Krankenstand im Hochsauerlandkreis bleibt auf hohem Niveau. AOK-Gesundheitsbericht 2025: Atemwegserkrankungen häufigste Ursache für Krankschreibungen
Der Krankenstand ist im Hochsauerlandkreis rückläufig. Das geht aus dem aktuellen Gesundheitsbericht der AOK NordWest hervor. Danach weist die Gesamtbilanz der Krankmeldungen bei den rund 49.800 AOK-versicherten Arbeitnehmenden für das Jahr 2025 im Hochsauerlandkreis einen Krankenstand von 6,7 Prozent aus. Im Jahr zuvor lag der Wert bei sieben Prozent, bleibt somit trotz Rückgangs auf einem hohen Niveau. Beschäftigte fehlten im Schnitt 24,6 Tage krankheitsbedingt in ihren Betrieben. Langzeiterkrankungen von mehr als sechs Wochen verursachten 41,9 Prozent aller Arbeitsunfähigkeitstage. „Atemwegserkrankungen machten mehr als ein Viertel aller Krankheitsfälle aus und waren mit Abstand wieder der häufigste Grund für eine Krankschreibung“, sagt AOK-Serviceregionsleiter Dirk Schneider.
Atemwegserkrankungen häufigster Grund für Krankschreibung
Der Anteil der Arbeitsunfähigkeitsfälle aufgrund von Atemwegserkrankungen an allen AU-Fällen lag 2025 mit 26,3Prozent mit weitem Abstand weiterhin an erster Stelle. Danach folgten Muskel- und Skeletterkrankungen (14,2Prozent), Verdauungserkrankungen (7,1 Prozent) und Verletzungen mit einem Anteil von 6,1 Prozent an allen AU-Fällen.
Bereich Energie, Wasser, Entsorgung und Bergbau mit höchstem Krankenstand
Im Branchenvergleich ist der höchste Krankenstand bei den AOK-Mitgliedern im Hochsauerlandkreis im Jahr 2025 mit 7,8Prozent im Bereich Energie, Wasser, Entsorgung und Bergbauzu beobachten. Der niedrigste Wert war in der Branche Land- und Forstwirtschaft mit 3,8 Prozent festzustellen.
Krankenstand im Hochsauerlandkreis unter Niveau von Westfalen-Lippe
Der Krankenstand im Hochsauerlandkreis beträgt 6,7 Prozent und liegt damit unter dem Durchschnitt in Westfalen-Lippe (7,1Prozent). Die durchschnittliche Krankheitsdauer je Fall lag im Hochsauerlandkreis bei 10,7 Kalendertagen.
Betriebliches Gesundheitsmanagement einführen
Schneider weist darauf hin, dass sich das Arbeitsleben in den letzten Jahren durch eine zunehmende Digitalisierung, dem demografischen Wandel, Fachkräftemangel, Arbeitsverdichtung und Homeoffice deutlich verändert habe. „Hier kann betriebliche Gesundheitsförderung Ansätze bieten, um die Widerstandsfähigkeit und psychische Belastbarkeit der Belegschaft von Betrieben zu stärken. Eine gute Unternehmenskultur und Führung sind zentrale Stellschrauben, um Mitarbeitende gesund zu erhalten und langfristig an die Unternehmen zu binden“, so Schneider.
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Quelle: Jörg Lewe, Spezialist Presse Serviceregion, AOK NordWest. Die Gesundheitskasse.
Bild: Hauptursache für den weiterhin hohen Krankenstand in 2025 im Hochsauerlandkreis waren die vielen Atemwegsinfekte und Erkältungskrankheiten.
Fotocredit: AOK/colourbox/hfr.







