Erste Dauerausstellung mit Werken von Pitt Moog im Museum Haus Hövener eröffnet!
brilon-totallokal: Sein Herzenswunsch ist erfüllt worden! Für den in Brilon beheimateten Maler und Grafiker Pitt Moog war eine Dauerausstellung seines Lebenswerks in Brilon eine Herzensangelegenheit. Erfüllt wurde ihm dieser Wunsch zwei Jahre nach seinem Tod im Jahr 2017 mit der Einrichtung einer dauerhaften Ausstellung von einer ausgewählten Sammlung seiner Bildwerke aus über fünf Jahrzehnten im Museum Haus Hövener – initiiert von der Stadt Brilon, der Sparkasse Hochsauerland und dem Museum Haus Hövener.
„Bisher sind 80 Kunstwerke zu sehen – nächstes Jahr kommen voraussichtlich 120 dazu!“
Am 29. Oktober 2019 wurde die Ausstellung „Paloma- Echo der Mythen“ mit Werken von Pitt Moog im Museum Haus Hövener in Brilon, das mit seinem heimatkundlichen Ambiente den passenden Rahmen bietet, eröffnet. Die Ausstellung führt im Titel den Begriff „Paloma“, der sich auf den Namen eines Ölgemäldes von Pitt Moog mit weißer Taube auf blauem Grund bezieht. Es ist eine Ikonographie, die mit dem Namen des Künstlers eng verbunden ist.
„Unser Dank geht an die Sparkasse Hochsauerland und an die Stadt Brilon, die uns Bilder von Pitt Moog zur Verfügung gestellt hat. Unser Museum, das als Kultureinrichtung mittlerweile über eine Strahlkraft in der gesamten Region verfügt, erfährt eine besondere Bereicherung durch diese Ausstellung. Bisher sind 80 Kunstwerke zu sehen – nächstes Jahr kommen voraussichtlich 120 dazu!“ Mit diesen Worten begrüßte Winfried Dickel, Vorsitzender der Museumsstiftung Haus Hövener, die zahlreich erschienenen Kunstinteressierten. „Unser Museum ist der ideale Ausstellungsort. Wilhelmine Hövener verschenkte zeit ihres Lebens alles und hat nie viel Aufhebens um sich gemacht. Auch Pitt Moog zeichnete sich durch Bescheidenheit aus. Er wäre sehr stolz, wüsste er, dass seine Werke jetzt einen dauerhaften Platz haben!“
„Öffnen wir unsere Sinne für die Ausstellung!“
Pitt Moogs Suche nach dem Ursprung allen Seins, den Geheimnissen längst vergessener Kulturen und archaischen Ritualen, dem Phantastischen, dem Fremden in uns – all das wird in den Werken als sein persönliches Echo der Mythen sichtbar. Bürgermeister Dr. Christof Bartsch hob die besondere Bedeutung des Begriffes „Mythos“ hervor. „Ein Mythos ist mehr als die wahrgenommene Wirklichkeit. Trotz ständig wachsenden technischen Erneuerungen und einer funktional agierenden Expertengesellschaft darf die Fähigkeit zur Abstraktion und die Faszination des Unerklärlichen nicht verloren gehen,“ so Bürgermeister Dr. Christof Bartsch. „Öffnen wir unsere Sinne für die Ausstellung!“
„Gemeinschaftliche kulturelle Kooperation von Kommune, Wirtschaft und Kultur!“
Ingo Ritter, Direktor Sparkasse Hochsauerland, erzählte von den ersten Kontakten mit Pitt Moog. „Im Jahr 2003 wurde in den Räumlichkeiten der Sparkasse die erste Ausstellung des Künstlers gezeigt: „Mythologie und Rationalismus“. Zehn weitere Ausstellungen sollten noch folgen,“ so Ingo Ritter. „Die Konstellation aus der gemeinschaftlichen kulturellen Zusammenarbeit von Kommune (Alpha), Wirtschaft (Beta) und Kultur (Gamma) ist einzigartig in der Region!“
Während der Vernissage wurde der Film „Echo der Mythen – von Anbeginn der Zeiten“ vorgeführt, der Kunstwerke von Pitt Moog zeigte und bei dem auch der Künstler selbst zu Worte kam. Er sah sich selbst nicht nur als reiner Maler, sondern vor allem als philosophierender Künstler. Die mystische musikalische Untermalung des Films tat ihr Übriges, um eine berührende Wirkung zu erzeugen.
Das Dachgeschoss des Museums wurde so hergerichtet, dass dort die Dauerausstellung seinen Platz finden konnte. Das rustikal und urig anmutende Ambiente dort passt hervorragend zu den meist großformatigen Kunstwerken. Musikalisch begleitet wurde der Abend von Dirk Mündelein aus Brilon und dem Musiker Gero Gellert aus Hennef.
Foto (Eingerahmt von Werken Pitt Moogs: von links Peter Wagner ( Sparkassendirektor i.R.), Gisela Margraf (Lebensgefährtin von Pitt Moog), Ingo Ritter (Sparkassendirektor), Winfried Dickel (Vorsitzender Museumsstiftung), Carlo Sintermann (Graphiker) und Bürgermeister Dr. Christof Bartsch).
Quelle: Ursula Schilling



