Kunden wollen Elektro! Doch stimmt das? Studie zeigt: Sprit- und Strompreise haben Einfluss auf Interesse an Elektrofahrzeugen

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Der Tankrabatt ist abgeschafft, die Preise steigen wieder.

 

Der Fall scheint klar: Kunden wollen Elektro! Doch stimmt das? In welchem Umfang die Benzinpreise Einfluss auf Kundenüberlegungen zugunsten von Elektromobilität haben – Martin Gehring und Thomas Haller von der globalen Strategie- und Marketingberatung Simon-Kucher & Partners kennen die Antwort:

Nach der Abschaffung des Tankrabatts schießen die Spritpreise wieder steil nach oben. Unsere aktuelle Studie* zeigt: Kunden haben die Preisentwicklung in den letzten Monaten teils stark überschätzt. Grund dafür ist, dass es unabhängig vom Tankrabatt zu starken Preisschwankungen im Tagesverlauf kommt und Kunden dazu neigen, vor allem besonders hohe oder niedrige Preispunkte im Gedächtnis zu behalten. Nur etwa 25 Prozent der Befragten in Deutschland sind über die jüngsten Benzinpreisänderungen genau informiert.

Mehr als die Hälfte der deutschen Befragten plant für gewöhnlich mit einem monatlichen Tank-Budget von 50 bis 150 Euro, um übliche Fahrstrecken abzudecken. Angesichts der derzeitigen Entwicklungen stellt sich aber nun die Frage, ob das bisherige Budget überhaupt noch ausreicht und was die Alternativen sind.

 

Der Benzinpreis steigt – und damit das Interesse an Elektromobilität?

Die deutschen Ergebnisse unserer Studie zeigen: Je höher die erwartete Benzinpreisänderung, desto höher das Interesse am Erwerb eines Elektrofahrzeugs. Doch es gibt Einschränkungen, denn auch die Preise am Strommarkt spielen eine wichtige Rolle. Insbesondere Kunden, die generell offen gegenüber Elektromobilität sind, beobachten die aktuellen Preisentwicklungen am Strommarkt mit wachsender Sorge. Eine weitere Auffälligkeit: Trotz starker Benzinpreisschwankungen an der Zapfsäule geben etwa 30 Prozent der deutschen Befragten an, Elektromobilität auch weiterhin wegen eingeschränkter Reichweite und fehlender Ladeinfrastruktur abzulehnen.

 

Elektrofahrzeuge als attraktive Alternative

Die Studienergebnisse verdeutlichen: Der Durchbruch von Elektromobilität und entsprechende Wachstumsziele hängen für viele Kunden eindeutig von der Entwicklung von Benzin- und Strompreis ab. Gleichzeitig lässt sich nicht ignorieren, dass die Entscheidung einzelner Kundensegmente auch von anderen Faktoren beeinflusst wird. Auch wenn man diese Segmente auch mittelfristig nur schwer vom Schritt zur Elektromobilität überzeugen können wird, haben Hersteller und Infrastrukturanbieter dennoch Chancen: Produkte verbessern, besonders im Hinblick auf Preis und Reichweite, und damit die Attraktivität von Elektrofahrzeugen steigern.

 

*Über die Studie: Die Studie wurde von Simon-Kucher & Partners im Juli/August 2022 online durchgeführt. 1409 Konsumenten aus Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Schweden und den Vereinigten Staaten wurden befragt.

 

 

Quelle: Julia Griep (Public Relations Manager)

Original-Content von: Simon-Kucher & Partners, übermittelt durch news aktuell

Fotocredits: AdobeStock 490661387

 

 

Bericht : brilon-totallokal.de - Ihr Nachrichtenmagazin aus Brilon

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