Brilon: Vom Östenberg aus bietet sich ein schöner Blick auf Teile der Briloner Hochfläche … Text auf dem blauen Schild …

Ein blaues Schild am Wegesrand: Vom Östenberg aus bietet sich ein schöner Blick auf Teile der Briloner Hochfläche

Brilon: Vom Östenberg aus bietet sich ein schöner Blick auf Teile der Briloner Hochfläche. Diese erstreckt sich ellipsenförmig von Bleiwäsche bis Altenbüren und von Rösenbeck bis Alme. Sie bildet eine Ackerinsel, die von bewaldeten Bergen und Hügeln umschlossen ist.

Die Hochfläche besteht aus dem Massenkalk des devonischen Meeres vor 350 Millionen Jahren.

Auf dem anstehenden Gestein wechseln sich gute, tiefgründige Böden mit dünnen Bodenschichten ab. Für die Landwirtschaft bestehen – im Vergleich zum Hochsauerland – durch die Kombination von guten Böden und günstigen klimatischen Bedingungen gute Voraussetzungen insbesondere für den Ackerbau. Seit den 1950er Jahren hat sich das Bild der Briloner Hochfläche rasant gewandelt: Die Jahrhunderte lang betriebene kleingliedrige Landwirtschaft hatte einen Flickenteppich kleiner Grundstücke entstehen lassen, die inmitten einer weitgehend ausgeräumten Landschaft lagen und von ihren Eigentümern von der Stadt aus bewirtschaftet wurden.

Oestenberg in Brilon

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde auf Initiative Heinrich Lübkes (1894-1972) hier das größte Flurbereinigungsverfahren der Bundesrepublik Deutschland durchgeführt. Dabei wurden ca. 5.200 ha landwirtschaftliche Nutzfläche unter den rund 2.200 Eigentümern neu aufgeteilt. 37 Bauernhöfe wurden aus der Enge der Stadt Brilon heraus in die Feldflur ausgesiedelt.

Durch diese Weiler rund um Brilon entstand ein neues Bild der Hochfläche:

Aussiedlerhöfe inmitten ihrer arrondierten Flächen – das Idealbild eines Bauernhofes der Nachkriegszeit. Es folgte die Entwicklung Brilons zum Wirtschaftsstandort durch die Ausweisung neuer Gewerbeflächen, die zum Teil die landwirtschaftliche Entwicklung der früheren Zeit überlagern und ein neues Bild schaffen. So zeigt heute der Blick vom Östenberg aus die verschiedenen Entwicklungsstufen der Briloner Hochfläche sehr eindrücklich, Lässt man den Blick von West nach Ost streifen, zeigt sich das Aatal mit seinen Mühlen und den Kalkkuppen Ratmerstein und Blumenstein. Weiter zeigt sich die neuere Entwicklung der letzten dreißig Jahre durch die Ansiedlung von Industrie und Gewerbe. Die landwirtschaftliche Entwicklung ist gut an den charakteristischen Bauernhöfen der Phase der Flurbereinigung zu erkennen. Im Hintergrund reicht der Blick vom Bilstein über die Rösenbecker Höhe bis hin nach Thülen.

Schild Oestenberg

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Quelle: Brilon-Totallokal.de
Fotocredit: Brilon-Totallokal / Ulrich Trommer

Brilon Östenberg, ein blaues Schild am Wegesrand – Ein kleines Stück Geschichte …

 

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