtschiff steht in Japan vor Jokohama unter Quarantäne. Auf dem „Seuchenschiff” werden 621 Passagiere auf das Coronavirus positiv getestet. Da sich die Epidemie auf mehrere Kontinente ausdehnt, spricht man jetzt von einer Pandemie. Die Weltgesundheitsorganisation  ruft eine „Gesundheitliche Notlage internationaler Tragweite“ aus. SARS-CoV-2, heißt das neuartige Virus aus der Familie der Coronaviren in der Wissenschaft offiziell.

 

In Brilon hört man, dass es immer Lungenentzündungen und Grippen gegeben habe. Das Werk der Firma Hoppecke in Wuhan (China) steht immer noch still.

Auch bei uns gibt es die üblichen Karnevalsveranstaltungen.

 

19. Februar Vor einer Woche erschoss in Hanau ein 43-jähriger Deutscher neun Menschen mit ausländischen Wurzeln. „Rassismus ist ein Gift, der Hass ist ein Gift“, hatte Bundeskanzlerin Angela Merkel dazu gesagt. Auf Einladung des Briloner Moscheevereins und des SPD-Ortsvereins finden sich rd. 150 Bürger vor dem Rathaus zu einer Mahnwache ein.

 

S.49 Nach einem Ausbruch in der Region der lombardischen Kleinstadt Codogno wird in Norditalien die „Zona Rossa” eingerichtet. Die 50.000 Bewohner dürfen sich nicht mehr frei bewegen. Japan schließt als erstes betroffenes Land sämtliche Schulen bis Anfang April.

 

Seite 50 / 51 Karnevalsumzüge in Madfeld und Thülen

 

27. Februar Bei dem HSK trifft sich an jedem Werktag vormittags das interne Lagezentrum COVID-19. Hier tauschen sich das Gesundheitsamt, der HSK – Rettungsdienst und die Pressestelle über die aktuelle Lage aus.

 

8. März Nach Soest überbringen mit Drahteseln 55 Radler aus Brilon die Einladung zu den Internationalen Hansetagen. Am Osthofentor werden sie mit Soester Bier willkommen geheißen.

 

11. März Die Zeitreise durch die Briloner Geschichte geht weiter. Am Beispiel Scharfenbergs werden die 16 Dörfer in den Mittelpunkt gerückt.

16. März Deutschlandweit mehren sich die Hamsterkäufe. Der Absatz von Konserven hat sich seit Ende Februar fast verdreifacht. Auch Desinfektionsmittel (+ 171 %), Toilettenpapier (+ 157 %), Seife (+ 141 %) und Nudeln (+ 109 %) sind massiv nachgefragt.

Mit ein oder vielleicht gleich zwei vollbepackten Einkaufswagen verlassen die Menschen die Supermärkte. Bei Mehl und Toilettenpapier sind die Menschen absolut von der Rolle. In den Geschäften wird es rationiert.

Die Franzosen bunkern Condome und Rotwein.

 

16. März Es gibt Corona-„Ferien“. Schulen und Kindertagesstätten werden bundesweit geschlossen. Da viele Firmen ihre Mitarbeiter zeitgleich ins Homeoffice schicken, bricht jetzt bei vielen Familien Chaos aus.

17. März Zahlreiche Vereine der Stadt und der Dörfer bilden Gruppen, die für ältere Menschen einkaufen und Besorgungen machen.

Die Kreisverwaltung wird geschlossen.

Die Stadtverwaltung soll arbeitsfähig bleiben. Dafür lässt Bürgermeister Dr. Bartsch aus den verschiedenen Bereichen Teams bilden und auf das Rathaus sowie auf das Amtshaus verteilen.

18. März In einer Fernsehansprache appelliert Kanzlerin Merkel an die Bürger, Sozialkontakte zu vermeiden, um Ansteckungen zu verhindern: „Es ist ernst. Nehmen Sie es auch ernst.”

22. März „Freude, schöner Götterfunken“, die Rösenbecker Musiker und Musikerinnen beteiligen sich an der Aktion des Volksmusikerbundes NRW. Um 18 Uhr lassen sie die bekannte Komposition Beethovens über den Dächern erklingen.

 

 

23. März Stadtesel „Huberta” schreibt ab sofort aus dem Museum täglich eine „Stadtgeschichtsgeschichte”. Dabei wendet sie sich an die Kinder, deren Eltern, Großeltern und alle Eselfreunde.

 

 

In der ersten Geschichte berichtet sie von früheren Epedemien, von Pest und Lepra, vom Siechenhaus und der Rochuskapelle. 1918 wütete die Spanische Grippe in allen Ländern der Welt, auch in Brilon. Zur selben Zeit gab es in Alme eine Masernepidemie. In über 40 Familien gab es erkrankte Kinder. Vor 50 Jahren gab es den Pockenausbruch in Meschede.

 

24. März Was zu befürchten war, tritt ein. Nicht die Freunde aus den Hansestädten reisen um die Welt, sondern das Virus. Die Stadt sagt in Abstimmung mit dem Hansebüro Bremen die Internationalen Hansetage ab.

 

27. März Bürger stimmen über das schönste Rathaus in NRW ab. Unser Rathaus belegt den dritten Platz. Huberta berichtet über das einmalige Briloner Rathaus.

 

Seite 73 Ein großer Schrecken: Im Krankenhaus stirbt ein 76-jähriger Briloner durch das tückische Coronavirus.

 

10. April Aufgrund des Corona-Virus sind derzeit sämtliche Veranstaltungen abgesagt. Diese Regelung macht auch vor den Osterbräuchen keinen Halt. So fallen die Osterfeuer aus. In Hoppecke kann sich jeder sein kleines privates Osterfeuer in Form eines Schwedenfeuers nach Hause holen und im Kreis der Familie entzünden. Mit der Unterstützung einiger begeisterter Helfer wurden diese durch die Dorfjugend angefertigt.

Frohe Ostern! Rechtzeitig zum Osterfest freuen sich die Zwillinge Johannes und Jonas (Becker), fünf Jahre alt, mit ihrem Bruder über Vierlinge ihres Texelschafs.

Den Kreuzweg am Karfreitag können die Christen nicht gemeinsam beten. Scharfenberg, Brilon, Altenbüren und andere sorgen für digitale Kreuzwege.

Der Osterspaziergang fällt aus. Lokale und Biergärten bleiben geschlossen. Einige Restaurants sorgen dafür, dass dennoch die Küche kalt bleiben kann. Sie bieten Essen zum Mitnehmen an.

 

14. April Tom und Lucy Kemmerling und Ella Becker zeigen stolz ihre gebastelten Steckenesel. Das Museumsteam hatte die Bastelanleitung auf der Museumsseite veröffentlicht und zum Zeitvertreib durch Eselbastelei angeregt.

 

Der Quellteich der Alme gehört zu den ausgewählten spirituellen und kraftvollen Orten im Rahmen des Projektes „sauerland.inspiration“. Die Besucher können  hier die Stille und Ruhe genießen. Dazu hat die Alme AG einen 1.800 m langen Mehrgenerationenweg angelegt. Mit Kinderwagen, Rollstuhl, Rollator oder Dreirad ist der Quellteich barrierefrei zu erreichen.

 

28. April Die Gewerbegebiete in Madfeld und im Bremecketal erhalten Breitbandanschluss mit einer Geschwindigkeit von mindestens einem Gigabit pro Sekunde. Huberta erinnert sich daran, wie in alten Zeiten Nachrichten ohne Computer verschickt wurden.

 

29. April Durch Crowd Funding mit der Volksbank Brilon-Büren-Salzkotten soll der Kreuzweg in Thülen restauriert werden.  Er wurde von Thülener Bürgern erbaut und muss deshalb auch privat restauriert werden.

 

Die Gemeindehalle Alme ist Ort der Ratssitzung mit Desinfektionsmitteln, Mundschutz und gebührendem Abstand.

 

1. Mai Der Mai kommt, und keiner merkt es. Die vollgepackten Bollerwagen bleiben im Stall. Wo sonst Jubel, Trubel, Heiterkeit herrschen, überwiegt Stille.

Die Firma Dominit Condensator gehört seit 2019 offiziell zu den „Weltmarktführern bei aktiver Spannungsstabilisierung und Oberschwingungsfiltern in industriellen Produktionsprozessen”. Um die vielfältigen Forschungs- und Produktionsprozesse zu optimieren, zog die Firma im Frühjahr aus dem Bremecketal in ihre nagelneue Fabrik in Brilon-Wald um. Am Essigturm begegnen sich Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.

3. Mai Das Museum Haus Hövener öffnet wieder die Türen. Huberta schreibt vorerst ihre letzte von 46 Geschichten. Sie wurden auf der Museumsseite veröffentlicht.

 

Leser bedanken sich:

„Vielen Dank Huberta für die interessanten, lehrreichen und kurzweiligen Stories aus meiner Heimatstadt. (…) Bleib gesund und liebe Grüsse aus Kanada.

„Sehr schön geschrieben und äußerst unterhaltsam! Vielen Dank für die abwechslungsreichen Geschichten!

„Herzlichen Dank für die interessanten und informativen Geschichten!”

„Schade,ich habe mich immer sehr darauf gefreut. Danke für die ganzen Geschichten und die damit verbundenen Arbeit. Bleibt alle gesund und ganz liebe Grüße.”

„Hm, da wird mir morgens aber etwas fehlen. Jetzt muss ich mir echt eine Ersatzlektüre besorgen. Danke dafür, dass ich in letzter Zeit soooo viel Interessantes über Brilon erfahren durfte. Vielleicht gibt es ja doch eine Fortsetzung.

„Eigentlich schade, dass es vorbei ist. Danke!!”

„Vielen Dank (aus Köln) für die spannenden Geschichten! Ich habe mich jeden Morgen darauf gefreut. Einmal die Woche wäre doch vielleicht machbar?”

„Danke an „Huberta“ für die interessanten Themen /-texte rund um Brilon. Für mich und meine Familie ist der tägliche Text schon fast wie das Kläppchen am Adventskalender geworden.”

„Liebe Huberta, nicht nur die Kinder fanden deine Geschichtsgeschichten toll. Bei uns haben sich alle Generationen der Familie darüber gefreut und sind über Brilons Geschichte ins Gespräch gekommen. Danke!”

„Vielen Dank für die vielen schönen Geschichten und Informationen über unsere schöne und interessante Heimatstadt. Es war jeden Tag spannend etwas Neues oder auch schon Bekanntes zu lesen. Bleibt alle gesund und munter. Liebe Grüße aus Berlin!”

„Wir hätten gerne noch mehr von Hubertas Geschichten gelesen. Danke!”

„Vielen Dank für das tägliche Stückchen Stadtgeschichte, (…) Jetzt aber raus an die Luft und ran ans frische Grün.”

 

Seite 91 Andreas Jakobi hatte in einem offenen Brief darum gebeten, an der Rochuskapelle eine Freiluftmesse zu feiern. Propst Dr. Richter greift die Bitte auf. Die Messe wird von brilon-totallokal übertragen.

Seite 95 Die Westfalenpost hat die Bürger in ihrem Erscheinungsgebiet gebeten, sich an einer Umfrage zu beteiligen. Dazu gehören auch die Städte des Altkreises Brilon. Ihre persönliche Meinung zu den Themenfeldern Sicherheit, Politik, Sauberkeit, Nahverkehr, Parkplätze, Medizin, Senioren, Kinder, Einkaufen, Gastronomie, Freizeit und Gemeinschaft äußerten 1.551 Teilnehmer. Diese gaben Brilon die Gesamtnote 2,08.

 

Die Minigolfsportfreunde Brilon hatten im vergangenen Jahr die komplette Anlage mit 18 Spielbahnen aus der  Minigolfhalle Bestwig gekauft und dann auf ihrem Platz installiert. Die Anlage wird eingeweiht.

15. Mai Geschichte in Stein gemeißelt: An der Grenze zu Rüthen erinnert ein Gedenkstein an den Tod zweier Förster. Helmut Mengeringhausen, Vorstandsmitglied des Briloner Heimatbundes – Semper Idem hat ihn restauriert, Heimatbundvorsitzender Winfried Dickel zeigt den Ordner mit den Briefen, die Theodor Dodt aus dem Zuchthaus geschrieben hat.

17. Mai Wir wollten unser 800-jähriges Stadtjubiläum mit unseren Dörfern mit zahlreichen Höhepunkten feiern. Alles fällt ins Wasser. Was bleibt ist eine Bilderausstellung des 750-jährigen und 775-jährigen Stadtjubiläums im Museum Haus Hövener. Dazu werden auch Filme gezeigt.

21. Mai Das Thülener Schützenfest wird ebenso wie die Jahre 1915 bis 1919 und 1940 bis 1946 in die Annalen der St. Hubertus-Schützenbruderschaft Thülen eingehen. In all den Jahren mussten die Schützenfeste wegen der Kriege ausfallen. Nun hat das kleine Virus den Krieg erklärt.

Seite 104 Der Briloner Stadtwald befindet sich im dritten Jahr in einer noch nie dagewesenen Katastrophe. Seit 2018 haben die Orkane Friederike, Eberhard, Sabine, Viktoria und Yulia sowie Dürren und Trockenheit unserem Wald zugesetzt. Wegen des Temperaturanstiegs und des Wasserdefizits hat sich die Widerstandskraft der Fichten vermindert. Deshalb kann in unseren Beständen dieser kleine Käfer sein Unwesen treiben und deutliche Spuren hinterlassen.

3. Juni Eigentlich sollte das große europäische Freundschaftsfest, die 40. Internationalen Hansetage, mit zahlreichen Höhepunkten gefeiert werden. Dafür gibt es in enger Abstimmung mit dem Internationalen Hansebund der Neuzeit in Brilon die ersten virtuellen Hansetage in der 660-jährigen Geschichte der Hanse. Statt Marktplatz, Bürgerzentrum oder Kreishauspark werden die Webseite www.hansetagebrilon.de und die sozialen Medien die Treffpunkte der Hanseatinnen und Hanseaten.

Seite 110 Die Frauen der Scharfenberger „Sektrunde” haben ein ganz einfaches Rezept: Wenn die Schützenhalle zugesperrt ist, feiern sie eben im 36. Jahr ihres Kreises mit Abstand bei Schniers auf dem Saal

 

19. Juni Die Schulen sind kreativ bei der Übergabe der Abschlusszeugnisse.

 

20. Juni Schützenfest und Schnade fallen aus. Trotzdem „putzen” einige Mitglieder des Tambourcorps, wie es Gewohnheit ist, „die Flinten”. Reinhard Beckers Pappkameraden unternehmen ihren ganz privaten Schützenumzug rund um den Gartenbrunnen.

 

S. 121 So sah es auf dem Marktplatz vor zehn Jahren aus, als wir zur Schnade mit denen zu Rüthen und Alme auszogen. Der Auszug zur heutigen Schnade mit wenigen Offiziellen gibt ein trauriges Bild ab. … Und der Himmel weint dazu.

 

26.Juni Es ist Tradition, dass die Hoppecker Nachtwächter jeweils eine Woche vor dem Schützenfest mit Horn und Trommel das Fest des Jahres ankündigen. In diesem Jahr verkünden sie an fünf Stationen, dass das Fest ausfallen muss.

 

1. Juli Der erste Personenzug von Brilon-Corbach (Brilon Wald) erreichte vor 120 Jahren den Bahnhof in Brilon.

 

Esel Huberta erforscht die Eisenbahngeschichte.

 

Seite 134 Die Sommerferien beginnen mit alternativen Urlaubszielen: Alme statt Alpen, Altenbüren statt Argentinien, Altenbrilon statt Algarve usw.  Für jeden ist etwas Passendes dabei.

Die Volksbank Brilon – Büren – Salzkotten schüttet 100.000 € an Vereine aus. Der Briloner Heimatbund – Semper Idem erhält 1.000 €. Das Geld fließt in das Projekt „Geschichtserlebnispark Brilon und die 16 Dörfer. Der Altstadtrundgang wird auf Wunsch auf die Dörfer ausgedehnt.

23. Juli Im Herbst kommenden Jahres soll die Sanierung des Elleringhauser Tunnels beginnen. Wegen der notwendigen umfangreichen Sprengungen befürchten die Bürger Schäden an ihren Häusern.  Bei einer Bürgerversammlung werden die Bedenken vorgetragen.

1. August In verschiedenen Betrieben beginnt die Ausbildung des Nachwuches.

Seite 144 Der Bau- und Liegenschaftsbetrieb (BLB) des Landes NRW eröffnet das Bieterverfahren für den Kauf des alten Finanzamtes mit der Grundstücksgröße von 2.111 m². Das Mindestgebot soll 210.000 Euro betragen. Dazu gibt es Hintergrundinformationen.

Am 14. Juni 1920 beschloss der Magistrat, die Umzugskosten des Finanzamtes von Meschede nach Brilon in Höhe von 495 Mark zu übernehmen. Als Leiter des neuen Finanzamtes wurde Obersteuer-Inspektor Hückel nach Brilon versetzt. Im Jahre 1925 wurde das stadtbildprägende Haupthaus als Finanzamt errichtet,

 

Seite 146 Der Kampfrichterturm an der Skisprungschanze im Hellehohltal verschwindet. Huberta berichtet von dem Wintersportort Brilon.

 

13. August In Brilon erzählen blaue Schilder des Altstadtrundganges die Geschichte historischer Gebäude und der Stadt. Der Briloner Heimatbund – Semper Idem hat Gelder eingeworben und zusätzlich eine namhafte Spende erhalten. Damit kann der Altstadtrundgang auf die 16 Dörfer erweitert werden.

Seite 154 Handelt es sich bei dem B7n-Dialogverfahren um ein Scheinverfahren? 30 Zufallsbürger sitzen bei dem Dialogforum B7n von Straßen NRW in der Altenbürener Schützenhalle weit auseinander. Noch weiter auseinander gehen die Vorstellungen der Bürger und der Behörde Straßen NRW zur Variante 1.

Seite 155 Bundesumweltministerin Svenja Schulze besucht auf Einladung der SPD Brilon unsere Stadt.

Seite 156 Die Stadtbibliothek verleiht die Lese-Oskars.

Ina Scharrenbach, CDU – Ministerin für Heimat, Kommunales, Bauen und Gleichstellung des Landes NRW, besucht auf Einladung  der CDU die Stadt.

 

Seite 157 Die Caritas Sucht- und Drogenberatung legt den Jahresbericht 2019 vor. Persönliche Krisen und Zukunftsängste, wie sie aktuell viele Menschen kennen, können bei einer Suchterkrankung schneller zu einem Rückfall führen“.

 

30. August Seit einer Woche modellieren, sägen, hämmern, malen, schnitzen und schleifen sieben Künstler aus der gesamten Bundesrepublik an ihren Kunstwerken bei dem 5. Offenen Atelier am Rothaarsteig. Rund um die Hiebammen Hütte können sich die Künstler für das Thema „Wald im Wandel” inspirieren lassen. Veranstalter ist der Kunstverein Brilon.

1. September In Brilons Innenstadt gibt es ein freies W-Lan-Netz. Dafür sorgen in guter Zusammenarbeit Volksbank Brilon-Büren-Salzkotten, die Sparkasse Hochsauerland und die Stadt Brilon. Das besondere Angebot können jeder Briloner, Tourist, sowie Geschäftsleute nutzen

Seite 163 Im ehemaligen Scharfenberger Pastorat richten zwei Hebammen die Hebammenpraxis „Nona” ein.

Seite 164 Der Dorfverein Wülfte stockt seine Einwohnerzahl durch zwei Betonkameraden auf, die sie auf die Bank in der Grünanlage unter der Dorfeiche setzen.

 

In Bontkirchen stellt der Dorfverein Bontkirchen vor dem Dorfladen der Metzgerei Ester eine Bank und einen  Hocker auf, hier gibt es den Dorffunk mit den Neuigkeiten des Tages.

Seite 165 „Ja, wo laufen sie denn?” Diese Frage stellen sich die Freunde des Briloner Volksbank-Firmenlaufs. Auf jeden Fall laufen die Teilnehmer nicht, wie gewohnt, in Gruppen durch die Stadt, angefeuert von den Zuschauern.  Jeder Läufer und jede Läuferin kann sich auf dem „Sololaufportal” registrieren lassen und sich an jedem beliebigen Ort auf die Piste begeben. Aus dem Computer kann sich dann jeder Teilnehmer seine persönliche Urkunde ausdrucken. Zudem erhält jeder Teilnehmer ein Gewinnsparlos geschenkt, mit dem er noch einmal gewinnen kann.

Früher transportierten Esel das Korn zu den Aamühlen und das Mehl zurück in die Stadt. Bei einer Tour mit Drahteseln des Briloner Heimatbundes – Semper Idem berichtet „Mühlenkind” Doris Tilly von Vergangenem.

 

5. September Hinter der Mauer zum Schulhof der Heinrich-Lübke-Schule errichten „Prima Brilon und Brilon Kultour” ein Freilufttheater. Dort tritt die Fanta-4-Tributeband „Vier gewinnt” auf. Am Sonntag sind die Geschäfte von 13 bis 18 Uhr geöffnet.

Seite 167 Klaus Schreckenberg schenkt dem Museum Haus Hövener seine Seifenkiste, mit der er 1956 an der deutschen Meisterschaft teilnahm. Dazu gibt es eine spannende Geschichte.

 

Seite 168 Friedrich Merz unterstützt mit einer Wahlkampfveranstaltung in der Schützenhalle die heimischen CDU-Kandidaten.

11. September Der Briloner Heimatbund – Semper Idem pflanzt am Tag des offenen Denkmals mit den Kindern der Klasse 1b der Engelbert-Grundschule eine Linde auf dem Synagogenplatz.

3. Oktober In der Innenstadt gibt es seit einiger Zeit ein freies W-Lan-Netz. Der Briloner Heimatbund – Semper Idem lässt die Texte der blauen Schilder des Altstadtrundganges von einem holländischen Muttersprachler übersetzen und einsprechen. Dazu werden QR-Codes erstellt und als Zeichen des Willkommens für unsere niederländischen Gäste auf den Schildern angebracht.

Das geht auf keine Kuhhaut: Beim Eggeabtrieb in Rösenbeck trägt die modebewusste Kuh einen dezenten Alltagsschutz.

Seite 181 Der Sportverein Fortuna Messinghausen ist seit 100 Jahren aus dem Dorfleben nicht wegzudenken. Davon berichtet die neue Vereinschronik.

9. Oktober Die Youth-Hansa und der Rotary-Club Brilon-Marsberg pflanzen oberhalb des Lagerplatzes Eschenberg über 100 Bäume.

10. Oktober Ewald Reermann und Theo Schreckenberg, zwei Schützenbrüder aus echtem Schrot und Korn, sind seit 70 Jahren Schützenbrüder.

21. Oktober Die Familie Schlinker eröffnet ihr Cineplex – Kino vor den Toren der Stadt. Das ist nach Schließung des letzten Kinos vor 13 Jahren ein besonderes Ereignis. Dazu gibt es die Geschichte der Briloner Kinos.

22. Oktober Das Krankenhaus Maria – Hilf freut sich über die 500. Geburt in diesem besonderen Jahr.

Seite 189 Bürgermeister Dr. Bartsch verabschiedet Wolfgang Pack, Leiter des Hauptamtes und seit 2014 zusätzlich Kämmerer der Stadt Brilon, nach  45 Jahren in den Ruhestand.

30. Oktober Die 17. Waldfee Zoe Tilly (20) löst Sarah Schleich ab.

Wolfgang Schreckenberg, bis 2012 stellvertretender Löschzugführer und seit 2015 Sprecher der Ehrenabteilung, präsentiert seine „Chronik der Feuerwehr Brilon“. Auf 535 Seiten stellt er die Feuerwehrgeschichte von 1560 – 1989 dar.

1. November Die gewählten Stadtvertreter sind im Amt. Wie es früher war, erforscht Huberta. „Die Ratsherren pflegten bei den Ratssitzungen mit Wein, Bier, Branntwein und Krengeln kräftig zu zechen. Dort, wo heute das Hotel Starke steht, war der städtische Weinkeller, der an den sogenannten Weinwirt verpachtet war. Es kam häufig vor, dass die Stadt kein Pachtgeld einnehmen konnte, häufig musste die Stadt dem Pächter noch Geld auszahlen. Das Zechen war die „Ratsgerechtigkeit“. Diese ausgedehnten Zechereien mit den hohen Kosten erregten immer wieder den Unmut der Bürger. In den Augen der Ratsherren war das jedoch eine Art Belohnung für ihre Tätigkeiten.“

4. November Der Sportverein Thülen schafft sich mit Hilfe von Sponsoren einen Vereinsbulli an. Das Fahrzeug kann auch von anderen Vereinen des Dorfes genutzt werden.

5. November In dem gerade geöffneten Kino dürfen keine Krimis, Komödien, Tragödien oder Lustfilme gezeigt werden. Stattdessen ist es der Ort der  konstituierenden Sitzung des neuen Rates, weil hier die Abstandsregeln eingehalten werden können.

11. November Stolz trugen in alten Zeiten Kinder ihre geschnitzten Runkellaternen beim Martinszug durch die Straßen. In diesem Jahr gibt es weder auf den Dörfern noch in der Stadt einen Martinszug. An manchen Stellen hört man doch das Martinslied „Ich geh‘ mit meiner Laterne und meine Laterne mit mir…”.

Vor 100 Jahren

2. Februar Der Gefreite Franz Martini von der Windmühle kehrt als erster Kriegsgefangener aus französischer Gefangenschaft heim. Einige Tage später ist Bernhard Schulte aus der Kirchenstraße der zweite Heimkehrer.

20. Februar Es kehren weitere Kriegsgefangene in die Heimat zurück. ● Im unteren Teil des Turmes der Pfarrkirche soll eine Gedächtniskapelle zur Erinnerung an die Gefallenen des Krieges eingerichtet werden. Die Stadtverordneten genehmigen dafür 50.000 Mark.

27. Februar Vor 14 Tagen kam Franz Martini (23) aus französicher Gefangenschaft zurück. In seinem Elternhaus an der Windmühle will er mit seinem Bruder Karl (17) eine Mine zerschlagen und als Altmetall verkaufen. Die Mine explodiert, beide werden „zerfetzt“.

12. April 60 Knaben und 66 Mädchen empfangen das Sakrament der 1. heiligen Kommunion.

6. Mai Vor dem Arnsberger Schwurgericht müssen sich Theodor Dodt und Gregor Ester wegen der beiden Förstermorde im vergangenen Jahr an der Grenze zu Rüthen verantworten. Dodt wird wegen Mordes in zwei Fällen zweimal zum Tode, dauerndem Ehrverlust und wegen des Mordversuchs an dem Vater des Försters Seffen zu sechs Jahren Zuchthaus und zehn Jahren Ehrverlust verurteilt. Ester wird wegen Mittäterschaft unter Fortfall der Überlegung zu acht Jahren Zuchthaus und zehn Jahren Ehrverlust verurteilt.

24. Mai Rebellion in Rixen. Der Bürgerverein Rixen feiert am Pfingstmontag sein Stiftungsfest mit bekanntem Vogel-Werfen und zahlreichen Gästen aus der Umgebung. Dafür werden einen halben Meter lange Tannenknüppel in Richtung des Vogels geschleudert. Das Glück hat der Spediteur Georg Balkenhol aus Brilon auf seiner Seite. Zur Königin wählt er die Tochter des Ortsvorstehers Niggemann. Der Königinnenvater verweigert seine Zustimmung, und die bereits gekrönte Königin muss ihre Krone wieder ablegen. Der neue König „flüchtet“ nach Brilon.

 

20. Juni Bontkirchen und Altenbüren feiern ihre Schützenfeste. ● Das Schützenfest mit Schnadezug, der erste seit 1914, wird in Brilon gefeiert.

30. Juli Die Maul- und Klauenseuche ist ausgebrochen. Es wird gewarnt, Viehwiesen zu betreten. Dadurch könne die Seuche verbreitet werden.

7. September Die üble Angewohnheit, Lebensmittel und sonstige Bedürfnisse des täglichen Lebens beim Händler, Bäcker oder Metzger anschreiben zu lassen, nimmt zu.

21. November Die zweiten Fußballmannschaften des Seminars Rüthen und der Fußballabteilung des Turnvereins trennen sich mit 2 : 2. Die Briloner Mannschaft nahm erst vor kurzem das Fußballspielen auf. Die Zeitung vermerkt, dass die Rüthener an ihrem sportlichen Verhalten noch etwas arbeiten müssen, auch an ihrem Verhalten gegenüber dem Schiedsrichter.

4. Dezember Die erste Monatsversammlung des hiesigen Spielvereins für Fußball und Leichtathletik findet im Lokal Schmelter am Derkeren Tor statt. Herr Malinowski jr. übernimmt das schwierige Amt eines Spielwartes und Spielführers für die Fußballabteilung. Es gibt zwei Mannschaften mit 11 Mann und jeweils einem Ersatzspieler.

 

Quelle: Winfried Dickel

 

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