Wohnungsbrand in Brilon: Mehrere Personen gerettet
Bei einem Wohnungsbrand in der Straße „Am Renzelsberg“ in Brilon sind in der Nacht zu Dienstag (05.05.) mehrere Menschen gerettet worden. Gegen 1:40 Uhr wurden Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei alarmiert. Zunächst war ein Balkonbrand mit Menschenleben in Gefahr gemeldet worden.
Den ersteintreffenden Rettungskräften bot sich ein dramatisches Bild:
Aus einer Wohnung im ersten Obergeschoss schlugen die Flammen vollflächig aus den Balkonfenstern. Auf den Balkonen im Erd- und Obergeschoss befand sich jeweils eine Person, auf einem Balkon im Dachgeschoss stand eine Mutter mit ihren beiden Kindern. Umgehend wurde parallel die Rettung der Personen von den Balkonen mittels tragbarer Leitern sowie ein Löschangriff eingeleitet. Da die Briloner Drehleiter aufgrund einer Störung nicht ausrücken konnte, befand sich die Drehleiter aus Olsberg auf der Anfahrt.
Aufgrund der erhöhten Anzahl verletzter beziehungsweise betroffener Bewohner wurde das Rettungsdienst-Stichwort ManV (Massenanfall von Verletzten) ausgelöst. Dadurch wurden weitere Rettungswagen und Notärzte alarmiert. Innerhalb kürzester Zeit konnten alle Bewohner in Sicherheit gebracht und dem Rettungsdienst übergeben werden. Der Bewohner der Brandwohnung hatte nach ersten Löschversuchen das Haus selbstständig verlassen.

Nach der Sichtung durch den leitenden Notarzt wurden sechs Personen vom Organisatorischen Leiter Rettungsdienst zur weiteren Untersuchung auf eine mögliche Rauchgasintoxikation auf umliegende Krankenhäuser verteilt. Keine der Personen erlitt schwere Verletzungen. Bei den Löscharbeiten im Innenangriff zog sich auch ein Feuerwehrkamerad eine leichte Rauchgasintoxikation zu. Auch er wurde in ein Krankenhaus transportiert, konnte dieses jedoch nach kurzer Untersuchung ohne Befund wieder verlassen.
Das Feuer war gegen kurz vor 3 Uhr unter Kontrolle; etwa 45 Minuten später konnte „Feuer aus“ gemeldet werden. Der Löschzug Brilon, der mit 35 Einsatzkräften vor Ort war, konnte die Einsatzstelle gegen 5 Uhr verlassen. Im Anschluss waren noch umfangreiche Aufräumarbeiten notwendig, um die Feuerwehrfahrzeuge wieder einsatzklar zu machen.
Zur Brandursache und zur Höhe des Schadens liegen der Feuerwehr keine Angaben vor.
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit








